Organmangel

29. November 2017 13:43; Akt: 29.11.2017 13:43 Print

Für die 25-jährige Mutter gibt es kein neues Herz

Die Mutter eines Kleinkindes braucht dringend ein neues Herz, doch die Warteliste ist lang. Sie kämpft deshalb für einen Systemwechsel.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nastassja Gehring ist Mutter eines dreijährigen Kindes. Für das Kleinkind kämpft die 25-Jährige, deren Herz seit ihrer Geburt einen Defekt hat. Verzweifelt sucht die Tessinerin nach einem geeigneten Spender. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. «Für mich und meine Familie hoffe ich jeden Tag, dass es möglichst bald ein Herz für mich gibt», sagt die Mutter.

Im September hätte Gehring wieder arbeiten sollen. Doch ihre Gesundheit liess das nicht zu. «Ich war im Oktober zweimal im Spital», so Gehring. Die Ärzte hätten gesagt, dass sie auf ihr neues Organ warten müsse. Es sei aber unklar, wie lange.

Volksinitiative fordert Wechsel

Zurzeit warten in der Schweiz ungefähr 1500 Patienten auf ein neues Organ und die Warteliste steigt von Jahr zu Jahr. Eine kürzlich lancierte Volksinitiative will Gegensteuer geben und fordert einen Systemwechsel: Derzeit wird davon ausgegangen, dass jemand die Organe nicht spenden will, wenn er keinen entsprechenden Ausweis hat. Künftig soll die Organspende jedoch zur Norm werden und jene, die das nicht möchten, müssen dies zu Lebzeiten explizit festhalten.

Gehring kämpft an vorderster Front für die Initiative. «Erst wenn man betroffen ist, merkt man, wie wichtig es ist, viele Spender zu haben», sagt die Tessinerin.

(20 minuti/tam)