Schmiergeldskandal

27. Dezember 2011 13:27; Akt: 27.12.2011 16:30 Print

Fifa muss Klarheit schaffen

Der Fussballverband muss jetzt doch noch erklären, weshalb ein Verfahren gegen zwei seiner Funktionäre eingestellt worden ist. Es geht dabei um Schmiergelder in Millionenhöhe vom Sportvermarkter ISL.

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Kommt Fifa-Präsident Sepp Blatter in Bedrängnis? (Bild: Keystone)

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Die Fifa hat eine Niederlage gegen den «Beobachter» und die «Handelszeitung» erlitten. Die Einstellungsverfügung eines Strafverfahrens gegen den Weltfussballverband und zwei seiner Funktionäre muss offengelegt werden. Dies hat das Zuger Obergericht entschieden.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hatte im letzten Jahr wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung und Veruntreuung gegen die Fifa und zwei ihrer Funktionäre ermittelt. Diese sollen Schmiergelder in der Höhe von mehreren Millionen Franken entgegengenommen haben.

Geld von Sportvermarkter

Das Geld soll von der ehemaligen Sportvermarktungsagentur ISL/ISMM stammen, die ihren Sitz in Zug hatte und TV-Übertragungsrechte vergab. Nachdem die Verdächtigen 5,5 Millionen Franken gezahlt hatten, stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein.

Der Schaden sei «in angemessenem Umfang wieder gutgemacht worden», teilte die Staatsanwaltschaft damals mit. Der «Beobachter» und die «Handelszeitung» verlangten daraufhin Einsicht in die Einstellungsverfügung - und erhielten nun Recht, wie aus dem Urteil des Zuger Obergerichts hervorgeht, das der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

Funktionäre konnten sich freikaufen

Es bestehe «ein gewichtiges Interesse der Öffentlichkeit» daran zu erfahren, unter welchen Umständen dieses Verfahren eingestellt worden sei, begründet das Obergericht seinen Entscheid. Die Verfahrenseinstellung werfe zahlreiche Fragen auf.

So etwa, ob es wirklich richtig gewesen sei, dass sich die Betroffenen hätten freikaufen können oder ob sie damit bevorzugt behandelt worden seien. Aufgrund der verfügbaren Informationen könne nicht nachvollzogen werden, weshalb das Verfahren im Fall Fifa nicht weiter geführt worden sei.

Die Fifa sowie die beiden Funktionäre haben nun 30 Tage Zeit, um gegen den Entscheid Rekurs beim Bundesgericht einzulegen. Wie die FIFA auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte, verzichtet sie auf einen Weiterzug des Entscheids ans Bundesgericht. Die Akte zu öffnen entspreche dem Willen von FIFA-Präsident Sepp Blatter.


(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Riese Weisser am 27.12.2011 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weste

    FIFA gleich, immer weisse Weste. Ist doch klar!

  • Erik Schiegg am 27.12.2011 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die FIFA steht ganz sicher

    mit weissen Händen da. Solange, wie eine Hand die Andere geschaschen hat, ist doch gar nichts anderes möglich...

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  • Peter am 28.12.2011 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss gehen

    Blatter sollte langsam gezwungen werden abzutreten und fifa muss wie eine firma behandelt werden und steuern zahlen.das ist doch ein veterli verein

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 28.12.2011 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss gehen

    Blatter sollte langsam gezwungen werden abzutreten und fifa muss wie eine firma behandelt werden und steuern zahlen.das ist doch ein veterli verein

  • Riese Weisser am 27.12.2011 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weste

    FIFA gleich, immer weisse Weste. Ist doch klar!

  • Erik Schiegg am 27.12.2011 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Die FIFA steht ganz sicher

    mit weissen Händen da. Solange, wie eine Hand die Andere geschaschen hat, ist doch gar nichts anderes möglich...

    • ein Fussballfan am 27.12.2011 19:51 Report Diesen Beitrag melden

      unglaublich

      Was muss S. Blatter noch anstellen, damit er Rausgeworfen wird.

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