Befreit

05. Dezember 2008 14:31; Akt: 05.12.2008 15:22 Print

FIFA soll weiterhin keine Bundessteuern zahlen

Internationale Sportverbände mit Sitz in der Schweiz sollen keine direkte Bundessteuer bezahlen. Der Bundesrat billigt die Praxis verschiedener Kantone und hat die Steuerverwaltungen angewiesen, die Steuerbefreiung gesamtschweizerisch anzuwenden.

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Grundsätzlich sind auch Internationale Sportverbände für die direkte Bundessteuer steuerpflichtig. Befreit sind aber juristische Personen für den Gewinn, der «öffentlichen und gemeinnützigen Zwecken» dient. Dementsprechend haben mehrere Kanone die internationalen Sportverbände mehrheitlich von der direkten Bundessteuer befreit.

Auf Ersuchen einzelner Kantone hin hat der Bundesrat diese Praxis am Freitag abgesegnet. Die Steuerbefreiung soll aber nur für die direkte Bundessteuer und nur für die dem IOK angeschlossenen Verbände und deren Unterverbände gelten. Die übrigen Steuern und Abgaben des Bundes wie z.B. die Mehrwertsteuer müssen entrichtet werden.

Der Bundesrat begründet seinen Entscheid mit der grossen Bedeutung des Standortes Schweiz für die Verbandsführung des Weltsports: 36 internationale Sportverbände, darunter jene für Fussball, Radfahren, Ski, Schwimmen, Rudern und Kunstturnen, haben ihren Sitz in der Schweiz, ebenso das IOK und weitere 21 Sportorganisationen.

Mit attraktiven Rahmenbedingungen könne die Schweiz ihre führende Position halten, heisst es in einer Mitteilung des Verteidigungsdepartements. Zudem trage der Sport zur Völkerverständigung bei. Die Sportverbände wirkten als Multiplikatoren bei der Verbreitung positiver Botschaften und Werte.

(sda)