Influenzaviren

15. Januar 2020 13:53; Akt: 15.01.2020 15:59 Print

Grippewelle rollt über die Schweiz

Zahlreiche Menschen in der Schweiz leiden an der Grippe. Der epidemische Schwellenwert wurde bereits überschritten.

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Auf den ersten Blick ähneln sich die typischen Symptome von Grippe und Erkältung sehr. Auch die Art der Ansteckung verläuft gleich: über Tröpfcheninfektion. Doch es gibt Unterschiede zwischen den beiden Virenerkrankungen. Welche das sind, zeigen die folgenden Bilder. Eine Infektion mit Rhinoviren entwickelt sich in der Regel schleichend. Erste Anzeichen sind ein Kribbeln in der Nase, ... ... Niesanfälle und ... ... wässriger Schnupfen, der später fest und gelb-grün werden und die Nase verstopfen kann. Darauf folgen meist Halsschmerzen, Heiserkeit und trockener Reizhusten. Das Fieber bleibt jedoch unter 38 Grad Celsius. Das Gute an einer Erkältung? Die auch grippaler Infekt genannte Infektion ist durchschnittlich nach sieben bis neun Tagen wieder vorbei. Dafür hat man sie als Erwachsener bis zu viermal im Jahr, Kinder bekommen sie sogar noch öfter. Eine Infektion mit Influenza-Viren kommt plötzlicher, führt zu stärkeren Symptomen und dauert deutlich länger. Aber der Reihe nach. Die Beschwerden treten plötzlich auf. Innerhalb weniger Stunden steigt das Fieber auf bis zu 40 Grad an und wird dabei von ... ... Gliederschmerzen und Schüttelfrost sowie ... ... Schwitzanfällen begleitet. Schnupfen ist dagegen eher selten oder tritt weniger stark ausgeprägt auf. Auch Halsschmerzen kommen bei an Grippe Erkrankten so gut wie nie vor. Typisch ist dafür die rasch auftretende, heftige Entkräftung und starke Gliederschmerzen. Eine Grippe dauert auch deutlich länger als Erkältungen: Bis zu drei bis sechs Wochen kann es dauern, bis man wieder ganz hergestellt ist. Doch es kann auch zu einer Folgeinfektion wie wie Mittelohr-, Stirnhöhlen- und Kieferhöhlenentzündung oder entzündeten Mandeln kommen. In jedem Fall ist es wichtig, sich gut auszukurieren. Ansonsten können die Beschwerden chronisch werden.

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Die Grippewelle hat die Schweiz spät erreicht. Grippeähnliche Erkrankungen sind laut dem Lagebericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) per 14. Januar schweizweit verbreitet. Die Inzidenz ist steigend.

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In der zweiten Januarwoche wurden von 156 Ärztinnen und Ärzten des Sentinella-Meldesystems 12,1 Grippeverdachtsfälle pro 1000 Konsultationen gemeldet, wie den aktuellen BAG-Zahlen vom Mittwoch zu entnehmen ist. Das entspricht hochgerechnet 95 Fällen pro 100'000 Einwohner.

15- bis 29-Jährige sind am meisten betroffen

Der saisonal epidemische Schwellenwert von 69 Grippeverdachtsfällen wurde somit überschritten. Im Vorjahr hatte die Grippewelle die Schweiz in der zweiten Januarwoche erreicht. 2018 war die Grippeepidemie bereits im Dezember ausgebrochen.

Die Inzidenz war per 14. Januar 2020 in der Altersklasse der 15- bis 29-Jährigen am höchsten. Die Grippe trat weit verbreitet in den Westschweizer Kantonen Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis auf.

Keine Influenzaviren in Graubünden und im Tessin

Verbreitet gab es Grippefälle in allen übrigen Kantonen mit Ausnahme von Graubünden und Tessin. In den beiden letztgenannten Kantonen waren laut BAG in den vergangenen zwei Wochen alle Abstriche negativ. In fast allen Regionen und Altersgruppen ist die Inzidenz steigend.

In Europa meldeten laut BAG in den vergangenen Wochen die meisten Länder eine mittelhohe Aktivität der grippeähnlichen Erkrankungen. Der Trend ist in fast allen Ländern steigend.

Influenzaviren zirkulieren vor allem in der kalten Jahreszeit und verursachen praktisch jeden Winter eine Grippewelle. Die Intensität und der Schweregrad der Grippewelle sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

In der Schweiz führt die Grippe laut BAG jedes Jahr zu 112'000 bis 275'000 Arztkonsultationen (gemäss Überwachungssystem Sentinella). Aufgrund von Krankheitskomplikationen kommt es ausserdem zu mehreren tausend Hospitalisationen und zu mehreren hundert Todesfällen. Davon betroffen sind vorwiegend Menschen mit einem erhöhten Risiko für Grippekomplikationen, etwa Schwangere, Frühgeborene, ältere Menschen und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jammeri am 15.01.2020 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mich stört eher

    das jeder mit Medi vollgepumpt noch arbeiten geht. Schlussendlich sind dann alle angesteckt.

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  • Der Flatulenzer am 15.01.2020 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Die Originalen

    Das sind mal richtige Influencer !

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  • Tramonto am 15.01.2020 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Viren gleichzeitig

    Ich bin schon seit Tagen reingeraten und komme da irgendwie nicht raus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Blasius am 17.01.2020 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Notfall

    Habe mich seit vielen Jahren wieder impfen lassen, weil es mich letzten Januar brutal erwischt hat, musste sogar notfallmässig ins Spital.

  • MARK P am 16.01.2020 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gähn

    Genauso langweilig wie das Wetter. Gähn alle Jahre wieder..

  • TONI TABASCO SCHLAWIN am 16.01.2020 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Influenzavieren in Graubünden

    Auch Viren haben Ihren Stolz darum befalken sie keine Bündner

  • Schweizer am 16.01.2020 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer jammern

    Also es ist immer wieder verwunderlich wie jedes Jahr Leute am jammern sind was die Grippe angeht. Man sollte es einfach nehmen wie es kommt. Die einen erwischt es, die anderen halt nicht. Nur nicht immer darüber jammern. Es gibt warhaftig andere Probleme auf unserem Planeten als solch eine pillepalle, über die man mehr diskutieren müsste...

  • anna am 16.01.2020 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    Oha, dann beziehen bei uns in der Bundesverwaltung einige die schon fast obligate Grippewoche (Zeugnis erst ab dem 5. Arbeitstag) Da werde ich am Montag mal ganz früh im Büro sein um alles erledigen zu können. Danke für den Hinweis.