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11. Februar 2011 10:53; Akt: 11.02.2011 14:00 Print

Hier gehts zur virtuellen Urne

Ausländer können jetzt die direkte Demokratie ausprobieren. Auf www.baloti.ch haben sie die Möglichkeit, virtuell an der Abstimmung zur Waffeninitiative vom nächsten Sonntag teilzunehmen.

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Was oder wen würden Ausländer in der Schweiz wählen? baloti.ch soll es herausfinden. (Bild: Reuters)

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Forscher wollen herausfinden, wie Migrantinnen und Migranten abstimmen und wählen würden – wenn sie denn das Stimmrecht hätten. Eine Webseite soll ihnen dabei helfen: Die virtuelle Urne auf www.baloti.ch ist geöffnet. Dort finden die Nutzer Erklärungen zur Volksinitiative über die Armeewaffen und zum Abstimmungsprozess.

Die Informationen sind in jenen elf Sprachen aufgeschaltet, die in der Schweiz am häufigsten gesprochen werden: neben Deutsch sind dies Albanisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch, Serbisch, Spanisch, Tamil und Türkisch.

Pilotprojekt für fünf Abstimmungen

Die Forschenden wollen den Migranten aber nicht nur das politische System der Schweiz näherbringen, sondern auch prüfen, ob sich das Ausländerstimmrecht auf die Mehrheitsverhältnisse in der Schweiz auswirken würde. Sie vermuten, dass sich das Stimmverhalten der Ausländerinnen und Ausländer nicht wesentlich von demjenigen der Schweizerinnen und Schweizer unterscheidet.

Das Pilotprojekt dauert bis Ende 2011 und umfasst fünf Abstimmungen, darunter auch die Wahlen im Herbst 2011. Der Begriff «Baloti» ist Esperanto und bedeutet «Wählen und Abstimmen».

(sda)