Rega-Einsätze

01. April 2019 11:29; Akt: 01.04.2019 14:01 Print

Hier hängt ein Pilot am seidenen Faden

Wegen des schönen Wetters war die Rega am Wochenende über hundert Mal im Einsatz. Sie musste unter anderem einen Gleitschirmpiloten und einen Bergsteiger retten.

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Das schöne Wetter zog am Wochenende viele nach draussen. Für die Rega bedeutete das Hochbetrieb. Mehr als 100 Einsätze gab es am Samstag und Sonntag. Am häufigsten rückten die Retter zu verunglückten Wintersportlern aus, schreibt die Rega in einer Mitteilung vom Montag.

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Am Sonntag rutschte beispielsweise eine Schneeschuhläuferin am Col de Lys FR in der Nähe des Gipfels aus. Sie stiess mit einer zweiten Person zusammen, worauf beide rund 100 Meter tief stürzten und verletzt liegen blieben. Ein dritter Schneeschuhwanderer konnte einen Notruf absetzen, worauf gleich zwei Rega-Helikopter zu Hilfe kamen.

Bergsteiger stürzt 30 Meter ins Seil

Am Samstag verunglückte bei Malleray BE ein Gleitschirmpilot. Er blieb kopfüber in einem Baum hängen, nachdem sich der Schirm in den Ästen verfangen hatte. Die Rega-Helfer wurden bei diesem Einsatz von Bergrettern des Schweizer Alpen-Clubs SAC unterstützt, da die Situation keine Direktrettung mit dem Helikopter zuliess.

Ein Bergretter wurde deshalb mit der Rettungswinde in die Baumkrone abgelassen. Er konnte den Gleitschirmpiloten von oben sichern, seine Kollegen von unten. Schliesslich konnte der leicht Verletzte an einem Seilzug nach unten gelassen, medizinisch versorgt und ins Spital geflogen werden.

Bereits am Freitagnachmittag hatten die Rega-Retter zur Eigernordwand ausrücken müssen. Dort steckte eine Zweier-Seilschaft auf rund 3100 Metern fest. Einer der Bergsteiger war rund 30 Meter ins Seil gestürzt und hatte sich verletzt. Sein Begleiter konnte zu ihm absteigen und einen Notruf absetzen. Die beiden konnten schliesslich aus der steilen Wand gerettet werden.

(vro)