Beschwerde abgelehnt

21. Oktober 2013 14:19; Akt: 21.10.2013 14:23 Print

Greenpeace-Aktivist Weber bleibt in U-Haft

Das zuständige russische Gericht hat eine Beschwerde gegen die Inhaftierung des Schweizer Greenpeace-Aktivisten Marco Weber abgelehnt. Er muss bis am 24. November in Haft bleiben.

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Die aus russischer Haft freigekommene argentinische Greenpeace-Aktivistin Camila Speziale fordert am 28. Dezember 2013 eine Entschuldigung von Russland für die wochenlange Inhaftierung. Mit dem Australier Colin Russell kam am der letzte Greenpeace-Aktivist frei. Am Morgen des kann der Schweizer Greenpeace-Aktivist Marco Weber das Gefängnis verlassen. Damit ist Weber zwei Tage nach der Ankündigung, die Kaution sei für ihn bezahlt worden, auf freiem Fuss. Wann und ob er überhaupt ausreisen darf, bleibt aber noch unklar. Am hat die russische Justiz den Greenpeace-Aktivisten Marco Weber gegen Kaution freigelassen. Einem nach dem anderen gewährt die russische Justiz den Mitgliedern der «Arctic 30» die Freiheit gegen Kaution. Zuletzt waren das Die Kaution beträgt jeweils 2 Millionen Rubel (über 56'000 Franken). Am Abend des gegen Kaution freizulassen. Etwas früher am gleichen Tag wurde bereits die Ärztin Jekaterina Saspa gegen Kaution freigelassen. Über die weiteren Fälle soll im Laufe der Woche entschieden werden. Auch der russische Fotograf Denis Sinyakov wurde gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt. Trostlos: Die 28 Greenpeace-Aktivisten und zwei Journalisten, die nach einer Protestaktion in der Arktis inhaftiert worden waren, werden am 11. November vom nördlichen Murmansk nach St. Petersburg verlegt. Selbst Wachhunde sind im Einsatz. Am 21. Oktober haben die Niederlande den Internationalen Seegerichtshof in Hamburg angerufen, um Russland zur Freilassung der in Murmansk inhaftierten Greenpeace-Aktivisten zu bewegen. Doch Russland will den Prozess boykottieren, wie die Regierung zwei Tage später, am 23. Oktober, mitteilte. Marco Weber bleibt weiter in Haft: Das Gericht in Murmansk hat die Beschwerde gegen die Inhaftierung des Schweizer Aktivisten abgelehnt, wie Greenpeace am 21. Oktober 2013 mitteilte. Mit diesem Schreiben meldet sich der Schweizer Greenpeace-Aktivist Marco Weber erstmals zu Wort. In der Sonntagspresse vom 13. Oktober 2013 berichtet Weber aus Murmansk: «Macht euch keine Sorgen um mich - vorerst.» Am 4. Oktober nahmen Vertreter von Greenpeace und der Vater des verhafteten Schweizer Aktivisten Marco Weber in Zürich Stellung zu der Aktion in Russland und den Folgen. Eduard Weber sagte, die Situation sei für Marcos Familie sehr schwer. Marco sei aber nicht leichtsinnig gewesen und habe gewusst, dass er ein Risiko eingehe. Tags zuvor hat ein russisches Gericht angeordnet, die Untersuchungshaft für mehrere der 30 Greenpeace-Aktivisten zu verlängern. Davon ist auch Marco Weber betroffen. Der 28-Jährige muss für zwei Monate in Untersuchungshaft, wie Greenpeace auf Twitter mitteilte. Insgesamt müssen acht Greenpeace-Aktivisten bis zum 24. November hinter Gitter: Neben dem Schweizer sind dies der US-amerikanische Kapitän der «Arctic Sunrise», Peter Willcox, ... ... der neuseeländische Mechaniker Jonathon Beauchamp, ... ... die Niederländerin Faiza Oulahsen, ... ... der Ukrainer Ruslan Yakushev, ... ... die Finnin Sini Saarela, ... ... der Franzose Pisanu Francesco Pierre und ... ... der australische Bordfunker Colin Russell. Russlands Präsident Vladimir Putin sagte, die Aktivisten hätten gegen internationales Recht verstossen. Am 20.09. begann die russische Küstenwache mit dem Abschleppen der Arcitic Sunrise, am traf die Crew in Murmansk ein. Am 20. September 2013 demonstrierten laut Greenpeace 75 Aktivisten vor der russischen Botschaft in Bern gegen die Verhaftung des Schweizers Marco Weber und weiterer Umweltschützer in der Arktis. Insgesamt habe es Protestaktionen in rund 30 Ländern gegeben. Am 18. September 2013 hatten Marco Weber (hier im Hintergrund beim Hochklettern des Schiffs) und eine Greenpeace-Aktivistin aus Finnland die Gazprom-Ölplattform Priraslomnaja geentert. Sie wurden von Wachen gestoppt, während die russische Küstenwache ihre Helfer mit gezogenen Waffen in Schach hielt. Marco Weber (28) wurde verhaftet und auf das Schiff der Küstenwache gebracht. Er befindet sich noch bis im November in Untersuchungshaft. Die vermummten Sicherheitskräfte zückten Waffen und Messer und drohten sogar damit, die «Arctic Sunrise» zu beschiessen, wenn die Aktivisten mit ihr das Gewässer nicht sofort verliessen. Sie sollen elf Warnschüsse abgegeben haben. Laut Greenpeace stürmten die Grenzschützer am 19. September dann die «Arcitic Sunrise». Der russische Inlandsgeheimdienst FSB rechtfertigte die Aktion damit, dass eine «reale Gefahr» für die Plattform bestanden habe. Die russischen Sicherheitskräfte seilten sich von Helikoptern auf die Arctic Sunrise ab. Dort bedohrten sie die Aktivisten mit gezogenen Waffen. Die Aktivisten liessen sich widerstandslos festnehmen. Indem sie die Ölplattform hochkletterten, wollten die Greenpeace-Aktivisten gegen die Bohrungen in einem «ökologisch sensiblen Gebiet» protestieren. Ein Ölunfall würde dort eine Umweltkatastrophe anrichten. Mehr Erfolg hatten die Aktivisten 2012, als es sechs von ihnen gelang, die Plattform Priraslomnaja für mehrere Stunden zu besetzen.

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Das russische Gericht in Murmansk hat die Beschwerden des Schweizer Aktivisten Marco Weber und der finnischen Aktivistin Sini Saarela gegen ihre Inhaftierung abgelehnt. Dies teilte Greenpeace am Montag mit. Sie müssen demzufolge beide bis zum 24. November in Untersuchungshaft bleiben.

Nach dem Protest gegen Ölbohrungen in der Arktis waren 28 Aktivistinnen und Aktivisten sowie je ein freischaffender Fotograf und Filmer wegen «bandenmässiger Piraterie» angeklagt worden. Die Anwälte der Inhaftierten hatten in ihrer Beschwerde eine Freilassung gegen eine Kautionszahlung beantragt.

«Sie sind politische Gefangene»

«Es gibt absolut keine Rechtfertigung für die fortbestehende Inhaftierung von Aktivistinnen und Aktivisten, die mit friedlichen Mitteln protestierten», sagt Greenpeace-Chef Kumi Naidoo. Sie würden für ein Verbrechen angeklagt, das nie begangen worden sei. «Sie werden festgehalten, obwohl niemand sie für schuldig hält. Sie sind politische Gefangene und als solche trägt die Welt Verantwortung für sie», so Naidoo. «Wir werden uns nicht einschüchtern lassen. Wir werden unseren friedlichen Protest gegen Gazprom und andere Ölkonzerne, die in der Arktis nach Öl bohren wollen, nicht aufgeben.» Bereits 1,5 Millionen Menschen haben eine Protestmail an russische Botschaften geschickt.

Die Besatzungsmitglieder der Arctic Sunrise hatten am 18. September an einer Gazprom-Ölplattform in der russischen Petschorasee protestiert und waren daraufhin festgenommen worden.

(lüs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • thomas am 21.10.2013 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das ist eben nicht schweizer kuschel-knast

    das ist eben nicht schweizer kuschel knast mit 20 grad, 30 tv kanälen, wunschmenü, eigene toilette, kühlschrank im zimmer, gym, tennisplatz, internet, drogen, kaffee und kuchen. BRAVO russland. wenn wir solche gefängnisse hätten, wäre die importierte kriminalität sicher nicht so hoch

  • Roland Kämpe am 21.10.2013 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Auch Ökoterroristen müssen die Konsequenzen ihres Handelns tragen. Und Russlands Reaktion war wohl für niemand eine Überraschung.

    einklappen einklappen
  • Waggis am 21.10.2013 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Auch wir (CH) hätten die Greenpeache nach der Aktion in Basel ins Gefängnis werfen sollen. Aber nein bei uns ist ja die Samthandschuhmentalität. Diese Gruppierungen meinen sie können sich einfach alles erlauben. Nun müssen diese eben mit der realen Konsequnz leben. Ist auch gut so. Ansonsten artet diese ewicge Rechthaberische Art aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • yasi am 21.10.2013 18:39 Report Diesen Beitrag melden

    Bikini im Iran tragen

    Ich weiss dass Frauen im Iran nicht offen rumlaufen dürfen / sollen. Ich finde das entsetzlich, aber deswegen gehe ich nicht trotzdem dahin und protestiere/provoziere als Frau mit halbnacktem Körper. Wenn man mich in den Knast steckt und sogar foltern würde, wäre ich selber Schuld. Aber auf solche dummen Ideen komme ich erst gar nicht.

  • daniel Hofer am 21.10.2013 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Reality Check

    Möglicherweise wird dieser Schnuderi im kalten Murmansk jetzt am eigenen Leib erfahren, wie sich das Leben ohne Heizung und ohne Licht so anfühlt. Ob er dann immer noch so fest an Doris's Sonnenkollektoren bzw. Windräder glaubt???

  • Paul Carstens am 21.10.2013 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so

    Das ist genau der richtige Weg. Greenpeace gehört verboten. Was die unter dem Deckmantel des Umweltschutzes an Aktionen durchführen verstößt in den betroffen Staaten in aller Regel gegen geltendes Recht und gehört bestraft. zudem bringen diese sogenannten Aktivisten sich und andere Menschen in Gefahr.

  • l.a01 am 21.10.2013 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ehm...

    "Es gibt absolut keine Rechtfertigung für die fortbestehende Inhaftierung von Aktivistinnen und Aktivisten, die mit friedlichen Mitteln protestierten". Ein Schiff gewaltsam einnehmen ist in den Augen von Greenpeace also keine Straftat?! Und was heisst bis am 24. November... Ich dachte eher an 15 Jahre!

  • egon am 21.10.2013 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    terror wahn...!

    also mal ehrlich... was hat das ganze mit terrosrismus zu tun? jeder 2. bezeichnet die leute als terroristen, gehts noch? ich will damit nicht sagen sie seien unschuldig, aber sie sind wohl kaum terroristen! oder wird eine raser auch als terrorist abgean? ein einbrecher als terrorist angeklagt? kommt mal wieder runter, das war ein friedliche gewaltlose protestaktion.