14. April 2005 04:41; Akt: 14.04.2005 03:40 Print

Fahrlehrer fordern bessere Ausbildung der Töfflenker

Die Fahrlehrer schlagen Alarm. Seit dem erleichterten Zugang zum Führerausweis für Motorräder sei die Zahl getöteter Töfffahrer um 30% gestiegen.

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Sie fordern nun eine verbesserte Ausbildung.

«Das Departement von Bundesrat Moritz Leuenberger muss die Problematik gezielt angehen», verlangt der Fahrlehrerverband (SFV). 2003, als die neue Verordnung eingeführt wurde, seien 114 Motorradfahrer ums Leben gekommen, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme um 30% entspreche. Die Zahl der Motorradfahrer sei aber nur um 3% gestiegen.

Grund für diese Entwicklung ist laut SFV der erleichterte Zugang zum Führerausweis für schwere Motorräder ab 25 Jahren. So sei die Zunahme der tödlichen Unfälle bei den über 25-jährigen Neulenkern 2003 um 47,5% gestiegen. Der SFV fordert neben der heutigen Grundschulung von zwölf Stunden eine obligatorische Haupt- und Perfektionsschulung von gleicher Zeitdauer.

Das Bundesamt für Strassen weist darauf hin, dass im Dezember der Führerausweis für drei Jahre auf Probe mit obligatorischen Weiterausbildungskursen auch für Motorradlenker eingeführt wird. Die Unfallzahlen würden stets beobachtet.

(AP/csr)