Zuger Kandidatur

06. Januar 2016 10:36; Akt: 06.01.2016 13:42 Print

Gerhard Pfister will CVP-Präsident werden

Wer tritt die Nachfolge von Christophe Darbellay an? Die Zuger Kantonalpartei hat Nationalrat Gerhard Pfister als Kandidaten vorgeschlagen.

storybild

Politisiert am rechten Rand: Nationalrat Gerhard Pfister. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister will die Nachfolge von Christophe Darbellay als Präsident der CVP Schweiz antreten. Sein Interesse für das Amt hat er an der Dreikönigskonferenz der CVP Kanton Zug bekanntgegeben.

Pfister gehört dem Nationalrat seit 2003 an und politisiert am rechten Rand der CVP. Die Zuger Kantonalpartei wird die Kandidatur des 53-jährigen Pfister nun der Findungskommission melden, wie die Partei am Mittwoch mitteilte. Pfister ist bereits Mitglied des zwölfköpfigen Parteipräsidiums der CVP Schweiz.

Nach Ansicht der Partei hat Pfister die Fähigkeit, «die CVP wieder zu einer der führenden bürgerlichen Kräfte» in der Schweiz zu machen. Er sei ein sprudelnder Ideengeber und habe klare politische Positionen. Zudem besitze er auch integrierende Qualitäten. «Es ist möglich, dass dies nicht alle glauben. Wir wissen es jedoch aus Erfahrung», schreibt die Partei.

Wähleranteil steigern

Pfister selbst traut sich dank seiner Erfahrungen als ehemaliger Kantonalpräsident national eine Trendwende beim Wähleranteil zu. Unter seiner Führung (1998-2008) ist die Zuger CVP wieder erstarkt.

Er sei sich jedoch bewusst, dass eine gesamtschweizerische Steigerung des Wähleranteils «nicht eine Sache von Monaten, sondern von Jahren» sein werde, heisst es in der Mitteilung. «Es würde eine schwierige Sache, aber genau deshalb ist dieses Amt für mich reizvoll.»

Entscheidung im April

Die Findungskommission unter der Leitung des Luzerner Ständerats Konrad Graber hat im Dezember ihre Arbeit aufgenommen. Noch bis Mitte Februar können sich Kantonalparteien, die einen Vertreter ins Präsidium der CVP Schweiz schicken wollen, bei der Kommission melden.

Die Entscheidung, wer Nachfolger von Christophe Darbellay wird, fällt am 23. April an der Delegiertenversammlung der CVP Schweiz in Winterthur. Darbellay tritt nach zehn Jahren nicht mehr zur Wiederwahl an. Falls Pfister nicht Präsident wird, möchte er auf jeden Fall weiterhin Mitglied des Parteipräsidiums bleiben.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Politik Beobachter am 06.01.2016 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere zur Kandidatur

    Wuerde der CVP sehr gut anstehen. Steht zu deren Wurzeln und entspricht nicht dem landlaeufigen Prinzip des wischi waschi CVP Politikers.

    einklappen einklappen
  • Angie Galli am 06.01.2016 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere !!

    Gerhard Pfister ist der Mann der Stunde und die Hoffnung für die CVP! Ich als SVP-lerin freue mich für die Chance, die sich durch Gerhard Pfister für die CVP ergibt, sowie auch für die anderen bürgerlichen Parteien, zu einer guten bürgernahen Zusammenarbeit zurückzufinden!

  • marko 30 am 06.01.2016 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    President CVP

    Er wäre sicher gut

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefan Schmid am 07.01.2016 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wählbarkeit wird dadurch erhöht.

    Damit könnte Schmid endlich wieder einmal CVP wählen, sollte Pfister die CVP wieder auf den richtigen Kurs bringen. Er ist der einzig noch schlaue CVP'ler. Alle anderen kann man in die Tonne kippen.

  • Bündner am 06.01.2016 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Richtige

    Einer der dafür sorgen könnte das die CVP von links wieder Richtung bürgerlich wechselt. Candinas geht gar nicht.

  • Ried Winkel am 06.01.2016 20:33 Report Diesen Beitrag melden

    Lobbyist vom Fensten

    Ein Nationalrat,der seine Zutrittsberechtigung gleich an 2 im Hintergrund lobbyierende Public Relation Firmen vergibt, Studerus und Partner, Dynamics Group, funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie das unsägliche Duo Markwalder/ Burson-Marsteller AG.Ob dies die richtige Wahl für die CVP ist wird sich weisen.Für die Schweiz wäre sie es mit Sicherheit nicht.

  • Toni am 06.01.2016 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Darbellay ist auch als BR nicht wählbar

    Der Mann soll entlich von der ganzen Politbühne abtreten.

    • Noway am 06.01.2016 22:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Auf keinen Fall in BR

      Bin Ihrer Meinung betreffend Darbellay, grauenhafte Vorstellung! Das wäre katastrophal, eine solche Windfahne wie ihn gibts kein zweites Mal.

    • Reto am 07.01.2016 01:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Toni

      Sagt ja niemand...es geht um den neuen CVP-Präsidenten und nicht um eine BR-wahl.....

    einklappen einklappen
  • NubesAlma am 06.01.2016 19:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Wahl

    Wäre eine sehr gute Wahl!