Test beweist

15. Juni 2019 11:28; Akt: 15.06.2019 11:30 Print

Heavy-Metal-Fans sind schlechte Autofahrer

Ein Automagazin hat das Fahrverhalten bei unterschiedlicher Musik getestet. Heavy Metal kam dabei nicht allzu gut weg, Rap und Klassik auch nicht.

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Extremer Metal wie etwa der von Slipknot führt zu einer unberechenbaren Fahrweise. Das hat ein Test eines englischen Fachmagazins ergeben. Der Song «Sic» der US-Metaller führte dazu, dass der Testfahrer für eine bekannte Strecke länger brauchte und beim Bremsen verzögert reagierte. Auch Klassik ist offenbar nicht optimal für hinter dem Steuer: Zu den Klängen von J. S. Bach fuhr der Testfahrer viel langsamer als nötig. Hip Hop /R&B, etwa von Kendrick Lamar, eignet sich da schon besser. Allerdings schoss der Testfahrer beim Bremsmanöver mit vier Wagenlängen deutlich übers Ziel hinaus. Und was soll man dann im Auto hören? Offenbar am besten melodiösen Pop wie «Shake It Off» von Taylor Swift. Tanzmoves sollte man dabei aber besser unterlassen. Für die Untersuchung suchten die Forscher vier unterschiedliche Musikstücke aus und analysierten die Fahrweise von Testfahrern, während sie die betreffenden Songs hörten. Getestet wurde an einem hochentwickelten Simulator, den englische Rennfahrer unter anderem in der Formel 2 und Formel 3 nutzen. Die Testfahrer absolvierten je zwei Runden auf dem aus der Formel 1 bekannten Red Bull Ring in Österreich zum Einfahren. Dann folgte jeweils eine Runde unter dem Einfluss von Musik aus vier verschiedenen Stilrichtungen. Der Test unterstreicht eine ältere Studie des Versicherers Allianz. Diese kam zum Schluss, dass sich «melodiöser Mainstream-Pop in englischer Sprache am besten als Musik beim Autofahren eignet». Dies ermittelte die Versicherung in einer musikwissenschaftlichen Analyse und präsentiert eine aktuelle Hitparade optimaler Auto-Songs. Darin findet sich Lieder von Ed Sheeran, Ellie Goulding oder One Direction. Heavy Metal gehört nicht dazu, aber immerhin darf man im Auto Nickelback hören.

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Dass Musik am Steuer das Fahrverhalten beeinflusst, ist bekannt. Eine neue Studie behauptet nun, dass das Hören von harter Rockmusik zu besonders schlechtem Fahrverhalten führt. Aabe auch klassische Musik kam bei der Studie nicht gut weg.

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So lautet die Erkenntnis einer Studie, die das britische Institut IAM Roadsmart und das Magazin «Auto Express» durchgeführt haben. Demnach beeinflusst der Sound im Auto das Fahrverhalten beträchtlich. Je härter die Musik, desto unberechenbarer die Fahrweise, so das Fazit. Auch klassische Musik ist nicht optimal. Laut der Studie soll klassische Musik die Fahrer eindeutig zu entspannt agieren lassen.

Von Slipknot bis Taylor Swift

Für die Untersuchung suchten die Forscher vier unterschiedliche Musikstücke aus und analysierten die Fahrweise von Testfahrern, während sie die betreffenden Songs hörten. Getestet wurde an einem Simulator, den englische Rennfahrer unter anderem in der Formel 3 nutzen.

Die Testfahrer absolvierten je zwei Runden auf dem aus der F1 bekannten Red Bull Ring in Österreich zum Einfahren. Dann folgte jeweils eine Runde unter dem Einfluss von Musik aus vier verschiedenen Stilrichtungen: «Sic» von Slipknot aus der Kategorie Extreme Metal, «Humble» von Kendrick Lamar aus der Sparte Hip-Hop/R&B, «Shake it Off» von US-Popstar Taylor Swift sowie die «Goldberg-Variationen» von Johann Sebastian Bach aus dem Bereich Klassik (Alle Songs finden Sie unten).

Der Test über zwei Runden beinhaltete eine schnelle Beschleunigung, technisch anspruchsvolle Kurven, eine geschwindigkeitsbegrenzte Zone und einen kontrollierten Stopp auf der Ziellinie.

Dabei zeigte sich, dass vor allem Metal dem Können hinter dem Steuer alles andere als zuträglich ist. Bei der Beschallung durch Slipknot kam der Testfahrer 14 Sekunden später ins Ziel. Ausserdem sei er wesentlich gefährlicher und unbedachter gefahren als bei den anderen Titeln, und der Bremsweg verlängerte sich gegenüber der Testfahrt um eine ganze Autolänge. Ob VW beim Dreh dieses Spots davon wusste?

Popmusik am besten, Klassik macht langsam

Dass Aggro-Metal nicht die beste Fahrmusik ist, dürfte kaum überraschen. Doch auch Klassik scheint kein optimaler Begleiter zu sein. Zu den Klängen von Johann Sebastian Bach brauchte der Testfahrer deutlich mehr Zeit als in der Runde ohne Musik. Dazu fuhr er eine Zeit lang langsamer als nötig. Bei Kendrick Lamar war der Fahrer zwar nur eine Sekunde länger unterwegs, dafür schoss er beim finalen Bremsmanöver um vier Fahrzeuglängen übers Ziel hinaus.

Das beste Fahrergebnis wurde mit der Popnummer «Shake It Off» erzielt. Mit dem Sound von Taylor Swift im Ohr war der Fahrer lediglich zwei Sekunden langsamer als in der Testrunde, er bremste korrekt ab und legte laut «Auto Express» eine «blitzsaubere Fahrweise» an den Tag.

Damit unterstreicht der Test eine ältere Studie des Versicherers Allianz. Diese kam zum Schluss, dass «melodiöser Mainstream-Pop in englischer Sprache sich am besten als Musik beim Autofahren eignet». Dies hatte die Versicherung in einer musikwissenschaftlichen Analyse ermittelt und eine aktuelle Hitparade optimaler Autosongs präsentiert. Darin finden sich Lieder von Ed Sheeran, Ellie Goulding und One Direction. «Musik kann entspannen und den Kreislauf fördern, wenn das Tempo in etwa dem menschlichen Puls entspricht. Darauf sollte beim Autofahren geachtet werden», sagt Musikwissenschaftler Marcin Suder, Autor der Studie.

Einfache Melodien, simple Rhythmik und ein überschaubarer Ablauf von Strophen und Refrain würden die idealen Songs für die Fahrt ausmachen.

Und was hören Sie beim Autofahren? Schreiben Sie es ins Kommentarfeld.

Slipknot «Sic»


Kendrick Lamar «Humble»


Taylor Swift «Shake it off»


J.S. Bach «Goldberg Variationen»

(srt)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Koiz am 15.06.2019 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sagt nichts über Metal-Fans aus

    Der Test sagt in keinster Weise aus, dass Metal-Fans schlechtere Autofahrer sind. Beim Test wurden ja nicht explizit Metal-Fans genommen sondern irgendwelche Leute die dann Metal hörten.

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  • Kurt am 15.06.2019 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Soneseich

    Den letzten Frontalen hat ich wegen Helene Fischer .. hab mich dann mit Metal wieder aufgebaut ..

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  • Autofahrer am 15.06.2019 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Subjektives Empfinden

    Ich persönlich würde wohl bei Ländler-Musik bedeutend schlechter fahren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonymouse am 23.06.2019 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Jaa, bestimmt..

    Kann irgendwie nicht glauben, dass all die asozialen, rasenden, aufhockenden und rechts überholenden Audi, Merc und BMW Fahrer alle Metal hören... Vorallem da doch die meisten davon aus Ländern kommen, wo diese Musik garnicht bekannt ist (Adlerhausen)...

  • Paul1 am 17.06.2019 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    falsch

    Nicht die Heavy Metall Fans sind die schlechtesten, sondern die Eidgenossen.

  • DP Hug am 16.06.2019 21:34 Report Diesen Beitrag melden

    Egli

    würd ich wunder nehmen wie der Test bei Beatrice Egli aussehen würde... aber Obacht, die macht ja jetzt auch Hardrock!

  • Pack Man am 16.06.2019 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Bock auf schrott!;)

    Ich höre was ich will und lasse mich höchstens auf einen song von Freunden ein weil ich nett bin.Sicher bin ich mir nur dabei:Musik beeinflusst Fahrverhalten!Du Fahrer,Du bestimmst ob und was läuft;DJ!:)

  • andreasthalmann am 16.06.2019 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das andere Musik ?

    Netter Test um welchen Kommerz oder Förrderung geht es hier wieder Rock, Metal ist Musik (Metal ist ein dehnbarer Begriff) Also Rap, House, Pop, Folksmusik ist viel einschläfernd und viel gefährlicher oder sind Grundsätzlich alle Autofahrer Schläfer, das sie erschrecken wenn mal ein aufmerksamer Metal /Rock hörender vorbeifahrt. :-) ich liebe das z-7, denn die bringen Schweizweit noch gute Konzerte. Alles andere ist reine Geldmaschinen. Es sollte wieder mehr Rock, Metal in CH geben, vielleicht würde dann der Strassenverkehr wieder besser laufen :-)