Tag gegen Gewalt an Frauen

24. November 2008 23:22; Akt: 25.11.2008 10:50 Print

Gegen Beschimpfen, Vergewaltigen, Töten

45 Prozent der Tötungsdelikte in der Schweiz zwischen 2000 und 2004 waren häuslicher Gewalt zuzuschreiben. Am Dienstag wird eine Kampagne gegen Gewalt an Frauen gestartet.

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Am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Frauen jeden Tag Opfer von physischer, sexueller und psychischer Gewalt werden, wie das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) mitteilte. Die internationale Kampagne «16 Aktionstage gegen Gewalt an Frauen» verbindet seit 1991 den 25. November mit dem 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.

Studien zeigten deutlich, dass Gewalt an Frauen eine geschlechtsspezifische Form der Verletzung von Menschenrechten sei, schreibt das EBG. Sie kenne keine Grenzen, weder in geographischer und kultureller Hinsicht, noch in Bezug auf das soziale Umfeld, die Formen und das Ausmass.

Häusliche Gewalt bei 45 Prozent von 1067 Tötungsdelikten

Jeden Tag würden Frauen auch in der Schweiz Opfer von physischer, sexueller und psychischer Gewalt, sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Rahmen. So seien in den Jahren 2000 bis 2004 laut dem Bundesamt für Statistik von den insgesamt 1067 Tötungsdelikten 45 Prozent Fälle von häuslicher Gewalt gewesen.

Das Büro erinnerte daran, dass in den letzten Jahren in der Schweiz einiges erreicht worden sei. So sei beispielsweise häusliche Gewalt keine Privatangelegenheit mehr. Zudem seien auf kantonaler Ebene Interventionsstellen und -projekte gegen häusliche Gewalt in der ganzen Schweiz eingerichtet worden. Mit der Kampagne soll der Kampf gegen Gewalt weitergeführt werden.

(ap)