Langer Transportweg

22. Oktober 2019 13:56; Akt: 22.10.2019 13:56 Print

Migros verärgert Kunden wegen Bio-Fischfilets

Die Migros karrt Bio-Fischfilets von Griechenland über Dänemark in die Schweiz. Das sei ökologischer Wahnsinn, kritisiert ein Kunde.

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Die geräucherten Bio-Forellenfilets aus der Migros sind regelrechte CO2-Bomben. Wie der Verpackungsinfo zu entnehmen ist, stammt der Fisch aus Griechenland, wird aber für die Verarbeitung nach Dänemark gekarrt und schliesslich in die Schweizer Migros-Filialen geliefert. Das seien mindestens 4600 Kilometer im Lastwagen, ärgerte sich ein Hörer gegenüber SRF-«Espresso». Den ökologischen Fussabdruck beim Transport bezeichnet er als Wahnsinn.

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Der Konsument übt Kritik an der Bio-Industrie: Diese habe sich zwar bei den Bedingungen in der Produktion um Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit bemüht. Er wirft der Industrie vor, dass diese Kriterien aber bei der Frage nach dem Transport zu den Konsumenten offenbar nicht mehr gälten.

Hitzewelle in Dänemark

Laut Migros-Sprecher Marcel Schlatter kann die Migros gut nachvollziehen, dass die Angaben auf der Verpackung den Konsumenten einigermassen verdutzen. Normalerweise beziehe die Migros ihre Forellenfilets bei einem Bioproduzenten in Dänemark. Aufgrund einer ungewöhnlichen Hitzewelle in Dänemark habe die Zucht zwischenzeitlich gestoppt werden müssen. Daher habe der dänische Produzent auf eine Bio-Forellenzucht in Griechenland zurückgegriffen. Dort sind die Tiere offenbar höhere Wassertemperaturen gewohnt.

Der Konsument lobt die Transparenz auf der Verpackung der Migros, zugleich findet er aber: «Vielleicht müsste man den Mut haben, zu sagen, ein Produkt ist aus diesen und diesen Gründen zurzeit nicht verfügbar.»


(bz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Yannick95 am 22.10.2019 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer dasselbe

    und wären sie nicht verfügbar würden andere wegen mangelnder vielfältigkeit oder weil das lieblingsprodukt fehlt reklamieren.. man kanns ja sowieso nie recht machen...

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  • Roger am 22.10.2019 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    ES GIBT KEINEN BIO FISCH....

    ... aus dem AUSLAND! Die werden alle gezüchtet und mit Vitaminen / Pülverchen / ect.. gefüttert!!!!

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  • NB16 am 22.10.2019 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    mimimi

    Ich kanns nicht mehr hören..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ich nicht am 23.10.2019 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist wie bei VW

    Aber ihr kauft immer noch dort ein...

  • Phil Krill am 23.10.2019 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... Karotten raspeln ...

    ... wie war das noch mit den Baby-Karotten? Ach ja - in der Schweiz gewachsen, nach Holland per LKW zum raspeln, dann wieder zurück in die Schweiz ...

    • Peter am 23.10.2019 21:48 Report Diesen Beitrag melden

      Genau....

      Wie die Garnelen aus der Nordsee. Die werden nach Marokko gefahren um sie zu schälen und dan wieder nach Holland oder Deutschland gefahren um sie zu verkaufen..... .

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  • Mischu am 23.10.2019 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lachkrampf

    Bio-Äpfel aus Neuseeland, gabs auch schon...

    • @Lachkrampf am 23.10.2019 15:25 Report Diesen Beitrag melden

      Neuseeland_per_Schiff Thurgau+Lagerung

      Die kommt daher, dass ein Apfel mit Ganzjahreslagerung, unter kühlung und begasung aus der schweiz z.B. aus dem Thurgau. Die noch schlechter CO2-Bilanz aufweisst als sein Neuseeländischer Kollege. Der zwar viel Transport CO2, jedoch keine Lagerung benötigt, aufweist.

    • Peter am 23.10.2019 21:53 Report Diesen Beitrag melden

      Schlimm

      Stimmt...dabei vergisst man dass diese Schiffe mit Schweröl fahren. Da ist CO2 das kleinste Übel das die in die Luft lassen. Die 10 grössten Frachtschiffe der Welt puffen mehr Giftstoffe in die Luft wie alle Autos zusammen. Giftstoffe, nicht nur CO2...

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  • mahoni am 23.10.2019 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mimimimomo

    Die Gesellschaft ist so tief gesunken...

  • Melidonakis am 23.10.2019 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Kretische Forellen

    Wer hat die Forellen aus Griechenland gekostet und wie haben sie geschmeckt? Ich wohne auf Kreta unweit einer Forellenzucht, welche die Forellen mit bestem Futter und mit frischem, kristallklarem fliessendem Wasser aus den Quellen des Lefka Ori Gebirges in W-Kreta versorgt. Dennoch schmecken sie anders als unsere Forellen in der Schweiz. Sie sind faseriger im Fleisch und generell trockener, weil wohl weniger Fett im Fleisch eingelagert ist; daher auch recht fad im Geschmack. Das Fleisch hat einen beige-bräunlichen Farbstich. Sie werden bei uns generell grilliert und nicht in Butter gebraten.