Parlamentarier

14. Juli 2014 23:45; Akt: 14.07.2014 23:45 Print

Frauen beim WM-Tippspiel an der Spitze

Die Grüne Regula Rytz hat im Parlamentarier-Tippspiel von 20 Minuten am meisten Punkte eingefahren. Sie sah auch den Sieg der Deutschen voraus.

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Vertreter aller grösseren Parteien traten im grossen WM-Tippspiel von 20 Minuten gegeneinander an und tippten die 48 Partien der Vorrunde und als Bonus den Final (siehe Box). Jetzt steht fest, dass eine Frau alle ihre männlichen Ratskollegen ausgespielt hat: Mit 261 Punkten machte Grünen-Co-Präsidentin Regula Rytz das Rennen. Auf den weiteren Plätzen folgen CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (256 Punkte) und FDP-Nationalrat Ignazio Cassis (251 Punkte).

«Ich kenne einige Spieler»

Rytz lag nach der Vorrunde trotz sieben Volltreffern noch auf Platz 4, tippte aber auf den richtigen Weltmeister – und stürmte damit an die Spitze. Den Final schaute die Tippkönigin in einer Beiz. «Mit den Deutschen kann ich gut leben. Sie waren toporganisiert, sehr diszipliniert und haben verdient gewonnen.»

Dass sie im Tippspiel abgeräumt hat, will sie nicht allein ihrem Fussballwissen zuschreiben: «Ich habe die Tipps mit fussballbegeisterten Freunden diskutiert – und es war sicher auch etwas Glück dabei.» Sie schaue sich Spiele vor allem während der grossen Turniere an. «Ich kenne aber einige Spieler – zumindest bei den europäischen Mannschaften.»

WM-Final auf den Malediven

Die zweitplatzierte Schneider-Schneiter lag nach der Vorrunde noch vorne. Sie weiss, wo sie den Sieg hat liegen lassen: «Mein Verstand hat gesagt, dass es Deutschland machen wird. Ich bin aber dem Herz gefolgt und habe auf eine südamerikanische Mannschaft getippt.» Als Zufallsresultat will Schneider-Schneiter ihr gutes Abschneiden aber nicht verstanden wissen: «In unserer Familie ist König Fussball Trumpf. Dank meines Sohnes und meines Mannes bin ich über jedes Transfergerücht auf dem Laufenden.»

Die CVP-Frau liess es sich denn auch nicht nehmen, den WM-Final zu schauen – obwohl sie derzeit in den Ferien auf den Malediven weilt und aufgrund der Zeitverschiebung mitten in der Nacht aufstehen musste. «Es war eine spezielle Stimmung, als wir den Match zusammen mit den Einheimischen schauten.»

Grünliberale schiessen am Goal vorbei

Die Präsidenten der Bundesratsparteien klassierten sich allesamt im Mittelfeld. Am besten war noch Christophe Darbellay auf dem 6. Platz. Der Captain des FC Nationalrat, SP-Nationalrat Eric Nussbaumer, belegte mit 155 Punkten nur den drittletzten Platz.

Kein Glück beschieden war auch den Grünliberalen: Präsident Martin Bäumle und Nationalrat Jürg Grossen belegen die letzten beiden Plätze. Das wirkt sich auch im Parteienranking aus: Die Grünliberalen grüssen vom Tabellenende. Auch dort gewinnen die Grünen, vor der FDP und SVP.

«Es gab aber auch einige dicke Überraschungen. Wer hätte schon gedacht, dass Costa Rica Italien schlägt oder dass Spanien so schlecht spielt?», hatte sich Jürg Grossen schon nach der Vorrunde verteidigt. Unrecht hat er nicht: Auch das 7:1 der Deutschen gegen Gastgeber Brasilien war schlicht nicht vorherzusehen.

Die Rangliste

1. Regula Rytz (Grüne) 263
2. Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP) 256
3. Ignazio Cassis (FDP) 251
4. Ursula Haller (BDP) 247
5. Thomas Müller (SVP) 243
6. Christophe Darbellay (CVP) 224
7. Christian Levrat (SP) 221
8. Luzi Stamm (SVP) 210
9. Kathrin Bertschy (GLP) 207
10. Philipp Müller (FDP) 206
11. Christian Wasserfallen (FDP) 204
12. Toni Brunner (SVP) 202
13. Maya Graf (Grüne) 201
14. Hans Grunder (BDP) 198
15. Cédric Wermuth (SP) 188
16. Martin Landolt (BDP) 176
17. Martin Candinas (CVP) 169
18. Eric Nussbaumer (SP) 155
19. Martin Bäumle (GLP) 152
20. Jürg Grossen (GLP) 142

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hajos am 15.07.2014 07:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Politische Trefferquote? 

    Gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern. Nur schade dass sie in der Politik oft so weit daneben liegen, da wünschte ich mir auch oft eine bessere Quote.

  • Roger Hässig am 15.07.2014 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Am falschen Ort eingesetzt

    Schön dass die Dame von den Grünen wenigstens ein Talent hat. Politik ist es nämlich nicht.

  • Kai Wetter am 15.07.2014 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll, wenn

    die Politiker in Ihrem Kerngeschäft so wären.........

Die neusten Leser-Kommentare

  • D.N. am 16.07.2014 19:45 Report Diesen Beitrag melden

    Spielchen bei der Arbeit!

    Ja das ist ja Super, wenn sie das nun noch in die Politik umsetzen könnten wären wir ja alle sehr zufrieden.

  • lauretta am 16.07.2014 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    hellseherin

    wow, die ist ja eine richtige hellseherin.... jetzt ist mein tag gerettet. hahaha

  • Martin Meier am 15.07.2014 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tip spiel

    Das ewige Geleier die Frauen seien besser vor allem die Grünen ! Auch in der Politik ! Das meiste ist nicht Brauchbar ! Ausser Spesen nichts gewesen !

  • Markus Lehmann am 15.07.2014 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt muss ich mal was sagen

    Also ich mag ja Frauen wirklich sehr, aber dieses "Frauen sind besser", gefühlt an jedem 2. Tag zu lesen, ist einfach nur noch lächerlich. Und wenn sie schlechter sind, wird gar kein Artikel geschrieben, in diesem Sinne. Sorry aber das kommt für mich einfach total unseriös und manipuliert rüber! Es ist doch reiner Zufall, dass es gerade Frauen sind an der Spitze. Ich meine, keiner kann mir sagen, dass diese Frauen das genau berechnet haben und deshalb die obersten Plätze besetzen. Wären es nicht Frauen gewesen, dann wären es Männer gewesen, ganz einfach, reiner Zufall.

  • Huxley am 15.07.2014 17:19 Report Diesen Beitrag melden

    Frauen sind eben das neue Mensch

    Frauen haben Intiution und spüren die Wahrheit in ihrem Herzen. Das Patriarchat hat ausgedient und der / die / das neue Mensch ist geboren. Es (das neue Mensch) ist weder männlich noch weiblich, vereint aber das beste von den Frauen und den Männern in sich und ist unbesiegbar und extrem weise.