Via Facebook-Messenger

07. Februar 2019 05:49; Akt: 07.02.2019 06:25 Print

Zürcher teilt aus Jux Video – Ärger mit FBI

von Qendresa Llugiqi - Der 26-jährige B. M. hat ein illegales Sex-Video weitergeleitet. Das FBI fing die Nachricht ab und meldete den Mann der Zürcher Polizei.

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«Als mich die Polizei anrief und meinte, es gehe um ein Video, auf dem eine Person Sex mit einem Esel habe, dachte ich, dass mich jemand aufziehen will», sagt B. M.* (26). Die Polizei habe ihn noch am gleichen Tag zu einer Einvernahme eingeladen. «Es hiess, entweder ich komme von selbst oder man hole mich ab. Ich habe sogar die Adresse des Polizeipostens überprüft, weil ich es nicht glauben konnte.»

Laut M. gab der Polizist bei der Einvernahme am vergangenen Montag an, dass die Polizei vom FBI einen Hinweis erhalten habe. Das Video sei ihm im November zugeschickt worden. Er habe es aus Jux via Facebook-Messenger an seine zwei Cousins weitergeleitet. Es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass er sich damit strafbar mache: «Es ist ja nicht so, dass ich so etwas befürworte oder selbst machen würde.»

Deshalb sei er auch enttäuscht über das Verfahren: «Natürlich weiss ich jetzt, dass es ein Fehler war, das Video weiterzuleiten. Aber es war doch nur, um gemeinsam darüber zu lachen.»

Mehrere Dutzend Verfahren

Marco Cortesi, Leiter des Mediendienstes der Stadtpolizei Zürich, bestätigt, dass der Hinweis aus dem Ausland kam: «Die Meldung ist über das National Center for Missing and Exploited Children, das beim FBI angesiedelt ist, und über das Bundesamt für Polizei zu uns gelangt.» Der Absender muss mit einem Verfahren bei der Staatsanwaltschaft rechnen. Cortesi: «Das Esel-Video ist bei weitem kein Einzelfall, allein die Stadt- und die Kantonspolizei Zürich führen mehrere Dutzend Verfahren im Zusammenhang mit verbotener Pornografie. Die meisten Videos, die Sex mit Tieren zeigen, kommen aus Ländern wie Afghanistan und Pakistan.»

Wer ein solches Video erhalte, solle es sofort löschen und unter keinen Umständen speichern oder weiterleiten. Cortesi: «Es empfiehlt sich, den Absender darauf aufmerksam zu machen, dass er eine Straftat begangen hat und dass man keine weiteren Videos dieser Art erhalten möchte.»

Andere über Facebook gewarnt

In der Schweiz ist Pornografie, die sexuelle Handlungen mit Tieren zeigt, nach Artikel 197 StGB verboten. Strafrechtlich werde sie mit Kinderpornografie gleichgesetzt, wie der auf digitales Recht spezialisierte Anwalt Martin Steiger sagt. Eine allfällige Verurteilung des jungen Zürchers würde voraussichtlich durch die Staatsanwaltschaft mit einem Strafbefehl erfolgen. «Dagegen könnte der junge Mann Einsprache erheben und die Angelegenheit durch ein Gericht überprüfen lassen.»

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, müsste der Mann mit einer bedingten Geldstrafe und einer Busse rechnen. Zudem müsste er die Verfahrenskosten sowie die Verteidigungskosten tragen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Sein Erlebnis mit der Polizei teilte der Zürcher M. in einer Facebook-Gruppe. Auch er empfahl den Usern, solche Videos gleich zu löschen und nicht weiterzuleiten. Er sagt: «Ich habe die anderen gewarnt, weil ich dachte, dass es besser ist, wenn nur einer und nicht viele bestraft werden, nur weil sie aus Jux ein Video weitergeleitet haben.»

*Name der Redaktion bekannt

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martina am 07.02.2019 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auswüchse

    Wurde der ursprüngliche Sender / Ersteller des Videos nicht belangt? Grundsätzlich ist es ja gut, wenn man sowas rechtlich verfolgt. Was ist aber mit all diesen Tierquäler-Videos, die auf fb geteilt werden? Die gehören doch auch verboten und werden aber oft geteilt im Namen der "Aufklärung".

    einklappen einklappen
  • Jo am 07.02.2019 06:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unterste Schublade

    Der Mensch sinkt immer tiefer.

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  • Marco Frei am 07.02.2019 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Iiiiaaaaaahhhhhh

    Die Überwachung vom FBI ist heftig. Aber mal im ernst.... wer versendet solche Videos und findet es noch lustig?

Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 34 am 08.02.2019 22:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sex mit Tiere

    Ich habe auch so ein Film gesehen Solche Leute die es verbreiten sind meine Meinung krank!!!

  • propi am 08.02.2019 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bannen solchernuser

    fb whatsapp gmail wird seit dem patriots act überwacht. bitte solche videos und user bannen

  • A.S.M am 08.02.2019 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ahhm

    Sorry aber ich finde es echt nicht normal das die die videos angeschaut haben und noch dazu weiterleiten. Echt eckelhaft.

  • Heidi65ch am 08.02.2019 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bestrafung völlig gerechtfertigt!

    Wer so einen Dreck anschaut, gehört bestraft! Denn je mehr so etwas die Runde macht, desto mehr werden solche Videos gedreht - das ist krank und pervers

  • A.Banks am 08.02.2019 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Nun bei solchen dingen sind die menschen nur selber schuld sex mit tieren oder kindern ist nur zu verabscheuen und wer das teilt gehört bestraft