Unterhalt

12. Januar 2011 14:04; Akt: 12.01.2011 14:59 Print

Geschiedene Väter sollen mehr zahlen

Derjenige Elternteil, welcher den Nachwuchs betreut, soll mehr Geld erhalten als bisher. Bundesrätin Sommaruga hat in die Revision des Zivilgesetzbuches eingegriffen.

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Die Revision des Zivilgesetzbuches (ZGB), mit der die gemeinsame elterliche Sorge unabhängig vom Zivilstand der Eltern zur Regel werden soll, verzögert sich. Justizministerin Simonetta Sommaruga will in der Vorlage auch unterhaltsrechtliche Fragen neu regeln.

Mit diesem Entscheid, über den sie den Bundesrat am Mittwoch informierte, will Sommaruga die Voraussetzung für eine breite Akzeptanz der Gesetzesrevision schaffen, wie das Bundesamt für Justiz mitteilte.

Während der Vorschlag für ein gemeinsames elterliches Sorgerecht vor allem ledigen und geschiedenen Vätern zugute kommt, die heute rechtlich und faktisch benachteiligt sind, soll mit den neuen Unterhaltsregeln die Stellung der Frau verbessert werden.

Mehr Geld für Elternteil mit Kind

Ziel sei es, die Situation jenes Elternteils zu verbessern, der trotz gemeinsamer elterlicher Sorge das Kind hauptsächlich betreue. De facto sind dies dies vor allem die ledigen und geschiedenen Mütter, da meist sie den Grossteil der Kinderbetreuung übernehmen.

Nach geltendem Recht müssen Unterhaltsansprüche des Kindes und des geschiedenen Ehegatten so bemessen werden, dass dem Schuldner das Existenzminimum verbleibt. Reichen die Mittel nicht aus, um zwei Haushalte zu finanzieren, trägt der unterhaltsberechtigte Ehegatte - meistens die Frau - den Fehlbetrag. Wie die neue Regelung aussehen könnte, präzisierte das Bundesamt nicht.

Wie das Bundesamt schreibt, hat das Bundesgericht in seiner Rechtssprechung den Grundsatz «der einseitigen Mankoüberbindung» zwar bestätigt. Doch habe das Gericht gleichzeitig den Gesetzgeber aufgefordert, eine Lösung für diese unbefriedigende Situation zu schaffen.

Simonetta Sommaruga will die überarbeitete Botschaft bis 2012 vorlegen. Ursprünglich hatte der Bundesrat das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, bis Ende 2010 eine Botschaft für eine Sorgerechts-Vorlage vorzulegen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maria am 23.09.2012 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sorgerecht für Männer und Frauen

    Die Frauen sollten nicht noch mehr bevorzugt werden. Die Frauen würden es ausnutzen und sich absichtlich schwängern lassen. Es sollte sofort das gemeinsame Sorgerecht gewilligt werden. Ein Mann hat auch das Recht sein Kind grosszuziehen und nicht nur die Mutter. Die Mutter kann ja auch arbeiten gehen, dafür gibt es Kinderkrippen. Ich bin selber eine Frau, jedoch es ist nicht richtig wie man die Männer zu unterdrücken versucht.

  • Peter am 13.01.2011 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Auch die Anwälte tragen ihre Schuld dazu

    Ich musste 4000.- Alimente bezahlen für die Frau und das Kind. Sie arbeitete noch 50% und hatte fast 6000.- .Ich wusste am anfang nicht wie ich über die Runden komme weil ich ja auf dem Existensminimum war, da ja noch die Horrenden Anwaltskosten auf mich zukamen sah es ganz schittter aus. Ich musste ja auch noch die Steuern und andere Zahlungen übernehmen. In meinen Augen sind die Anwälte und Richter die Verbrecher die auch solche sachen zulassen und nur auf sich schauen dass ihre Kassen gefüllt sind. Mann hat schon kein Geld mehr und dann wird er auch noch ausgesaugt.

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  • alex-wyss am 11.02.2011 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    DIESE OHNMACHT MACHT TRAURIG

    Ich war 5 Jahre Hausmann und hatte nicht das Recht, bei den Kindern zu bleiben, obwohl Sie damals sehr viel Verdiente, musste ich mein harter Beruf wieder vom Nagel nehmen, um als Maurer Geld für mich und meine 2 Sömmlis z erchrampfen. Doch leider brach ich ein und stehe Heute vor dem nichts, doch die konnte wieder locker Heiraten und und und Ich Frage mich schon, wie viel müssen wir Männer erdulden und aushalten, überall wird uns der weg abgeschnitten, finanziell, Kinderbesuchsrecht, keine Rechte, nur Pflichten. Wir gingen ein Schritt Richtung Frau und Sie gingen einen Schritt von uns

Die neusten Leser-Kommentare

  • Maria am 23.09.2012 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sorgerecht für Männer und Frauen

    Die Frauen sollten nicht noch mehr bevorzugt werden. Die Frauen würden es ausnutzen und sich absichtlich schwängern lassen. Es sollte sofort das gemeinsame Sorgerecht gewilligt werden. Ein Mann hat auch das Recht sein Kind grosszuziehen und nicht nur die Mutter. Die Mutter kann ja auch arbeiten gehen, dafür gibt es Kinderkrippen. Ich bin selber eine Frau, jedoch es ist nicht richtig wie man die Männer zu unterdrücken versucht.

  • Karin am 13.02.2011 23:47 Report Diesen Beitrag melden

    bösartiger Hass geht hier um

    Man kriegt Angst vor der Menschheit, wenn man die Kommentare hier liest. Frauen und Männer scheinen sich nur noch zu hassen und gegenseitig niederzumachen. Mir tun die armen Kinder leid. Die Welt wird immer bösartiger und das Leben verliert immer schneller an Wert.

  • alex-wyss am 11.02.2011 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    DIESE OHNMACHT MACHT TRAURIG

    Ich war 5 Jahre Hausmann und hatte nicht das Recht, bei den Kindern zu bleiben, obwohl Sie damals sehr viel Verdiente, musste ich mein harter Beruf wieder vom Nagel nehmen, um als Maurer Geld für mich und meine 2 Sömmlis z erchrampfen. Doch leider brach ich ein und stehe Heute vor dem nichts, doch die konnte wieder locker Heiraten und und und Ich Frage mich schon, wie viel müssen wir Männer erdulden und aushalten, überall wird uns der weg abgeschnitten, finanziell, Kinderbesuchsrecht, keine Rechte, nur Pflichten. Wir gingen ein Schritt Richtung Frau und Sie gingen einen Schritt von uns

  • Fabian am 11.02.2011 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr heiraten

    Mir wurde gesagt, wenn man nicht heiratet, muss man nur für das Kind unterhalt zahlen und nicht auch noch für die Mutter. Also einfach nicht mehr heiraten.

    • Jessy am 12.02.2011 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht heiraten

      Und wenn du nicht heiratest und Kinder hast, gibts kein gemeinsames Sorgerecht und die meisten Ämter halten zur Mutter und die kann dich mit dem Daumen runterdrücken,dir die Kinder entziehen und du hast keine Chance.....

    • Regula am 15.02.2011 08:44 Report Diesen Beitrag melden

      Auch Mütter können arbeiten

      Die Frauen können heute so einfach den Schlussstrich ziehen und dann wird auch noch gesorgt für sie. Das Sorgerecht gehört beiden Elternteile denn schliesslich entscheiden auch beide, Kinder zu kriegen oder ? Jede Frau kann auch mit Kinder einen gewissen finanziellen Anteil erbringen und arbeiten gehen, wieso soll nur der Mann aufs finanzielle Minimum fallen ? Man sollte DRINGEND das Scheidungsrecht überarbeiten.

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  • Zweitfrau am 11.02.2011 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Aus der Perspektive der Zweitfrauen

    Ich finde es auch aus der Perspektive aller Zweitfrauen sehr sehr ungerecht, aber uns beachtet sowieso niemand. Wir müssen einfach stillschweigend hinnehmen, dass unsere Männer von den Erstfrauen finanziell ruiniert werden, dass unsere Träume deshalb platzen wie Seifenblasen, dass wir schauen müssen die finanziellen Lücken zu kompensieren, dass wir die Kinder liebevoll aufnehmen und aufgrund des finanziellen Desasters oft auf eigene verzichten, noch dazu müssen wir miterleben wie entwürdigend die ganze Situation für unseren Liebsten ist. Es reicht! Ich sende euch ganz viel Mut, liebe Männer!

    • Simone am 16.02.2011 07:37 Report Diesen Beitrag melden

      andere Prespektive einer Zweitfrau

      @Zweitfrau: wieso jammern sie hier? Sie haben doch gewusst auf was sie sich einlassen. Sind sie ev. sogar der Scheidungsgrund? Man(n) kann doch nicht einfach seine Erstfamilie abschieben und eine Neue gründen und die Erste soll selber schauen wo sie bleibt, nur weil Mann gerade keinen Bock mehr hat oder sich in eine meist Jüngere verguckt hat und den 2.Frühling spürt! So meine liebe Zweitfrau funktioniert das doch nicht. Bin selber Zweitfrau und habe gewusst was mich erwartet und auf was ich mich einlasse!

    • Ertsmann einer Zweitfrau am 18.02.2011 08:20 Report Diesen Beitrag melden

      eine etwas andere Betrachtung

      Es kann durchaus sein, dass ihre beschriebenen Scheidungsgründe vorkommen. Muss aber nicht immer so sein und das fehlt mir in ihrer Betrachtung. Ich kann die Äusserungen der Zweitfrau sehr gut nachvollziehen. Wenn eine Ex-Frau nur fordert, weder kommunizieret noch kooperiert und das bei zwei gemeinsamen Kindern, ist das sehr belastend für eine Partnerschaft. Da können die Absichten von mir und meiner Partnerin noch so gut sein, man ist der Situation ausgesetzt. Fast immer sind es mir die Kompromisse eingehen müssen.

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