Rechtsaussen-Frau

07. April 2013 13:02; Akt: 07.04.2013 13:03 Print

Freysinger ist für Marine Le Pen zu radikal

Marine Le Pen politisiert in Frankreich am rechten Rand - für manche Positionen von SVP-Nationalrat Oskar Freysinger hat sie aber wenig Verständnis. Dieser schlägt zurück.

storybild

Marine Le Pen möchte sich als gemässigte Politikerin positionieren - und grenzt sich dafür auch vom neuen Walliser Staatsrat und SVP-Vertreter Oskar Freysinger ab. (Bild: Keystone/Christophe Karaba)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Chefin der französischen Rechtspartei Front National, Marine Le Pen, distanziert sich von SVP-Nationalrat Oskar Freysinger, der auf eine Internationale der europäischen Rechtspopulisten hinarbeitet. Im Interview mit der Zeitung «Schweiz am Sonntag» sagt Le Pen: «Für Freysinger sind wir in Sachen Islam zu gemässigt.»

Der Walliser gehe zwar mutig vor und habe Erfolg. Aber in Bezug auf die Behandlung der muslimischen Minderheit positioniert sie sich weniger radikal. Freysinger teile ihre Ansicht nicht, dass es keinen Grund gebe, einzelne Glaubensangehörige von einem demokratischen Prozess auszuschliessen, sofern sie sich an die Spielregeln hielten. «Freysinger hält den Islam für komplett
unvereinbar mit einem europäischen Demokratieverständnis.»

Wut der «classe politique»

Zur SVP sagt Le Pen: «Wir sind uns bei Themen wie EU, Sicherheit oder Einwanderung sehr nahe, hingegen vertritt die SVP wirtschaftspolitisch liberalere Thesen als wir.» Im Interview betont die 44-Jährige, die in Frankreich im Umfragehoch ist, sie wolle von der Schwarzgeldaffäre der französischen Regierung profitieren. Diese habe die Wut der Franzosen auf die «classe politique» noch gesteigert. Le Pen: «Die Cahuzac-Affäre ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.»

Oskar Freysinger zeigt sich auf Anfrage wenig erfreut über die Aussagen Le Pens: «Sie soll sich über Dinge äussern, von denen sie etwas versteht», sagt der neugewählte Walliser Staatsrat. Offensichtlich habe Le Pen seine Texte nicht richtig gelesen. Er zeige nur die Grauzonen auf, wo der Islam mit dem Rechtsstaat inkompatibel sei. Die Religion wolle er damit aber keineswegs diffamieren, so Freysinger.

(hhs/fum)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • peter bob am 08.04.2013 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, wie lustig!

    Wie ab solchem Thema die Leserschaft wieder in die Bügel steigt. Dabei ist es offensichtlich. Die Medien und Linken missgönnen der SVP resp. dem Freisinger den Wahlerfolg und unternehmen alles um ihn zu demontieren (Fahne, Islam und was sonst noch alles kommen mag).

  • Dave G. am 07.04.2013 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Der Islam in der Schweiz

    Ich respektiere jeden Glauben, jeder soll seinen Glauben selber wählen können. Jedoch sollten wir, wenn wir ein paar Generationen voraus denken auch bedenken, dass Muslime aufgrund der Kinderreichheit dann von der Minderheit zur Mehrheit werden können. Darum finde ich, braucht es eine Einschränkung, dass nur die Bürger, die auch wirklich aus dem jeweiligen Land stammen, in demselben auch Regierungstätigkeiten wahrnehmen können. Sonst werden wir in 50 Jahren evtl. schon von Muslimen regiert, und dann wird es sehr schwer für uns, in unserem eigenen Land. Darum bin ich aber kein Rassist.

    einklappen einklappen
  • Hans H am 08.04.2013 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmenfang

    Freysinger ist (leider) fast noch der Einzige von der SVP den man wählen kann. Im übrigen will Le Pen auch nur stimmen holen und denkt sie kann auf diese Weise Punkten...ob ihre Ansichten wirklich gemässigter sind darf bezweifelt werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans H am 08.04.2013 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmenfang

    Freysinger ist (leider) fast noch der Einzige von der SVP den man wählen kann. Im übrigen will Le Pen auch nur stimmen holen und denkt sie kann auf diese Weise Punkten...ob ihre Ansichten wirklich gemässigter sind darf bezweifelt werden.

  • Heidi Limbon am 08.04.2013 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Politik-Marjonetten

    sind beides nur Lakaien der 1% Elite, ob links oder rechts, es ist ein 2 köpfiges Einparteien-System

  • Noureddine/ Biskri am 08.04.2013 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anti Islam

    Ohne Migrationspsychose und Antiislam ist Herr Freysinger Politisch Tot. Worüber anders wird er noch debatieren, Gedichte? Das scheint Madame le Pen verstanden zu haben.

  • peter bob am 08.04.2013 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, wie lustig!

    Wie ab solchem Thema die Leserschaft wieder in die Bügel steigt. Dabei ist es offensichtlich. Die Medien und Linken missgönnen der SVP resp. dem Freisinger den Wahlerfolg und unternehmen alles um ihn zu demontieren (Fahne, Islam und was sonst noch alles kommen mag).

  • dr Guschti vom Land am 08.04.2013 05:25 Report Diesen Beitrag melden

    "If you can't beat 'em,

    join them"! Gilt sowohl für 'Schweizer', wie für Franzosen: CH für SVP und Freysinger, F für die 'Marine' und Front National ..... nur eine Frage der Zeit, bis dies auch der letzte verblendete linke Lemming merkt.

    • wüki vom Land am 08.04.2013 09:16 Report Diesen Beitrag melden

      Chum jez

      ...verblendete linke, wow! Warum glauben SVPler eigentlich immer sie müssen sich überall einmischen? Selber verträgt ihr ja gar keine Kritik. Sogar mit der Pistole in der Hand sind für euch alle anderen Schuld an allem, inklusive dem Toten vor den Füssen.

    • Wähler am 08.04.2013 11:57 Report Diesen Beitrag melden

      Mitläufer !

      Den Spruch heist ja nichts anderes als seine Ideale aufzugeben und bei denen mitzulaufen, die man für stärker hält. Die SVP bringt drückt uns immer mehr in den braunen Sumpf. Da ist mir jeder "linke" Politiker lieber.

    einklappen einklappen