Gewalt in Extrazügen

29. Juni 2011 19:31; Akt: 29.06.2011 19:33 Print

Gewalttätigen Fans gehts an den Kragen

Herausgerissene Sitze, zerschlagene Fensterscheiben und demolierte Zugs-WCs: Gewalttätige Fans sollen aus den Extrazügen verbannt werden. Konkrete Gesetzesänderungen sollen bis Ende Jahr vorliegen.

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So zugerichtete Züge wollen weder die SBB noch der Bund in Zukunft sehen: Ein Extrazug von FC Basel-Fans nach einer Partie gegen den FC Thun im Mai 2004. (Bild: Keystone)

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Mit Gesetzesänderungen und technischen Anpassungen in den Zügen wollen der Bund und die SBB dem Treiben gewalttätiger Fussballfans in Zügen definitiv Einhalt gebieten. Darauf haben sich am Mittwoch die Spitzen der SBB und des Bundesamts für Verkehr (BAV) geeinigt.

Konkrete Vorschläge für gesetzliche Anpassungen sollen bis Ende Jahr vorliegen, sagte BAV-Sprecher Gregor Saladin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Im Vordergrund stehen dabei Änderungen des Personenbeförderungsgesetzes.

Veranstalter in die Pflicht nehmen

So könnten die Veranstalter in die Pflicht genommen werden. Denkbar ist laut Saladin beispielsweise, dass diese Fanzüge chartern und eine Kaution hinterlegen müssen, welche bei Sachschaden einbehalten werden kann. Eine weitere Möglichkeit seien Kombitickets - Bahnfahrt und Stadioneintritt -, die nur in Fanzügen gültig sind.

Die SBB ihrerseits werden Massnahmen auf operativer und technischer Ebene ergreifen. So sollen Zugfenster zum Beispiel nur noch einen kleinen Spalt geöffnet werden können, damit keine Flaschen mehr rausgeworfen werden können. Solche Flaschenwürfe haben in der Vergangenheit bereits Verletzte gefordert.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simon Küng am 29.06.2011 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wiederverwenden

    wieso nimmt man nicht einfach den demolierten zug das nächste mal beim FCB-Spiel hervor... Kann man halt nicht mehr sitzen. Selber schuld!

  • Michi am 30.06.2011 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Verursacher müssen zahlen

    Die SBB soll keine Fans mehr transportieren die Klubs und der Verband sollen Buse organisieren (mal sehen ob sie ein Unternehmen finden) und diese bezahlen. Kann nicht sein das der Steuerzahlen dafür bluten muss. Besonders der Verband sollte zur Kasse gebeten werden für die Arrogante Aussage von Herr Grimm: "Was ausserhalb der Stadien passiert interessiert uns (SFV) nicht". Also bezahlt dann die demolierten WC- Anlagen im Letzigrund? Wieder der Steuerzahler...

  • Sepp B. am 29.06.2011 21:54 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf mit Fussball.

    Hört doch endlich mit diesen unsäglichen Fussballspielen auf. Ist doch eh nur ein Tummelplatz gewalttätige Randalierer. Wärend die Abzockerspieler Millonen heuschen müssen wir Steuerzahler die Kosten tragen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Römi am 30.06.2011 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    altes bild

    also, da ja jedes wochenende anscheinend die züge komplett zerstört werden, könnte man doch mal ein aktuelleres bild als das vom 2004 verwenden, nicht? oder wird einfach mal wieder total übertrieben?

  • Michi am 30.06.2011 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Verursacher müssen zahlen

    Die SBB soll keine Fans mehr transportieren die Klubs und der Verband sollen Buse organisieren (mal sehen ob sie ein Unternehmen finden) und diese bezahlen. Kann nicht sein das der Steuerzahlen dafür bluten muss. Besonders der Verband sollte zur Kasse gebeten werden für die Arrogante Aussage von Herr Grimm: "Was ausserhalb der Stadien passiert interessiert uns (SFV) nicht". Also bezahlt dann die demolierten WC- Anlagen im Letzigrund? Wieder der Steuerzahler...

  • Rick Koch am 30.06.2011 05:09 Report Diesen Beitrag melden

    Das ewige Opfer SBB

    Ich glaube, dieses Verhalten wird eher durch die Allmacht der SBB gegenüber der Kundschaft provoziert und wird nur unter dem Vorwand von Fussball zur Expression gebracht. Ansonsten bin ich für die Einrichtung von Prügelparks, wo sich Menschen die willig sind treffen können um sich gegenseitig zu verprügeln. Die Menschen könnten sich abreagieren, und mann hätte etwas qualitativeres im Fernsehen zu sehen.

  • Christian Thommen am 30.06.2011 03:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sommerloch-Geschwafel

    Soso, der Veranstalter soll eine Kaution hinterlegen. Bei YB-Basel z. B. ist YB der Veranstalter, und die werden wohl kaum eine Kaution für den FCB-Extrazug hinterlegen. Auslöser für den neuesten Anti-Fussballfan-Hype war ein Extrazug aus dem Wallis an den Cupfinal, der Veranstalter war der SFV. Das müssen die Schlaumeier von SBB und BAV aber erst noch merken.

  • Pascal R. am 30.06.2011 01:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fans mit einbeziehen

    Wieso werden in diese diskussionen nicht auch fankultur arbeiter oder fans mit einbezogen?! Es ist klar dass die meisten politiker usw. Gegen die "chaoten" sind. Da viele personen die zeitung lesen und sich so leider ein völlig falsches bild machen. Ich hoffe es wird eine gute lösung gefunden dass auch ultras wie ich, gemütlich mit meinen freunden im extrazug sitzen kann und sich aufs spiel freuen können und nicht irgendwie in einem güterzug wie hir ein paar personen schreiben.