Vorstoss geplant

13. Februar 2019 20:06; Akt: 14.02.2019 08:00 Print

Glarner will öffentliches Betverbot für Muslime

Ein Tessiner fordert ein Betverbot für Muslime in der Öffentlichkeit. Die SVP-Nationalräte finden Gefallen am Vorstoss und fordern eine nationale Regelung.

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Giorgio Ghiringhelli gilt als Vater des Tessiner Burkaverbots. Jetzt will er noch einen Schritt weiter gehen: Ghiringhelli fordert ein Betverbot für Muslime in der Öffentlichkeit, wie «Nau» berichtet. Der Parteilose hat beim Tessiner Kantonsparlament eine Petition eingereicht.

Gefallen an der Idee finden auch die SVP-Nationalräte Andreas Glarner und Walter Wobmann. Sie arbeiten derzeit an einem nationalen Vorstoss. Für Glarner sei es wichtig, «als souveräner Staat frühzeitig einen Riegel vorzuschieben», sagt er zu «Nau».

«Wehret den Anfängen»

Das öffentliche Beten von Muslimen sei zwar noch kein Massenphänomen, sagt er. «Doch wenn wir ins Ausland gehen, sehen wir, was droht. In Belgien ist die Problematik mit muslimischen Ghettos heute schon aktuell», sagt Glarner. Auch Wobmann warnt mit «Wehret den Anfängen».

Das Thema werde an der nächsten Vorstandssitzung des Egerkinger Komitees angesprochen, sagt Wobmann. Das Komitee besteht fast ausschliesslich aus SVP-Exponenten und steht hinter der Minarett- und Burkaverbots-Initiative.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Toni Montana am 13.02.2019 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Dieser Glarner wird mir immer symphatischer!

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  • Menschenrechte VOR Religionsfreiheit am 13.02.2019 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so

    Jeder kann in seinem heiligen Haus, hier die Moschee, beten, zu Hause oder bei Freunden. Auf der Strasse hat Religion nichts verloren. Erst recht nicht wenn die Leute den Verkehr behindern was in vielen Orten am Ramadan vorkommt.

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  • Hugi am 13.02.2019 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beten in der Öffentlichkeit

    Wehret den Anfängen, sonst gibt's auch da die Salamirugelitaktik. Gibt man den kleinen Finger, wird der ganze Arm genommen. Wenn die Muslime beten wollen, ist das ihre Sache, aber bestimmt nicht in der Öffentlichkeit. Zur Schau stellen bringt keine Heilung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • R.G am 14.02.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lügen

    Bitte hört doch endlich auf mit dem Lügen. Die Schweiz wird immer als offenes und Tolerantes land hin gestelt wo alles Wilkommen ist alles wird Akzeptiert und Alles was vor 100J schlet war ist Heute Normal aber gegen eine Religion mus man sich natürlich wehren ist ja so eine Katastrophe wen ein Muslim betet. Hört auf zu Lügen und seit ehrlich zu euch selbst

  • Lesender Denker am 14.02.2019 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Unterschiede und Gemeinsamkeiten

    Also wenn ich mir das Christentum und den Islam so nebeneinander angucke, dann sehe ich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Kein Wunder - schliesslich sind beides abrahamistische monotheistische Religionen aus Westasien und kommen in ihren Schriften die gleichen Figuren vor (Adam, Eva, Abraham, Jesus etc.). Auch haben beide gemein, dass sie im indoeuropäischen Kontext fremd sind - also auch bei uns. Deshalb sollte man beide verbieten und entsorgen. Dann können wir uns auf unser reiches Kulturerbe zurückbesinnen, welches nach der christlichen Unterwerfung Europas beinahe verloren ging.

  • B. Kerzenmacher am 14.02.2019 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    In Ländern

    mit einer ordentlichen Justiz würde sich der/die Justizminister/in bei austickenden Muslimen fünf Minuten Sendezeit reservieren lassen und sagen: Was ihr in euren Ländern macht, ist eure Sache, aber hier lebt ihr nach unseren Regeln. Wenn also einer von euch meint, hier einen Sonderweg zu fahren oder gewalttätig auffällt, dem wird die Sozialhilfe gestrichen und anschliessend wird die gesamte Familie konsequent ausgewiesen. Überlegt euch gut, was ihr macht. Wir respektieren eure Gebräuche in euren Ländern, ihr respektiert unsere Gebräuche in unseren Ländern. Guten Abend.

  • Peter Schneider am 14.02.2019 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Begrüssung oder Gebet?

    Gilt dann eine Telefonat im Handy mit der Begrüssungsfloskel "Allahu Akbar" auch schon als Gebet? Will nur sagen, dass man solche Gesetze auch seltsam auslegen könnte. Zweitens: man darf nicht nur Muslimen Gebete verbieten, sondern gleich Anhängern aller Religionen. Das ist das Gleichheitsgebot.

  • Laurent C. am 14.02.2019 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Naja.

    Ich lebe in der Zürcher Agglo, wo der Anteil MigrantInnen relativ hoch ist und ganz ehrlich, ich habe noch nie jemanden auf der Strasse beten sehen, weder hier noch sonstwo in der Schweiz. Klassische Symbolpolitik einiger SVP-Exponenten, richtige Probleme (Krankenkassenprämien, Kinderbetreuung, teure Mieten, schwierige Wohnungssuche etc.) werde gekonnt umschifft.