WEF Davos

12. September 2016 12:36; Akt: 12.09.2016 12:36 Print

Gekifft und gekokst – Tessiner Soldat verurteilt

Ein Schweizer Soldat hat gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen. Weil er am WEF in Davos 2,8 Gramm Kokain dabeihatte, muss er 200 Franken Busse bezahlen.

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Ein Tessiner Soldat hatte Anfang Jahr in Davos am WEF gekifft und gekokst. Nun wurde er verurteilt. (Bild: Keystone)

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Einer der 12 Soldaten, die die Militärpolizei beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos beim Kiffen und Koksen erwischt hatte, ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dem Tessiner konnte der Besitz von 2,8 Gramm Kokain nachgewiesen werden. Für den Soldaten sei ein Strafbefehl ausgestellt worden, teilte ein Sprecher der Bündner Staatsanwaltschaft Tio.ch mit.

Der Strafbefehl sehe eine Busse von 200 Franken vor, die in eine zweitägige Gefängnisstrafe umgewandelt werden könne. Das Rauschgift soll der Soldat nur für persönliche Zwecke genutzt haben, was sich strafmildernd auswirkte.

Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hatte die Militärpolizei im Januar zwölf Armeeangehörige identifiziert, die Cannabis konsumiert hatten, fünf von ihnen zusätzlich Kokain.

Disziplinarstrafen beim Militär

In den elf «leichten Fällen» habe es keine Verfolgung durch die Zivil- oder die Militärjustiz gegeben, sagte Stefan Hofer, Sprecher des Führungsstabs der Armee, am Montag auf Anfrage.

Für die betroffenen Soldaten seien bereits im Januar Disziplinarstrafen ausgesprochen worden. Über diese entscheide in der Regel der Kommandant. Jene Soldaten, die Kokain konsumiert hatten, wurden laut Hofer sofort nach Hause geschickt.

Die Kontrolle war beim Gebirgsinfanterie-Bataillon 30 durchgeführt worden. Dieses setzt sich vorwiegend aus Soldaten und Kader des Kantons Tessin und der Bündner Südtäler zusammen.

(sda/tab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Floflorian am 12.09.2016 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    naja

    auf harten drogen mit geladenen waffen hantieren. und das am wef. 200.-??? da wird ja schwarzfahren fast noch härter bestraft....

  • Lionel2015 am 12.09.2016 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte?

    Jeder andere mit 2.8 Gramm wird härter bestraft als der vom WK! Geht's eigentlich noch?

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  • Marcelo811 am 12.09.2016 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kleine Strafe

    und ich bekam eine Busse von über 1000CHF weil die Polizei im Auto einen nicht fertig gerauchten Joint gefunden haben. im Blut und Urin wurde nur das thc abbau mittel gefunden, aber kein THC

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Die neusten Leser-Kommentare

  • WeedChiller am 12.09.2016 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was läuft denn da falsch?

    Der kriegt 200.- Busse für 2.8 Gramm der sogenannten harten Droge Koks, und ich für 3.2 Gramm Cannabis 500.- Busse + 200.- was auch immer für Gebühren?!?!? Hallloooo falscher Film oder was??

  • Zoe. am 12.09.2016 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    200 franken?

    Ich musste grad richtig lachen. Man stelle sich vor, es wäre in dieser zeit was passiert und nun kommt sowas raus? Das würde alles andere als ein gutes bild auf die ch werfen. 200 franken sind für den doch ein klacks. Wahrscheinlich haben schon das koks und das gras viel mehr wert, als 200 franken.

    • Stem am 13.09.2016 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zoe.

      Dazu kommt sicherlich noch ein Eintrag im Zivilen sowie unbefristeter Fahrausweis Entzug.

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  • Kalbermatten1 am 12.09.2016 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Völlig nutzlos

    Die Armee und das WEF sind beides völlig nutzlose sehr kostspielige Konstrukte. Dass Soldaten im Wachdienst kiffen und koksen müsste harte Sanktionen nach sich ziehen. Aber es scheint als ob dieses Verhalten keine grösseren Konsequenzen haben wird. Solche Leute sollen im Ernstfall unser Land verteidigen?

  • Rakija am 12.09.2016 14:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    We Love the Army

    Zwei mal Übernachten im "Gefängniss" und die Strafe ist abbezahlt. Es lebe die Kuscheljustitz!!

  • Steffen am 12.09.2016 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ernsthaft

    200 CHF? Die Beendigung des Dienstverhältnis mit Verlust aller Ansprüche wäre hier eher angebracht