Bündner Tiefbauamt

08. September 2019 09:28; Akt: 08.09.2019 09:28 Print

Haben auch Angestellte vom Baukartell profitiert?

Bargeld oder kostenlose Bauarbeiten an privaten Liegenschaften: Mitarbeiter des Bündner Tiefbauamts wurden offenbar belohnt, wenn sie beim Baukartell mitgewirkt haben.

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Von den jahrelangen Absprachen über Preise und Auftragsvergaben der Baumeister in Graubünden sollen auch Angestellte des kantonalen Tiefbauamts profitiert haben. Das berichtet die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf Eingeweihte.

Beamte sollen als Gegenleistung für das Mitwirken am Kartell angeblich mit kostenlosen Bauarbeiten an privaten Liegenschaften oder mit Bargeld entschädigt worden sein. Die Firmen hätten im Wissen von Mitarbeitern des Tiefbauamts einen zu hohen Bedarf an Kies oder Asphalt für kantonale Bauprojekte veranschlagt. Der nicht benötigte Überschuss sei dann etwa für das Erstellen einer Mauer oder eines Parkplatzes eines privaten Bauherrn verwendet worden.

Das Material sei diesem ebenfalls verrechnet worden, womit es doppelt – sowohl vom Kanton als auch vom Privaten – bezahlt worden sei. Diesem Vorwurf solle nun die Parlamentarische Untersuchungskommission PUK zum Baukartell nachgehen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Damian Curschellas am 08.09.2019 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht im ernst?!?

    Hier werden also Geldstrafen gesprochen. Ein Hohn schlechthin gegenüber jedem Steuerzahler. Diese Leute gehören mit Gefängnis bestraft. Alles andere verpufft ohne Wirkung und öffnet weiteren Betrügereien Tür und Tor. Wo nur bleibt unsere Rechtsstaat?

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  • Bündner am 08.09.2019 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das gibt hoffentlich fristlose Entlassungen

    So, dann bezahlen wir Bündner Steuerzahler den Beamten auch noch private Bauarbeiten?

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  • Irgendeine vom Bau am 08.09.2019 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klare Sache

    Dass die Mitarbeiter der kommunalen Ämter mit kassiert haben, egal in welcher Form, könnte ich sofort unterschreiben. Und das ist nicht nur im öffentlichen Bereich so. Bei GU's, Architekten und Bauleitungen geht noch schlimmer zu und her. Das irritierendste ist, dass dies auf Platz Zürich noch mit einem dumping Preis stattfindet. Aber aus dem Grundsatz "beiss nicht die hand die dich füttert" schliesse ich hiermit mein post.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Margrit Aegerter am 09.09.2019 10:04 Report Diesen Beitrag melden

    fiese Machenschaften

    Leider sind die Unternehmen gierig und masslos geworden. Andererseits ist es leider aber auch so, dass man sehr oft einheimisches Gewerbe wegen dem Preisdruck nicht berücksichtigen kann. Lieber nimmt man dann Grosskonzerne sogar aus dem Ausland, deren Arbeiter dann nicht wie bei uns entlöhnt werden und auch nicht bei uns Steuern zahlen und keine Kinder in die Schulen schicken. Ich bin bereit, Mehrkosten aus Steuergeldern an einheimische Unternehmen zu zahlen, aber nur für gute Arbeitsplätze und nicht für dicke Autos der Chefs.

  • Typhoeus am 09.09.2019 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenig oder keine Konkurrenz

    führt automatisch zu Absprachen.

  • Airmax84 am 09.09.2019 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Baukartell

    Irgendwie müssen auch die die fetten karren kaufen und tanken

  • Ein Kleinunternehmer am 09.09.2019 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Gewerbe braucht stabile Pteise

    Wettbewerb hat seine Grenzen! Die Bauern haben auch Ihren Milchpreis. Jedes Gewerbe braucht einen garantierten Preis, sonst suchen die Lücken und schon blüht die Korrumption.

  • Aof am 09.09.2019 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur im Ausland

    Das kommt doch jeden Tag vor . Die Involvierten wissen es und sollten sich schämen wenn sie Heute zur Arbeit gehen.