Weltweiter Aufruf

11. November 2018 12:30; Akt: 11.11.2018 12:30 Print

Hacker sollen E-Voting-System testen

Wem es gelingt, sich ins System der elektronischen Stimmabgabe einzuschleusen, könnte dafür bezahlt werden.

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Seit 2014 fanden in 14 Kantonen Tests zur elektronischen Stimmabgabe statt: Eine Demo-Abstimmungskarte des E-Voting-Systems des Kantons Genf. (12. September 2016) (Bild: Keystone/Peter Schneider)

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Der von Bund und Kantonen geplante staatliche Hackertest für E-Voting soll im ersten Quartal des nächsten Jahres durchgeführt werden und Preisgeld auszahlen. Wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, sollen der Bundeskanzlei für die Durchführung und Entschädigungen eine Viertelmillion Franken zur Verfügung stehen. Die Bundeskanzlei machte dazu keine Angaben.

Beim Test sollen IT-Spezialisten aus der ganzen Welt eines der beiden in der Schweiz zugelassenen Systeme für die elektronische Stimmabgabe angreifen, manipulieren oder hacken. «Es sollen möglichst viele Hacker aus der ganzen Welt teilnehmen», wird ein Sprecher der Bundeskanzlei zitiert. «Deshalb muss der Test attraktiv sein.» Bund und Kantone prüften zurzeit, ob sie in diesem Rahmen Entschädigungen zahlen könnten.

Die Schweiz will mit dem öffentlichen Wettbewerb die E-Voting-Systeme sicherer machen. Der Test werde auf dem E-Voting-System der Schweizerischen Post durchgeführt und dauere vier Wochen, sagte der Sprecher weiter. Interessierte könnten sich bereits jetzt per Internet bei der Post anmelden.

(20 Minuten/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bänz am 11.11.2018 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Bezahlt werden?

    Ich bin mir sicher, interessierte Institutionen zahlen den Hackern bei den echten Abstimmungen mehr, wenn es um hunderte Milliarden gibt. Warum soll man dann Fehler bei den Tests aufdecken.

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  • P. Roposal am 11.11.2018 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Attraktiver Preis

    Ein gemeinsames Döner-Essen mit einem Bundestrat bzw. einer Bundesträtin nach Wahl.

  • Fred Bucher am 11.11.2018 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    NoEvoting

    Das ist Unfug, bloss ein Marketing-Gag um einige kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Wenn etwas in einer Simulation gehackt wird, beweist dies gar nichts und alle wiegeln ab, siehe den CCC-E-Voting-Hack von letzter Woche wo mit MITM danach so ziemlich alles möglich ist. Wenn am echten E-Voting-System gehackt wird, gibts eine Strafanzeige und Verurteilung, wie beim Journalisten in Genf. Und wenn ein Staat unsere Schweizer Abstimmungen und Wahlen hackt, arbeiten die mit anderen Budgets. Es geht ja teilweise um Milliarden-Entscheide.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stimmburger am 12.11.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Pro und Contra

    E-Voting birgt risiken. Die Stimmbeteiligung der jungen Stimmbürger würde aber markannt zunehmen. Endergebnisse könnten bei der heute derart tiefen Stimmbeteiligung schnell mal komplett anders ausfallen als erwartet, weil sich die jungen Stimmbürger plötzlich positionieren würden. Die Schlammschlachten der Meinungsmache dürften aber ebenso zunehmen.

  • Ryiad am 12.11.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum machen sich alle Sorgen

    um eVoting aber nicht zu eBanking? Ganz ehrlich.. wenn jedes System angreifbar wäre, dann wäre euer Kontostand schnell bei 0. P.S. Auch wenn ihr kein eBanking benützt, ist euer Konto dennoch elektronisch hinterlegt.

  • IT security Student am 12.11.2018 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    totaler witz

    absoluter witz diese aktion. dies ist lediglich eine pr aktion. dieser wettbewerb ist vielleicht für amateur hacker interessant aber nicht für die profis. falls ein leak gefunden wird, hat dieser imens viel mehr wert auf dem darknet als bei dieser ausschreibung. stellt euch mal vor was eine abstimmung zu gunsten Land x oder konzern y wert sein kann.. ?

  • Dave am 12.11.2018 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Filz

    Wird auch getestet wie gut die leute um die das system unterhalten kontrolliert werden?

  • Berner Bär am 12.11.2018 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Glaubt an den Nikolaus!

    Hat wirklich jemand der Auftraggeber das Gefühl, der "Sieger" werde sein Wissen pflichtbewusst sie weiterleiten? Es könnte ja durchaus sein, dass es Organisationen gibt, denen das Schweizer Abstimmungs- und Wahlverhalten schon lange ein Dorn im Auge ist und für "nette Hinweise", wie man es zu eigenen Gunsten beeinflusst, durch aus gewillt sind, tief in die Taschen zu greifen.

    • TheRealSchnauz am 12.11.2018 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Berner Bär

      War auch genau mein erster Gedanke.

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