Tag der Arbeit

01. Mai 2017 06:47; Akt: 01.05.2017 07:03 Print

Gewerkschaften rufen zu gerechter Zukunft auf

An den 1.-Mai-Kundgebungen stehen gleich mehrere Themen im Zentrum: Job, Lohn, Gleichstellung und internationale Solidarität.

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Landauf und landab werden heute Reden gehalten: Kundgebung anlässlich des Tags der Arbeit in Zürich. (1. Mai 2016) (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Mit Umzügen, Musik, Unterhaltung und Reden feiert die Schweiz am Montag den Tag der Arbeit. Auf dem Programm stehen Auftritte von zahlreichen Gewerkschaftsvertretern sowie von Bundesrat Alain Berset und Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

Den diesjährigen Tag der Arbeit stellen die Schweizer Gewerkschaften gleich mehrere Themen ins Zentrum: Job, Lohn, Rente, Gleichstellung, internationale Solidarität – die Zukunft für Arbeitnehmende solle sozialer und gerechter werden, heisst es im Aufruf des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) zum 1. Mai.

Zu diesem Anlass wirbt der SGB speziell für die Rentenreform «Altersvorsorge 2020». Die Vorlage, über die das Stimmvolk am 24. September befindet, bringe nicht nur Abbau, sondern auch sozialen Fortschritt.

Sorgen bereitet dem SGB der Blick über die Landesgrenzen. Unter anderem die rechtsextremen Tendenzen in Europa. Oder in den USA die Wahl Trumps – ein Präsident, der den Herausforderungen nicht gewachsen sei, heisst es.

52 Veranstaltungen in 20 Kantonen

Überall in der Schweiz sind für den 1. Mai Feierlichkeiten und Reden geplant. In Zürich besammeln sich die Demonstranten am Vormittag auf dem Helvetiaplatz. Die Route führt über die Gessnerbrücke, den Bahnhofplatz, den Limmatquai bis zum Sechseläutenplatz, wo die traditionelle Schlusskundgebung stattfindet.

Sprechen werden der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard und Mithat Sancar, HDP-Abgeordneter im türkischen Parlament. In Bern startet der 1.-Mai-Umzug in der Kramgasse um 11 Uhr. Die traditionelle Feier findet anschliessend auf dem Bundesplatz statt.

Auf dem Programm steht unter anderem der Auftritt von Béatrice Stucki, wie der SGB auf seiner Website ankündigte. Sie ist Regionalsekretärin des Schweizerischen Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), SP-Grossrätin und Präsidentin des Gewerkschaftsbunds der Stadt Bern.

Ebenfalls in Bern erwartet wird Unia-Präsidentin und SGB-Vizepräsidentin Vania Alleva. Sie wird anschliessend nach Thun reisen und dort eine Ansprache halten. Auftritte von Paul Rechsteiner, SGB-Präsident und SP-Ständerat, werden zuerst in Baden und am Nachmittag in Rheinfelden erwartet.

SP-Bundesräte in Interlaken und Sitten

Bundesrat Alain Berset begibt sich am Abend nach Interlaken BE. Umrahmt wird Bersets Ansprache von Reden des Berner Regierungsrats Christoph Ammann und Urs Graf, SP-Grossrat und Interlakner Gemeindepräsident.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga wird am Vormittag nach Sitten reisen. Sie wird dort die Baustelle des «Campus Energypolis» besuchen und sich mit den Arbeitnehmenden austauschen. Jeanny Morard der Gewerkschaft Unia Wallis wird die Bundesrätin begrüssen.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René B. am 01.05.2017 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte an die Demonstranten

    Versucht doch einmal friedlich zu bleiben und keine Schäden zu verursachen.

  • Timmy am 01.05.2017 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wird nichts nützen

    Was den Schweizer Arbeitnehmern am meisten nützen würde, wäre eine deutliche Reduktion der Zuwanderung. Aber genau dagegen sind Linke ja...

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  • Bär am 01.05.2017 07:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abschaffung

    Der 1Mai hat sein Ursprung verloren und gehört abgeschafft !!Den es wir nur noch Demonstriert und Anderen die nicht der gleichen Meinung sind, Schäden zugefügt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Müller am 01.05.2017 21:01 Report Diesen Beitrag melden

    Tag der Widersprüche...

    Man muss sich nur das TV Interview anhören: Man sei für die Arbeiterschaft, hiess es... gleichzeitig ist man aber für die Globalisierung (also nicht das Zusammenwachsen über Zeit... sondern die künstlich beschleunigte Verdrängung von Grenzen, damit die Unternehmen möglichst billig produzieren und ohne Zölle importieren können). Tja, beides geht halt nicht. Im Hochlohn-Land Schweiz sind die "verpöhnten" nationalistischen Massnahmen wie "Inländervorrang" die einzig mögliche Richtung, wenn man den Arbeitern wirklich helfen will... Auf zwei Hochzeiten kann man nicht mehr tanzen.

  • Ueli am 01.05.2017 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Interessen der Arbeiter

    Viele Arbeiter haben das Gefühl die Linken haben ihre Wurzel aufgegeben, stimmt so nicht! Arbeiter waren noch nie gemässigte politische Wähler, in der Weimarer Republik waren es KPD und die rechtsextreme NSDAP die die Interessen der Arbeiter repräsentierten. Doch Arbeiter sind nicht immer die klassischen Büezer; Handwerkerjobs und das Baugewerbe werden von Schweizer gemieden. In Bürojobs tobt dagegen ein fanatischer Konkurrenzkampf und Perfektionierungsdruck, der Dienstleistungssektor wird immer beliebter, da man oft in Städten oder in der Nähe des Wohnortes arbeiten kann.

  • Nora am 01.05.2017 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schön wär's es ginge ohne

    Auch wenn die Mottos etwas fragwürdig waren, die Leute gehen wenigstens wieder vermehrt auf die Strasse. Irgendwann ist genug Heu unten und es gibt eine Revolution. Nur muss es leider bis dahin wohl noch schlimmer werden.

  • Thomy H. am 01.05.2017 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1.Mai - Tag der Arbeit(slosen)

    Liebe Leute: Wenn ihr Arbeit habt, könnt ihr euch glücklich schätzen. Dieser "Luxus" ist heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Meine Grossmutter pflegte zu sagen: "Harte Arbeit ist nicht hart, keine Arbeit ist hart."

  • Marx am 01.05.2017 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jo wa

    wie herzig. Alle Jahre wieder. Gerechtere Zukunft usw. Die SP hat ihre Wurzeln aus den Augen verloren. So wird das nix.