Greenpeace-Aktivist

09. November 2013 13:04; Akt: 09.11.2013 15:56 Print

Grüne würdigen inhaftierten Marco Weber

An ihrer Delegiertenversammlung in Zürich haben die Grünen Marco Weber Respekt gezollt. Der Greenpeace-Aktivist sitzt seit Wochen in einem russischen Gefängnis.

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Bastien Girod, Markus Knauss und Co-Praesidentin Regula Rytz (v.r.) am Podiumsgespräch über Verkehrspolitik an der Delegiertenversammlung im Zürcher Volkshaus. (Bild: Keystone)

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Die Grünen haben sich an ihrer Delegiertenversammlung vom Samstag in Zürich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: In Zukunft sollen auf Schweizer Strassen nur noch Fahrzeuge unterwegs sein, die von «grünem Strom» betrieben werden.

Verbrennungsmotoren sollen bis 2050 verschwinden.

Die Delegierten stimmten der Resolution «Klimaschutz: Aktionsplan Mobilität» mit 103 zu 27 Stimmen bei 9 Enthaltungen zu. Erreicht werden soll der Null-Emissions-Verkehr unter anderem mit einem Bonus für Elektrofahrzeuge. Finanziert werden soll dieser durch eine Erhöhung der Auto-Importsteuer.

Weitere Massnahmen auf dem Weg zum CO2-freien Verkehr sind nach Ansicht der Grünen die Umwandlung von herkömmlichen Parkplätzen zu Elektroparkplätzen, zu denen immer auch eine Ladestation gehören soll. Zudem fordern sie ein Mobility-Pricing, das auf Basis von Fahrleistung und Energieverbrauch berechnet werden soll.

Ja zu FABI Nein zur Abtreibungsinitiative

An ihrer Delegiertenversammlung fassten die Grünen ausserdem die Parolen für die Abstimmungen vom 9. Februar. Ein einstimmiges Nein gab es für die Initiative «Abtreibung ist Privatsache». Diese Vorlage aus religiös-konservativen Kreisen fordert, dass Abtreibungen nicht mehr von der obligatorischen Krankenversicherung bezahlt werden.

Mit einer einzigen Ja-Stimme und einer Enthaltung lehnten die Delegierten die SVP-Initiative «Gegen Masseneinwanderung» ab, die verlangt, dass die Zahl der Aufenthaltsbewilligungen durch jährliche Höchstzahlen und Kontingente begrenzt wird.

Ja sagen die Grünen hingegen zur Finanzierung und dem Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI). Diese Vorlage beinhaltet einen Bahninfrastruktur-Fonds sowie Ausbauten in der Höhe von 6,4 Milliarden Franken bis 2025.

Applaus für Greenpeace-Aktivist Marco Weber

Zu Beginn der Delegiertenversammlung würdigten die Grünen den Schweizer Greenpeace-Aktivisten Marco Weber, der in Russland im Gefängnis sitzt. Mit langem Applaus und einer Standing Ovation forderten sie seine Freilassung.

«Der Mut von Weber und seinen Mitstreitern verdient vollen Respekt und unsere volle Unterstützung», sagte Co-Präsidentin Adèle Thorens. Die Aktivisten hätten nichts anderes gemacht, als friedlich die allgemeine Besorgnis um den Planeten und das Klima auszudrücken.

Co-Präsidentin Regula Rytz ermutigte die Delegierten dazu, sich für sinnvolle Technologien einzusetzen, um Klimaschäden abzuwenden. «Dies auch im Namen von Marco Weber und den anderen Aktivisten, die Monate, vielleicht Jahre im Gefängnis verbringen müssen, weil sie nicht akzeptieren, dass der Hunger nach Öl die Arktis zerstört.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. No am 09.11.2013 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Wer illegal handelt der Muss damit rechnen das so etwas die Konsequenz sein kann!

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  • Thim am 09.11.2013 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Batterie in Elektroautos

    Elektroautos haben eine Batterie. Diese Batterie ist gigantisch gross, sie muss ja auch das Auto antreiben. Gigantisch grosse Batterien sind gigantisch umweltschädigend. Schädlicher als bezinbetriebene Autos.

    einklappen einklappen
  • Xaver Gobet am 09.11.2013 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld sind immer die anderen!

    Er soll nur harte Strafen kriegen habe kein bedauern hier sind sie in Russland und nicht in der Schweiz!Dort wird härtere Massnahmen ergriffen. Die Greenpeace Aktivisten haben dort nichts zu suchen.Jetzt kann er selber die Verantwortung übernehmen!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marlis am 10.11.2013 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    GRÜNE NICHT MEHR WÄHLBAR

    so einfach ist die Sache

  • Grünenkritiker am 10.11.2013 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ach, die Grünen

    Wieso sollte man diese konzeptlose Partei noch wählen? Ja, es war wichtig dazumals auf die Umweltprobleme aufmerksam zu machen, aber heute nehmen die doch nur den erfahreneren und umweltpolitisch geschulten SP-Politikern die Sitze weg. Lieber eine starke SP als diese stehengebliebene Partei.

  • Silver am 10.11.2013 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Träumer und Ideologen

    Ursprünglich hatte ich noch Sympathie für die Grünen. Je länger, desto weniger aber. Hirnrissige Ideen auf Kosten der Steuerzahler (Milliarden-Subventionen) und des Standortes Schweiz (nicht mehr konkurrenzfähige Industrie); konzeptloses fabulieren und Probleme ins Ausland verschieben (Kohlekraftwerke-Renaissance); Torpedierung der eigenen Infrastruktur. Und nun noch Glorifizierung von Gesetzesbrechern; auch wenn es in internationalen Gewässern stattfand, Eigentum bleibt Eigentum!

    • meteox am 10.11.2013 20:57 Report Diesen Beitrag melden

      Heute hats geregnet

      Waren wahrscheinlich auch die Grünen schuld.

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  • urs am 10.11.2013 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fremdes eigentum

    wer eine gute erziehung genossen hat weiss was eigentum ist! das gilt auch für greenpeace. oh schreck das gejammer um die aaktivisten, ich hoffe mal das urteil bleibt dann, so haben sie genug zeit sich solche aktionen genauer zu überlegen. wenn ich unsere schweizer justiz sehe, kann ich nur sagen daumen hoch für putin.

  • Mike am 10.11.2013 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage!

    Dürfen dann keine ausländische Benziner in der Schweiz fahren???