Coronavirus bei Privatsender

28. Februar 2020 19:17; Akt: 28.02.2020 19:17 Print

Hier werden die Büros von TV24 desinfiziert

Ein Mitarbeiter von TV24 ist am Coronavirus erkrankt. Jetzt werden die Büroräumlichkeiten des Privatsenders gereinigt.

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Am Freitagnachmittag wurden die Büros an der Heinrichstrasse in Zürich, in denen sich der Mitarbeiter aufgehalten hatte, durch ein Reinigungsinstitut minutiös desinfiziert. Mehrere Männer in Schutzanzügen waren am Werk, um 18.00 Uhr zogen sie ihre Schutzkleidung aus und verstauten sie in spezifischen Tüten. Fall 9: Der Kanton meldet einen ersten Coronavirus-Patienten hat. Dabei handelt es sich um einen 49-jährigen Mann. Fall 8: In steckte sich die Betreuerin einer Kindertagesstätte mutmasslich in Mailand an. Kinder, die mit ihr Kontakt hatten, müssen 14 Tage in Quarantäne. Zusätzlich zu diesem Fall meldete einen Verdachtsfall. Für einen jungen Mann mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons fiel der Test im Universitätsspital positiv aus. Sechster Fall: In war eine 30-jährige Frau infiziert, die bis vor einer Woche in Mailand war. Sie wird im Triemlispital behandelt. Fall 5: Ein 26-jähriger Mann im wurde mit dem Coronavirus infiziert. Der Patient kam von einer Geschäftsreise nach Verona zurück. Auch im Kanton am Virus angesteckt. Die infizierten Kinder waren mit ihren Familien aus Italien im Oberengadin in den Ferien. Der zweite Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus betrifft einen 28-jähriger Informatiker, der aus Mailand zurückkam. Er wurde am 27. Februar in positiv auf das Virus getestet. Der erste Fall von Coronavirus in der Schweiz: Am 26. Februar war im ein 70-jähriger Mann positiv auf das Virus getestet worden. Der Erkrankte hatte an einer Versammlung in Mailand teilgenommen. Richard Neher ist Professor am Biozentrum der Universität Basel und Experte für die Verbreitung von Viren. Für ihn ist klar, dass sich die aktuelle Epidemie nicht mehr aufhalten lässt. In den nächsten Tagen rechnet er mit einer schnellen Zunahme der Erkrankungen. 36 Barttypen – doch welche davon sind mit Atemschutzmasken kompatibel? Die US-Gesundheitsbehörde CDC zeigt auf, welche Styles am sichersten sind. Um sich vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus zu schützen, setzen viele Menschen auf Masken, wobei man zwischen Hygiene- und Atemschutzmasken unterscheiden muss. Die einfachen (Bild) sind nach zwei bis drei Stunden durchgefeuchtet. Daher müssen sie dann spätestens ausgetauscht werden. Nur so können sie leisten, wofür sie gedacht sind: die Übertragung von Erregern durch Sekrettröpfchen zu verhindern. Schutz für den Träger bieten sie jedoch nicht. Anders : Je nach FFP-Schutzklasse schützen sie vor ungiftigen Stäuben (FFP1), vor giftigen Stäuben (FFP2) oder vor giftigen und gesundheitsschädlichen Stäuben, Rauch und Aerosolen (FFP3). Um sich vor dem Virus Sars-Cov-2 zu schützen, wird zu FFP3 geraten. Momentan sind die Masken fast überall ausverkauft. Bei Sars-Cov-2 (Bild) handelt es sich um ein Virus, nicht um ein Bakterium. Der Unterschied? Während Bakterien Einzeller mit eigenem Stoffwechsel sind, die sich selbst reproduzieren können, bestehen Viren nur aus einer Eiweisshülle, in der sie ihre Erbsubstanz aufbewahren. Um sich zu vermehren, sind sie auf einen Wirt (Zellen) angewiesen. Unterschiede gibt es auch hinsichtlich der Behandlung: Gegen Bakterien verwendet man Antibiotika, die die Zellwand zerstören oder die Vermehrung hemmen. Gegen Viren werden spezielle Medikamente, sogenannte Virostatika, eingesetzt, die das Eindringen des Virus in einen Wirt verhindern oder das Erbgut des Virus zerstören. (Im Bild:Sars-Cov-2-Partikel) Ersteres beschreibt den Moment der Ansteckung, in dem der Erreger in den Organismus eindringt und diesen im Folgenden stört. Das verrät auch der lateinische Ursprung. Das Wort «infectio» bedeutet so viel wie Vermischung, Verunreinigung, Vergiftung. Die Inkubation (von lateinisch «incubatio») beschreibt dagegen die Zeit, die zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht. Während dieser vermehren sich die Keime und die Erkrankung etabliert sich im Körper. Bei Covid-19 geht man von einer Inkubationzeit von bis zu 14 Tagen aus. In seltenen Fällen kann sie aber auch bis zu 24 Tage dauern. Der lateinische Ursprung ist auch die Erklärung dafür, warum es beispielsweise infizieren heisst und nicht infiszieren, wie häufig zu hören ist. Auch heisst es Desinfektion und nicht Desinfikation. Bei Ersterem handelt es sich um ein Anzeichen einer Krankheit. Das heisst um eine für eine bestimmte Krankheit charakteristische Erscheinung. Der Ausdruck stammt vom Griechischen «sýmptoma», was Zusammenfall, vorübergehende Eigentümlichkeit bedeutet. Auch der Begriff Syndrom stammt aus dem Griechischen. Konkret vom Ausdruck «syndromé», der «das Zusammenlaufen, Zusammenkommen» bedeutet. Und tatsächlich beschreibt ein Syndrom exakt das: ein Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammenkommen von verschiedenen Symptomen ergibt. Ersteres beschreibt eine zeitlich und örtlich in besonders starkem Masse auftretende und ansteckende Erkrankung. Darunter fällt etwa Bei einer Pandemie handelt es sich dagegen um eine Epidemie besonders grossen Ausmasses, die ganze Landstriche und Länder erfasst. Ihre Bezeichnung stammt aus dem Griechischen von «pan» für «alle, jeder» und «demos» für «Volk». (Im Bild: Spanische Grippe, die von 1918 bis 1920 grassierte) Heisst es nun ? Erlaubt ist beides: Ein Virus kann sowohl ein Neutrum als auch maskulin sein. Allerdings empfiehlt der Duden den sächlichen Artikel. Der Ausdruck Virus stammt aus dem Lateinischen, wo «virus» Schleim oder Gift heisst. Das lateinische Substantiv ist ein Neutrum, was den sächlichen Artikel im Deutschen erklärt. Beim kommt es auf die Kombination von Einseifen, Reiben, Abspülen und Trocknen an, sonst bringt es nichts. Das heisst: Die Hände nass machen, dann einseifen, am besten mit Flüssigseife. Die Hände reiben, bis es schäumt. Dabei Handrücken, Fingerzwischenräume, Fingernägel und die Handgelenke nicht vergessen. Anschliessend gut abtrocknen. Es heisst und nicht Karantäne, wie manch einer schreibt. Der Begriff leitet sich vom französischen Wort «quarantaine» ab, was eine Zeitspanne von 40 Tagen bezeichnet. So lange dauerte früher die Hafensperre für Schiffe mit seuchenverdächtigen Personen.

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Nach einer Norditalien-Reise steht ein Mitarbeiter des Senders TV24, der zum Verlag CH Media gehört, unter Quarantäne. «Nach der Reise war er einen Tag lang im Büro», bestätigt CH-Media-Sprecher Stefan Heini einen Bericht des Portals Persoenlich.com.

Am Freitagnachmittag wurden die Büros an der Heinrichstrasse in Zürich, in denen sich der Mitarbeiter aufgehalten hatte, durch ein Reinigungsinstitut minutiös desinfiziert. Mehrere Männer in Schutzanzügen waren am Werk, um 18.00 Uhr zogen sie ihre Schutzkleidung aus und verstauten sie in spezifischen gelben Säcken. Angst habe er nicht, sagt ein Arbeiter: «Es ist unser Job.»

«Im 1. Stock wurde alles desinfiziert»

Ein TV-Mitarbeiter berichtet: «Kollegen, die mit dem Erkrankten in Kontakt waren, sind isoliert.» Der Italien-Reisende habe sich im ersten Stock aufgehalten. «Dort wurden die Büros und die ganze Redaktion desinfiziert.» Der Fernsehbetrieb im dritten Stock laufe momentan normal weiter. Am Samstag würden die Reinigungsarbeiten fortgesetzt.

Die Leute, die engen Kontakt mit dem Corona-Patienten gehabt haben, bleiben laut CH-Media-Sprecher Heini erst einmal zu Hause. Keine Informationen hat er über den Gesundheitszustand des Mitarbeiters, der eine private Reise gemacht habe: «Er befindet sich im Spital.»

(les/daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luca am 28.02.2020 21:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mailand

    Mailand ist ja schlimmer als hubai! Was ich mich frage , fast alle kranke waren in mailand? Aber in mailand sind 1.4milliionen einwohner, aber in mailand sind im verhältnis nicht so viel krank prozentual? Sind alle schweizer im gleichen event oder saal gewesen??

    einklappen einklappen
  • denn? am 28.02.2020 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum

    Ich verstehe bald nichts mehr. Wenn der Virus auf Gegenständen nach einer Viertelstunde nicht mehr aktiv ist, weshalb dann solche Aktionen?

    einklappen einklappen
  • Rima am 28.02.2020 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Besserung

    Gute Besserung wünsch ich jhm...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schyo am 29.02.2020 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    15000

    Langsam aber sicher ist genug in der Presse. Laut UNO sterben täglich 15000 Kinder an Hungersnot, die Presse könnte ja auch jedes mal schreiben wenn ein Kind wieder sterben muss. Leider verdient niemand daran .

  • Samuel May am 29.02.2020 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen in der Schweiz

    Konsumenten werden vom beliebten Objekt zum Feinbild.

  • Was bezwecken sie? am 29.02.2020 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Es stinkt

    Seltsam, in Mailand leben Millionen Menschen und jeder Schweizer kommt von dort krank zurück? Ich gehe davon aus, dass gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Man will Panik verbreiten, darum lässt man zu, dass die Medien ganz anders berichten als der Bund. Und warum reisen Politiker tiefenentspannt hin und her. Haben die schon einen Schutz, eine Impfung?

  • Peter am 29.02.2020 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ich checks nicht

    Jetzt mal ernsthaft, wieso labern immer alle vom Corona ?? Ich mein, ja ok, das Bier ist nicht schlecht aber das ist echt übertrieben ! Ist das eine PR Aktion oder sowas ? Ich raffs nicht..

  • B. Kerzenmacher am 29.02.2020 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Virus

    Man kann allen Betroffenen nur gute Besserung wünschen und hoffen, dass bald ein Heilmittel gefunden wird. Und man ist froh, dass es endlich wieder ein neues Thema gibt, an dem sich die Sensationspresse wochenlang als das aktuelle Weltuntergangsthema abarbeiten kann. Trump, Syrien und Klima taugten nach der langen Zeit einfach nicht mehr.