Tessiner Kantonswahlen

07. März 2011 13:08; Akt: 07.03.2011 14:17 Print

Gesetzesbrecher drängen in die Regierung

Von den 702 Kandidaten, die im Tessin um einen Platz im Regierungsrat oder Parlament buhlen, sind 15 vorbestraft - die meisten von ihnen treten für Lega dei ticinesi an.

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Gewisse bürgerlichen Politiker scheinen es im Südkanton mit dem Gesetz nicht so genau zu nehmen. So sind von den vorbestraften Grossrats-Kandidaten fünf für die Lega, fünf für die FDP, drei für die CVP und einer für die SVP im Rennen, wie aus dem kantonalen Amtsblatt hervorgeht. Bei der überwiegenden Zahl der Vergehen handelt es sich um Verstösse gegen die Strassenverkehrsordnung, sprich Trunkenheit am Steuer und überhöhte Geschwindigkeit.

Verurteilungen gab es aber auch wegen Verstössen gegen das Baurecht, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Körperverletzung. Jeder Kandidat, der bei den Kantonswahlen antritt, muss bei der Nominierung sein Leumundszeugnis einreichen. Allfällige Einträge werden im Amtsblatt veröffentlicht.

Unter den 36 Anwärtern für den Regierungsrat hat als einziger Lega-Präsident Giuliano Bignasca keine weisse Weste. Seine Vorstrafen gehen auf zwei Verfahren aus den Jahren 2004 und 2008 zurück, bei denen er wegen Anstiftung zu einer Straftat, Drohung und Beleidigung verurteilt wurde. Inklusive Bignasca kommt die Lega so auf sechs Kandidaten mit einschlägiger Vergangenheit.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • reform91 am 07.03.2011 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wer einmal aus dem Blechnapf frisst....

    Was soll das! Wenn ein Verurteilter seine Strafe verbüsst hat - sei dies nun mit Freiheitsentzug oder mit einer Geldstrafe - ist die Sache gegenüber der Gesellschaft in Ordnung. Es ist nicht nötig mit kaltem Kaffee laufend wieder neue Sensationsgeschichten zu produzieren. Reform 91/Selbsthilfegruppe für Strafgefangene und Randständige.

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  • Peter Muser am 07.03.2011 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Das sind aber krasse Kandidaten. Leute die zu schnell fuhren oder sich trauten den Mund zu öffnen und jemanden zu beleidigen, das MÜSSEN Schwerverbrecher sein...

  • Felix am 07.03.2011 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wenns erledigt ist ist es erledigt!

    Wann endlich hört die SChweiz auf sogenannte Register nur theoretisch zu löschen? Es sit ene Sauerei wenn irgendwann irgendwer wegen irgendwas das sehr lange zurückliegt und 'bestraft' wurde wiede rund wieder belastet wird. Das hat it Justiz nichts zu tun, das ich Fichieren vom Feinsten! Es wurde mal abgestellt - nur die Politik macht weiter! Sauerei!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Angela am 08.03.2011 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    naja :-D

    Ach und die anderen? Sind doch mit ihren Machenschaften auch kriminell und lassen sich einfach nicht erwischen oder es wird vertuscht!

  • maja naef am 08.03.2011 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    piano piano

    in ein paar Jahren wird so wie so jeder Schweizerbürger ein Gesetzesbrecher sein, wenn diese Regulierungswut und Gesetzlimacherei weitergeht nur damit irgend ein neuer Polit-Kopf auf die Titelseite der Medien erscheinen kann.

  • Bergli am 07.03.2011 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn, dann...

    Und wenn diese Typen tatsächlich noch vorbestraft sind dann sollen die die Finger von der Politik lassen - wer will schon Vorbestrafte als Vertretung haben?

  • Felix am 07.03.2011 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wenns erledigt ist ist es erledigt!

    Wann endlich hört die SChweiz auf sogenannte Register nur theoretisch zu löschen? Es sit ene Sauerei wenn irgendwann irgendwer wegen irgendwas das sehr lange zurückliegt und 'bestraft' wurde wiede rund wieder belastet wird. Das hat it Justiz nichts zu tun, das ich Fichieren vom Feinsten! Es wurde mal abgestellt - nur die Politik macht weiter! Sauerei!

  • reform91 am 07.03.2011 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wer einmal aus dem Blechnapf frisst....

    Was soll das! Wenn ein Verurteilter seine Strafe verbüsst hat - sei dies nun mit Freiheitsentzug oder mit einer Geldstrafe - ist die Sache gegenüber der Gesellschaft in Ordnung. Es ist nicht nötig mit kaltem Kaffee laufend wieder neue Sensationsgeschichten zu produzieren. Reform 91/Selbsthilfegruppe für Strafgefangene und Randständige.

    • Tatjana am 08.03.2011 08:11 Report Diesen Beitrag melden

      @reform91

      ja klar, solange derjenige Schweizer ist, nicht wahr?

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