Heiko S.

29. Dezember 2017 17:09; Akt: 29.12.2017 17:19 Print

«Wer Wohnungen inseriert, muss mit Escort rechnen»

von S. Ulrich / F. Dubler - Heiko S. funktioniert die Wohnungen von verreisten Untermietern zu Bordellen um. Gegenüber 20 Minuten nimmt er Stellung.

Heiko S. nimmt Stellung zu den Vorwürfen rund um die Bordell-Wohnungen. (Video: duf/sul)
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Der Deutsche Heiko S.* gibt sich als seriöser Geschäftsmann und mietet Wohnungen an. Die funktioniert er dann kurzerhand zu Bordellen um. Das musste etwa eine 30-jährige Zürcherin während ihres Sprachaufenthalts auf Hawaii erleben. Auch mehrere 20-Minuten-Leser berichten von ähnlichen Vorfällen mit Heiko S.

20 Minuten hat Heiko S. im Rahmen einer Wohnungsrückgabe im Raum Zürich getroffen und mit den Vorwürfen konfrontiert. Er bestreitet, Bordelle in den Wohnungen zu betreiben. In einem Fall habe er der Mieterin im Vorfeld angedeutet, dass er einen Escort-Service betreiben könnte. «Ich glaube, eine polizeirechtliche Bewilligung ist in diesem Fall nicht nötig», sagt S. (siehe Video). Wenn man seine Wohnung auf solchen Plattformen inseriere, komme es immer wieder vor, dass sie für Escort-Services genutzt werde.

«Ich bin Unternehmensberater»

Dass mit Instagram-Fotos von bekannten Models Werbung für die Wohnungsbordelle gemacht wurde, will S. nicht kommentieren. «Das sind nicht meine Escort-Damen. Ich kann zur Werbung nichts sagen», so S. Er vermittle nur. «Ich bin Unternehmensberater», sagt S. «Ich habe die Werbung nicht online gestellt.»

Mit den Vorwürfen einer 20-Minuten-Leserin konfrontiert, dass S. in ihrer Wohnung vor einem Jahr mit derselben Methode ein Bordell eingerichtet haben soll, sagt Heiko S.: «Es kann sein, dass ich vor einem Jahr einmal eine Wohnung angemietet habe.» Kalte Füsse wegen der laufenden Verfahren habe er nicht. «Es geht hier um Ordnungswidrigkeiten.» Er stehe mit der Polizei immer wieder in Kontakt.

*Name der Redaktion bekannt