Chill Pill, Super Mario und Co.

10. Juli 2014 09:10; Akt: 10.07.2014 09:10 Print

Gefährliche Partydrogen erobern Schweiz

Sie dienen als LSD- und Ecstasy-Ersatz und sind extrem gefährlich. Trotzdem sind die neuen Partydrogen in den letzten Monaten vermehrt in Zürich aufgetaucht.

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Chill Pill, Arc-en-Ciel, Super Mario und Thumbs Up (von oben nach unten): Die neuen Partydrogen sind hochgefährlich.

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Chill Pill, Arc-en-Ciel, Super Mario und Thumbs Up: In der Schweiz sind neue Partydrogen aufgetaucht, die bei Fachleuten die Alarmglocken klingeln lassen. Die illegalen psychotropen Substanzen werden als Ersatz für Ecstasy oder LSD verwendet und sind hochgefährlich. In Europa gehen bereits mehrere Todesfälle auf das Konto von Chill Pill und Arc-en-Ciel. Bei den anderen beiden Substanzen sind die Folgen für die Gesundheit komplett unbekannt.

Trotzdem weiss man: Die Dauer, bis die synthetischen Drogen ihre Wirkung entfalten, ist deutlich länger als jene von beispielsweise MDMA. Deshalb besteht die Gefahr, dass ungeduldige Konsumenten, die den Kick suchen, eine weitere Pille einwerfen und so eine Überdosis riskieren.

Angst vor Ausbreitung

Dennoch tauchten die Drogen bereits im Mai und im Juni in Zürich auf, wie «20 Minutes» schreibt. Kurz vor der Lake Parade ist man in der Romandie deshalb besorgt. Die Aktion «Nuit Blanche?» hat deshalb eine explizite Warnung herausgegeben.

«Wir wollen nicht den Teufel an die Wand malen, bleiben aber extrem wachsam», sagt Projektleiterin Roxane Morger. Bis in die Romandie sei die Droge bisher noch nicht vorgedrungen, doch da sie bereits in Zürich gesichtet worden sei, bestehe durchaus die Gefahr, dass sie bald auch in Genf und Lausanne auftauche. Insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Lake Parade, anlässlich der jährlich rund 200'000 Electro-Fans an den Genfersee pilgern.

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • eve&rave am 10.07.2014 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Die Illegalität versschärft Risiken

    Die Probleme liessen sich erheblich verringern, wenn man die bekannten, gut erfoschten Substanzen (LSD, Cannabis, MDMA, Amphetamin, Psilocybin) legal und in kontrollierter Qualität erwerben könnten. Nur die wenigsten Konsumenten sind scharf auf neue Substanzen; wenn sie sie konsumieren, dann, weil die anderen nicht erhältlich sind, bzw. weil sie denken, dass die Pillen und Pulver die die gewünschten Substanzen und nicht irgendwelche neuen Chemicalien erhalten. Verbote bringen nur wenig: Wer den Rausch will, tut dies, mit dem was erhältlich ist. Im schlimmsten Fall mit gefährlichen Substanzen.

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  • Ulla am 10.07.2014 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    Lässt sich Zürich eigentlich nur mit Drogen ertragen?

  • Nico R. am 10.07.2014 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Infos

    Als LSD-Ersatz (Chill Pill) taucht 25C-NBOMe auf. Dazu gibt's noch keine Studien, also besser sein lassen. Beim "Super Mario" handelt es sich um Methylon, das weder neu noch "extrem gefährlich" ist. Es ist lediglich etwas schwächer in der Wirkung als MDMA. Das schwarze/violette Ding enthält unbekannte Piperazine - Finger weg.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • KULT-Urbanause am 10.07.2014 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptproblem der Drogendiskussion

    Generelles Problem bei der Betrachtung, Aufklärung und Diskussio, ja Gesetzesgrundlagen rund ums Thema Drogen ist, dass diese entweder verharmlost oder verteufelt werden, sobald hier an die breite Masse gegangen wird. Sachlich ist das wenigste. Und ich finde es verheerend dass auf polemischen Grundlagen Entscheidungen pro oder contra Freigaben getroffen werden, sondern rein die Angst davor oder aber die Lust danach, die Treiber sind.

  • Cellius am 10.07.2014 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    THC ist keine harte Droge!

    Nein bitte nicht, jetzt wieder alle Harten Drogen in den Selben Topf mit Canabis schmeissen. 1. gehts dann wieder nicht durch in Bundes Bern und 2. Ohne THC verharmlosen zu wollen, ist es einfach eine Tatsache, dass Canabis gegüber den meisten anderen Drogen inkl. Alkohol wesentlich harmloser ist, zu mindest in Bezug auf die gesundheitliche Schädigung.

  • Ulla am 10.07.2014 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    Lässt sich Zürich eigentlich nur mit Drogen ertragen?

  • Stella am 10.07.2014 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Partydrogen

    Es ist nicht zu fassen! Mit was sich die Schweiz täglich befassen muss! Wer wird diese Kosten berappen? Eigenverantwortung heisst das Zauberwort und nicht Solidartät! Merkt das endlich!!!!

  • Gianni am 10.07.2014 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf mit Drogen und Alkohol...

    ...die Welt ist nicht nur Haha und Hihi. AUFWACHEN !!!