Epidemie

22. Dezember 2016 09:43; Akt: 22.12.2016 09:43 Print

Grippewelle schon früh in der Schweiz angekommen

Just in der Woche vor den Feiertagen hat sich die Grippewelle in der Schweiz ausgebreitet. Sie ist damit früher in der Schweiz angekommen als in den beiden Jahren zuvor.

Bildstrecke im Grossformat »
Die Grippewelle hat die Schweiz im Griff. Laut Medizinern ist eine Impfung das Einzige, das wirklich hilft. Sie können es den Viren aber etwas schwerer machen. Mit den folgenden Tipps dürften das gelingen. Waschen Sie Ihre Hände und waschen Sie sie oft. Probanden, die während einer Untersuchung ihre Hände fünfmal pro Tag wuschen, reduzierten ihre Grippeanfälligkeit um 45 Prozent. Waschen Sie Ihre Hände nicht ein-, sondern zweimal. Denn nach einmaligem Waschen, so Forscher, seien Viren und Bakterien - auch mit spezieller Seife - noch nicht weggewaschen. Sehr viele Menschen waschen nach dem Klo-Besuch ihre Hände nicht. Nehmen Sie also, um die Tür nach dem Händewaschen zu öffnen, ein Papiertuch, damit sie nicht mit dem verseuchten Türgriff in Berührung kommen. Das Grippevirus wird zwar auch durch Küssen oder Husten übertragen, am meisten aber durch Hand-zu-Hand- oder Hand-zu-Objekt-Kontakt. Desinfizieren Sie also auch unterwegs oder am Arbeitsplatz Ihre Hände. Mit Tüchlein oder mit flüssigem Mittel. Benützen Sie, um sich die Augen zu reiben, nicht ihre Fingerspitze, sondern ihren Knöchel. Auf ihm sitzt das Grippevirus seltener. Geben Sie nicht immer sich selber die Schuld an allem! Menschen mit weniger Selbstvertrauen erkranken öfter an Grippe als andere. Zurückzuführen ist dies darauf, dass Stress nicht gut fürs Immunsystem ist. Platzieren Sie in der Grippe-Zeit Taschentücherboxen überall dort, wo Menschen sind. In der Wohnung, am Arbeitsplatz, im Auto. Niest dann jemand in Ihrer Nähe, tut er dies sehr wahrscheinlich in ein Taschentuch und mindert so die Ansteckungsgefahr. Reduzieren Sie die Raumtemperatur um fünf Grad. In der trockenen Luft eines überheizten Raumes fühlen sich die Viren pudelwohl. Installieren Sie zusätzlich einen Luftbefeuchter. Kaufen Sie sich ein Hygrometer. Es misst die Luftfeuchtigkeit. Unter 40 Prozent ist die Luft zu trocken und Sie sind anfällig auf Viren, über 60 Prozent bedeutet, dass sich Schimmel bilden wird. Um die 50 Prozent ist perfekt. Einmal die Woche ab in die Sauna. Denn, so eine Studie, erkranken Menschen, die einmal pro Woche saunieren, 50 Prozent weniger häufig an Grippe. Unglaublich, hilft aber: Atmen Sie regelmässig die heisse Föhn-Luft ein. Den Föhn dazu auf warm (nicht heiss) stellen und eine Armlänge vom Gesicht entfernt halten. Atmen Sie so lange Sie können durch die Nase ein, am besten während 20 Minuten. Die tägliche Knoblauch-Ration hält nicht nur die Grippe fern. Sollte das Virus nämlich trotzdem zuschlagen, waren die Symptome bei Knoblauch-Essern viel weniger schlimm. Einmal pro Tag setzen Sie sich in einen abgedunkelten Raum, schliessen die Augen und denken an ein bestimmtes Wort. Meditation macht frei von Stress. Und stressfreie Menschen erkranken weniger schnell. Handtücher müssen in der Grippe-Saison alle drei bis vier Tage gewechselt werden. Waschen Sie sie heiss, um die Viren abzutöten. Reinigen Sie allabendlich Ihre Fingernägel. Dort krallen sich nämlich die bösen Viren fest! Joghurt-Esser erkranken in der Regel viermal seltener als Nicht-Joghurt-Esser. Essen Sie jeden Tag einen Becher - starten Sie diese Gewohnheit im Sommer, damit Ihr Immunsystem bis im Winter voll widerstandsfähig ist.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ärztinnen und Ärzte, die dem Meldesysteme für übertragbare Krankheiten (Sentinella-Meldesystem) angeschlossen sind, müssen die Verdachtsfälle auf Grippe melden. In der aktuellen Woche haben Ärztinnen und Ärzte in 8,5 Fällen von 1000 Konsultationen die Grippe vermutet, wie das Bundesamt für Gesundheit bekannt gab.

Dies entspricht 71 von 100 000 Einwohnern. Damit ist der Wert, ab welchem die Behörden von einer Epidemie sprechen, übertroffen. Dieser liegt bei 64 Fällen pro 100 000 Einwohner. Gegenüber den Wintermonaten der beiden Vorjahre ist dies viel früher. Damals wurde der Schwellenwert erst im neuen Jahr um die Woche sechs erreicht.

Fieber, Husten, Schmerzen

In der Schweiz müssen derzeit mehr Menschen wegen der Grippe das Bett hüten als anderswo: Sowohl in Europa als auch in Nordamerika und Asien war die Grippeaktivität in der Vorwoche noch niedrig, wenngleich die Tendenz steigend war. Einzig in Frankreich und Österreich wurde eine mittlere Aktivität festgestellt.

Plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten, Hals- und Schluckweh sowie Kopf- und Gliederschmerzen deuten darauf hin, dass sich die Grippeviren im Körper eingenistet haben. Wer mit diesen Symptomen in die Arztpraxis geht, muss sich in der Regel von der Ärztin oder dem Arzt bei einem Nasenrachenabstrich im Rachen kitzeln lassen.

Wöchentliche Berichte

Der Abstrich wird ans Nationale Referenzzentrum für Influenza (Grippe) geschickt. Dieses meldet bestätigte Fälle anschliessend dem BAG, das die Beurteilung der Grippeausbreitung in der Schweiz vornimmt.

Mit dieser Beurteilung erstattet das BAG zwischen Oktober und April einmal wöchentlich Bericht über den Stand der grippeähnlichen Erkrankungen. So können die Bevölkerung und Ärzte über das Eintreffen der Grippewelle informiert und genügend Impfstoffe bereitgestellt werden.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • p.s am 22.12.2016 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur wenn nötig

    aber bitte nicht gleich zum arzt rennen wenn man ein bisschen halsweh hat...

    einklappen einklappen
  • Zlottl am 22.12.2016 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Irreführende Aussagen

    Die Grippeimpfung wirkt eben oftmals schlecht oder gar nicht, weil der Virenstamm, mit dem man vor Monaten den Impfstoff hergestellt hat, nicht mit dem jetzt auftretenden Erreger übereinstimmt. Die Impfung als "einziges Mittel, das wirklich hilft" darzustellen, halte ich für irreführend und unseriös.

    einklappen einklappen
  • carmen diaz am 22.12.2016 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    gerade noch...

    ...von "experten" auf mitte/ende januar prognostiziert, und jetzt sowas. das geht doch nicht, die kann doch nicht zu früh kommen...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heiner Heiter am 23.12.2016 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Impfung wogegen?

    Letztes Jahr Grippeimpfung und dieses Jahr auch schon gemacht. 10 Tage danach platt mit 40 Grad Fieber. Sei die neue Grippe. Da lachen ja die Hühner.

  • geplagte Frau am 23.12.2016 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Mann und Grippe

    Bitte, lasst uns kollektiv beten dass unsere Ehemänner bzw. Partner dieses Jahr keine Erkältung kriegen (gar nicht erst zu sprechen von einer Grippe) sonst profitieren sie wieder vom sekundären Krankheitsgewinn und degradieren uns zu ihren Krankenschwestern und Pflegerinnen. Ich hatte das "Vergnügen" letzte Jahr, er hatte 37,5 "Fieber" Halsschmerzen und Husten da sagte er er können sicher nicht aufstehen und ob ich nicht zu Hause bleiben könne um Tee zu kochen....heheheehhe

    • Heinz Maier am 23.12.2016 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      @geplagte frau

      also mit 37.5grad habe ich für meine verhältnisse schon relativ starkes fieber. meine norm-temperatur ist normalerweise um die 36grad. sollte man schon nicht so verallgemeinern :)

    einklappen einklappen
  • J.G am 22.12.2016 19:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grippe

    ..3 Tage kommt sie 3 Tage bleibt sie 3 Tage geht sie...mit und ohne Medikamente..

    • Berichtiger am 23.12.2016 09:58 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch!

      Das ist bei einer Erkältung so, nicht aber bei einer Grippe! Denn die Grippe setzt schlagartig ein.

    einklappen einklappen
  • Zusette Nef am 22.12.2016 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Impfen

    Mein Mann hat eine Grippe Infung ,und jetzt hat er die Grippe,vor 2 Jahren auch Impfung Grippe,ich würde mich nie Impfen lassen und bin 74,J,ich hatte in meinem Leben erst 2 x eine Grippe, auch nie krank.

  • Hofnarr am 22.12.2016 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    bewunderung

    finde es bemerkenswert wie menschen mindestens einmal im jahr krank werden, ich schaff das höchstens alle 3 jahre für 2 tage.