Via sicura

03. Februar 2010 23:29; Akt: 03.02.2010 23:30 Print

Härtere Gangart gegen Blaufahrer und Raser

Der Bundesrat will mit dem Projekt Via sicura für höhere Verkehrs­sicherheit auch eine härtere Gangart gegen Blaufahrer einschlagen.

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Mit Via sicura will der Bundesrat die Zahl der Strassenverkehrsopfer in den nächsten Jahren markant senken. Das Verkehrsdepartement (Uvek) will in seiner Botschaft 36 Massnahmen verfolgen. Darunter auch folgende:

∙ Neu zum Einsatz soll eine Alkohol-Wegfahrsperre für Personen kommen, die den Ausweis nur unter Auflagen zurückerhielten. Das Gerät testet den Alkohol in der Atemluft und kann je nach Einstellung den Fahrer warnen oder den Wagen nicht starten lassen.

∙ Der Führerschein soll bis zum 50. Altersjahr befristet sein. Eine Verlängerung wird von einem Sehtest abhängig gemacht.

∙ Für Neulenker sowie Lastwagen- und Buschauffeure ist ein Alkoholverbot vorgesehen.

∙ Kindern bis 14 Jahre soll eine Velohelmpflicht auferlegt werden.

∙ Kinder bis 7 Jahre sollen nicht auf der Strasse Velo fahren dürfen.

Der Bundesrat will auch Raser härter anpacken. Ihre Autos sollen eingezogen und die Täter verpflichtet werden, sich auf ihre Fahrkompetenz überprüfen zu lassen. Erhalten sie ihren Führerschein zurück, sollen sie während fünf Jahren mit einem Auto fahren müssen, das mit einer Black Box ausgerüstet ist. Wäre es nach Verkehrsminister Leuenberger gegangen, so müssten Raser noch viel härter angepackt werden: «Ich hatte die Idee, dass die Autos vor den Augen der Raser verschrottet werden, damit diese mitleiden. Wegen seelischer Grausamkeit haben wir aber auf diese bestialische Massnahme verzichtet.»