Pläne der ÖV-Branche

08. Mai 2019 10:30; Akt: 08.05.2019 13:47 Print

GA wird teurer, kein Studentenrabatt mehr

Ein internes Dokument zeigt, dass ÖV-Benutzer künftig mehr für ihr Abo bezahlen müssen. Das GA soll um satte zehn Prozent teurer werden.

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Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 soll das Generalabonnement (GA) um 10 Prozent teurer werden. Statt wie heute 3860 Franken würde dann ein Jahresabo 4250 Franken kosten. Dies zeigen interne Dokumente der Tariforganisation ch-direct. die dem «Beobachter» vorliegen.

Dazu soll die Möglichkeit, das GA während maximal 30 Tagen zu hinterlegen, gestrichen werden. Auch die Abschaffung der beliebten Gemeindekarten steht zur Diskussion.

Noch kein definitiver Entscheid

Bereits im Dezember soll das Junioren-GA für Studierende abgeschaft werden. Dies betrifft rund 26'000 Menschen. Sie müssten statt 2650 Franken, knapp 3860 Franken hinblättern.

Bei der Organisation ch-direct, betont man, dass bislang keine definitive Entscheidungen gefallen sind. Mittel bis langfristig, ist es allerdings «denkbar, das Preisgefüge anzupassen». Die Organisation besteht seit drei Jahren und koordiniert als Geschäftsstelle die Belange des nationalen Tarifverbundes «Direkter Verkehr Schweiz».

GA-Preis ist umstritten

Der Preis des GA ist umstritten. Eine Studie des ÖV-Informationsdienst Litra kam vor drei Jahren zum Schluss, dass das GA für Pendler mit einem Arbeitsweg von mehr als 100 Kilometern pro Tag die günstigste Variante darstellt. Gemäss Zahlen des Bundesamt für Statistik gehörten im Jahr 2016 etwa 74'000 öV-Nutzer zu dieser Gruppe. Würden sie alle ein GA besitzen, entspräche das 16 Prozent der GAs.

Am höchsten ist der GA-Besitz in der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen, von denen 20,1 Prozent ein solches besitzen. Das GA dient aber auch als eine Art Kostenbremse und wird deshalb gerade von Verkehrsverbunden kritisiert. «Der Preis des GA ist der höchste, den wir für Pauschal-Angebote verlangen können, sonst wechseln die Leute», sagte Martín Osuna, Geschäftsführer des Tarifverbunds A-Welle, vor drei Jahren der «Schweiz am Sonntag». Er plädiere für ein System, bei dem Fahrten automatisch abgerechnet würden. Das GA könne erhalten bleiben, «würde aber deutlich teurer», sagte er damals.

(fss/ehs)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 08.05.2019 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Tausender mehr pro jahr, im ernst?

    Da kommt man ja mit chronischem Schwarzfahren, Bussen bezahlen und Strafanzeigen günstiger davon.

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  • SBB vs Auto am 08.05.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Auto fahren

    Mit solchen Preiserhöhungen werden die Leute wieder dazu getrieben Auto zu fahren. Für alles gibt der BR Geld aus, warum keins um die Ticketkosten stabil zu halten und den Leuten einen Anreiz zu geben, mit der Bahn anstatt mit dem Auto zu fahren. Aber eben, dem kleinen Mann wird wieder in die Tasche gegriffen.

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  • Thomas am 08.05.2019 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Diese unsägliche Inflation wird unser Land einmal komplett zerstören.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Müller Marco am 19.05.2019 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz

    Alle: Wir müssen die Umwelt schützen und weniger Autofahren SBB: Ok, einmal ÖV unerschwinglich teurer machen, kommt sofort

  • Frettchen am 12.05.2019 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Rechnung geht nicht auf

    Eins kann ich mir nicht erklären. Der Bund etc will das man mit dem ÖV zur Arbeit geht damit die Abgaswerte gesenkt werden können. Nun soll das GA teurer werden. Des weiteren kommt dazu, dass Hybridautos immer noch ziemlich teuer sind. Demnach werden auch weniger davon gekauft. Elektroautos sind keine Option, auch dieser Strom kommt aus AKW oder Kohlekraftwerken. Wie soll den jetzt noch die Abgaswerte gesenkt werden? Lieber Bundesrat liebe SBB da geht etwas nicht auf.

  • Albi am 12.05.2019 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldgeiler SBB Meyer

    SBB Meyer sollte die SBB verlassen. Ihm geht es nur um Geld und Bonus. Sogar den Bundesrat hat Meyer in die Knie gezwungen. Über 1 Million, sonst geht Meyer, seine Drohung. Das Meyer Angebot sollte unser Bundesrat dringend annehmen. Einen Bähnler mit Herz zum Chef wählen. Den Geld geilen Bonus Meyer, den Service Abbauer, ziehen lassen.

  • Rita Blumer am 12.05.2019 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    S-Bahn SBB ungenügend

    Ständig abgehängte, abgeschlossene Zugsteile. Eingeschlossene Reisende. Z. B. Zürich, Zug, Winterthur, Frauenfeld... Kaum mehr SBB Info Personal zu sehen. Meyer hat alles abgebaut, den guten Kunden Service, vor Meyer.

    • Tim am 12.05.2019 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rita Blumer

      Bessere Perronanschriften, (vorne einsteigen...), mehr sinnvolle Lautsprecher Ansagen, bessere automatische Zugsinfo bei geschlossenen, abgehängten Zügen wichtig. Meyer hat da seine Hausaufgaben noch nicht genügend gemacht. Täglich hunderte verärgerte, eingeschlossene Kunden, die Termin verpassen. Wegen Meyer, sparen am falschen Ort, am Kunden Service. Mehr Perron Aufsicht wäre da nötig. Ist der SBB, dem Chef Meyer, die Kunden Zufriedenheit egal?

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  • Maya am 12.05.2019 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Studenten: Auch arbeiten !

    Auch eine Hausfrau studiert, etwas, viel, oft gratis. Muss viel selber zahlen, durch eigene Arbeit. Auch Studenten könnten mehr arbeiten, statt nur fordern, hohle Hand machen.