Wahlversprechen

07. Februar 2013 12:05; Akt: 07.02.2013 14:19 Print

Haben Ihre Volksvertreter Wort gehalten?

Andy Tschümperlin ist der standhafteste Schweizer Politiker, Margrit Kessler die Wankelmütigste. Was ist mit den anderen Nationalräten? Sehen Sie hier die – fast – komplette Liste.

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Sind Sie Zürcher und Wähler der SVP? Dann haben Sie Pech gehabt – zumindest, wenn sie erfahren wollen, ob ihre Favoriten die Wahlversprechen halten: Viele prominente Vertreter der Rechtspartei haben den Smartvote-Fragebogen gar nicht ausgefüllt, etwa Christoph Blocher, Christoph Mörgeli oder Toni Bortoluzzi. Die Transparenz, die sie von den Ständeräten und ihrer «Dunkelkammer» einfordern, mögen die SVP-Schwergewichte selber nicht herstellen.

182 von insgesamt 200 Nationalrätinnen und Nationalräte haben jedoch ein Smartvote-Profil. In unserer Liste können Sie schauen, wer in 27 ausgewählten Abstimmungen am nächsten bei seinen Wahlversprechen geblieben oder am weitesten davon abgewichen ist. Zwischen dem Musterknaben Andy Tschümperlin (SP) und der grünliberalen Umfaller-Königin Margrit Kessler gibt es eine grosse Bandbreite.

Scrollen Sie unten - oder hier - durch die Liste; wenn Sie auf einen Namen klicken, erscheint die detaillierte Abstimmungsstatistik.

Lesen Sie später das Interview mit Daniel Schwarz, in dem der Politologe erklärt, warum ein Politiker nicht unbedingt standfest sein muss – und auch Kompromissfähigkeit eine wichtige Tugend ist.

(hhs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René am 07.02.2013 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunder gibt es immer wieder

    Wieso wählen wir Politiker die nur die Hälfte anwesend sind und von dieser Hälfte nicht mal wissen was sie abstimmen?

  • Freddy Meyer am 07.02.2013 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Smartvote

    Viele Kommentarschreiber sprechen hier von Kompromisslosigkeit, sturen Ideologien und weiterem. Dabei geht es um etwas völlig anderes. Smartvote wurde von vielen Politikern ''missbraucht'' ihre Meinung möglichst mehrheitsfähig darzustellen, um eine möglichst grosse Übereinstimmung mit potenziellen Wählern zu erreichen. Diese transparente Rangliste schafft eine Übersicht, welche Politiker auch wirklich hinter der ihr ans Volk verkauften Meinung steht. Und sorry anscheinend war das insbesondere bei bürgerlichen Politikern nicht immer der Fall.

  • Frank Frei am 07.02.2013 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    "Das Volk" gibt es nicht,

    es gibt divergierende Interessen innerhalb der Bevölkerung. Um die eigenen Interessen durchzusetzen, bilden Untergruppen gleicher Interessen Parteien. Die Parteien versuchen nun mit und gegen die andern die Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen, d.h. sie suchen in einer Sachfrage eine Mehrheit. "Das Volk" ist bloss die rechnerische Einheit der Mehrheit nach einer Abstimmung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • P. Müller am 08.02.2013 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Initiativen Umsetzen

    Solange das Parlament vom Volk angenommene Initiativen nicht im vorgesehenen Sinne umsetzt, interessiert mich nicht, wer seine Smartvote-Multiplechoice-Votings einhält, da die Demokratie auf wesentlich schädlicherem Niveau ad absurdum geführt wird.

  • Schuhmacher am 08.02.2013 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Pflegefachfrau

    Warum kehrt Frau Kessler nicht in ihren angestammten Beruf zurück ? Weil sie als Pflegefachfrau weniger als Nationalrätin verdient ? Sage nur: Schuster bleib bei deinen Leisten.

  • Kahina am 07.02.2013 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schaum schlagen

    Die Intelligenzija sitzt links der Mitte, das gilt z.B. auch für das Parlament der Stadt Bern. Seriöse politische Arbeit wird eher links geleistet, während Mitteparteien und Bürgerliche Schaum schlagen. Je grösser die Profilierungsneurose, desto kleiner sind Verlässlichkeit und brauchbarer politischer Output. Wer sehen will der sehe.

  • dr. d. am 07.02.2013 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    wort gehalten?

    jene politiker, die in die eu wollen, halten eindeutig nicht wort, wenn sie gleichzeitig etwas von demokratie erzählen. eu und demokratie sind ein krasser widerspruch.

  • Roger Schmid am 07.02.2013 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    FDP & Gewinnoptimierung bei Smartvote?

    Wieso fehlt denn da die FDP ? Komisch ?

    • Frank Furt am 08.02.2013 22:04 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht

      Doch, doch Herr Schmid, ab Rang 28 kommen auch die vor. Sie sind etwas verteilt in den mittleren Rängen anzutreffen. Seit den letzten Wahlen, wo sie viele Sitze verloren hatten, gibt es einfach nicht mehr viele von denen im Parlament.

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