28. Juli 2007 15:49; Akt: 28.07.2007 21:11 Print

Expo 2020: Egerszegi skeptisch

Auf die Idee, die Eröffnung des Gotthardtunnels mit einer neuen Expo zu verbinden, reagiert Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi mit Skepsis. Ein grosses Fest dagegen befürwortet die Aargauer FDP-Politikerin «sofort».

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«Es ist immer schön, wenn ein Land mit vier Kulturen ein Fest plant», sagte Egerszegi auf Anfrage. Darüber, ob es eine Landesausstellung sein müsse, habe sie gewisse Zweifel. Von der Expo.02 seien ihr vor allem die wunderschöne Landschaft in Erinnerung geblieben.

«Wir machen ein Fest und laden die anderen ein», sagte Egerszegi zur Eröffnung des Gotthardtunnels im Jahre 2020. Die Schweizerinnen und Schweizer würden dazu neigen, immer alles perfekt gestalten zu wollen. Und dies lasse sich dann zuweilen nicht einhalten. «So bleibt dann ein bitterer Geschmack zurück.»

Schommer: «Schöne, interessante Idee»

Den Gotthard-Basistunnel mit einer neuen Expo zu eröffnen, findet FDP-Generalsekretär Guido Schommer eine «schöne, interessante Idee». Auch der Zeitraum - das Jahr 2020 - sei grundsätzlich richtig.

Jedes Land sollte sich anhand eines Events seiner Identität bewusst werden, sagte Schommer. Daher hätten die Freisinnigen alle Landesausstellungen mitgetragen. Neben Solaris Idee gebe es aber auch andere für eine Neuauflage der Expo. «Der Kanton Jura hat auch schon Interesse angemeldet.»

Dass Solari eine Expo mit europäischer Dimension vorschwebe, gehöre zum Konzept, befand Schommer. Von der Alpentransversale profitiere ganz Europa. Die Nachbarländer einzubinden, wäre aus seiner Sicht richtig - doch: «Das Ganze schon jetzt auf europäische Beine zu stellen, dürfte wohl schwierig sein.»

Wo auch immer eine nächste Landesausstellung stattfindet, brauche es «saubere Entscheide» und eine geklärte Finanzierung. Drohende Projektabbrüche und Nachschubfinanzierungen wie bei der Expo.02 dürfe es nicht mehr geben.

(sda)