Unwetter

22. Juli 2015 14:45; Akt: 23.07.2015 15:09 Print

Hitzewelle vorbei – aber wir schwitzen weiter

Am Mittwochabend zogen teils heftige Gewitter über die Schweiz. Auf der Alpennordsseite ist nun vorläufig Schluss mit der Hitze, doch heute bleibt es schwül.

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Am 24. Juli zog ein Unwetter über die Schweiz. In vielen Teilen der Schweiz, wie hier in Lausanne, waren Blitze am Himmel zu sehen. Düstere Wolken auch über dem Flughafen Zürich. Das Unwetter traf die Region Bern besonders stark. Grau in grau: Das Buochser Becken NW. Blitzeinschlag in den Suggiturm im Berner Oberland. Sicht vom Lido Luzern auf den Vierwaldstättersee. Sonne und Niederschlag: Regenbogen über Steinen SZ. Eine entwurzelte Birke in Oberbüren SG. Sicht von Villeneuve VD über den Genfersee. Einzigartige Stimmung im Leimental. Blitz bei Nendaz VS. Schauriges Wetter über Wädenswil ZH. In Sachseln OW standen Strassen unter Wasser. Grillpartys kann man auch im Regen schmeissen, wie dieser Leser aus Schenkon LU zeigt. Glück im Unglück hatte dieser Autofahrer aus Reichenburg SZ. In Giswil OW fiel viel Hagel. Dunkle Wolken am 22. Juli über Sissach BL. Düster sieht es aus in Meilen ZH am Zürichsee aus. Ein erster Blitz fotografiert im Berner Oberland. Richtig schwarz sieht es am späten Nachmittag über Gossau ZH aus. Der sich verdunkelnde Himmel aufgenommen aus dem St. Jakob-Turm in Basel. Auch über Aarau braut sich langsam etwas zusammen. Wetterlage nahe Biel. Umgestürzter Baum in Liestal BL. Hagel im solothurnischen Nuglar. Eine Gewitterzelle über dem Berner Jura brachte Hagelkörner mit sich. Das Gewitter über Grellingen BL. Leser-Reporter aus Suberg BE hoffen ob dieses Bildes auf eine Abkühlung. Fontäne aus der Dolendeckel in Tramelan. Regen und Hagel am Mittwochnachmittag in La Chaux-de-Fonds NE. La Chaux de Fonds am Mittwochnachmittag. Verhageltes Gemüsebeet in Tramelan im Berner Jura am 22. Juli Eine weisse Schicht überzieht die Rabatte. Grosse Hagelkörner in Ilanz GR. Hagel in Duggingen BL. Aufziehendes Gewitter: Sicht von der Bettmeralp Richtung Simplon. So sieht es über dem Bielersee aus. Hagel im Napfgebiet. Wand über dem Thunersee. Die Gewitterfront ist auch in Eriswil BE deutlich zu sehen. Gewitterwolke bei Subingen SO. Keine Berge mehr zu sehen bei Gruyère.

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Die zweite Hitzewelle dieses Sommers verabschiedet sich mit heftigen Gewittern. In Glarus tobte der Wind am Mittwoch in Orkanstärke von 119 Kilometern pro Stunde. Andernorts gab es Hagel und grosse Regenmengen. MeteoNews warnte im Vorfeld bereits vor Starkregen, Hagelschauern und Sturmböen und riet, alle losen Dinge wie Gartenmöbel und Blumentöpfe wegzuräumen oder zu befestigen.

Ab Donnerstag ist dann vorerst Schluss mit Schwitzen. Die Temperaturen sinken deutlich. 23 bis 28 Grad werden auf der Alpennordseite noch erwartet. Allerdings bleibe es noch schwül, teilte SRF Meteo am Mittwoch mit. Erst ab Freitag sinke dann auch die Luftfeuchtigkeit und es werde angenehmer.

Umgestürzte Bäume

Die Kaltfront hatte einen stürmischen Auftritt: Den Jura erwischte es bereits am frühen Nachmittag. Hagelgewitter zogen vom Berner Jura weiter Richtung Nordwestschweiz, wie SRF Meteo mitteilte. Später hätten sich auch im Berner Oberland und in der Zentralschweiz Gewitter entwickelt. Am Abend kam es auch in den Bergen der Ostschweiz und stellenweise im Mittelland zu Gewittern.

In Reichenburg, Kanton Schwyz, stürzte ein Baum auf ein Auto. Die Fahrerin hatte viel Glück: «Es ist weder mir noch dem Auto etwas passiert», sagt die Leserreporterin zu 20 Minuten. Auch im Baselbiet wurden von Sturmböen Bäume entwurzelt.

Eine besonders starke Gewitterzelle machten die Meteorologen von SRF Meteo beim Napf, in der Region Huttwil, Willisau, Wolhusen aus. Dort kamen grosse Regenmengen zusammen. Vor allem der Bach Luthern dürfte angeschwollen sein, heisst es in der Mitteilung. Auch im Freiburger Greyerzerland und im Glarner Klöntal regnete es stark.

Einen Monat ohne Regen

Nach einer Nacht mit Regen, Blitz und Donner hat sich das Wetter zum Morgen hin wieder beruhigt, das Thermometer sank um einige Grad. «Die Kaltfront bedeutet aber nicht, dass es jetzt kalt wird. Wir haben immer noch sommerliche Temperaturen», stellt Geraldine Schnyder von MeteoNews klar.

Mit dem einsetzenden Regen ging eine ungewöhnlich lange Trockenperiode zu Ende. Seit dem 22. Juni hat es auf der Alpennordseite nicht mehr flächig geregnet, wie verschiedene Wetterdienste übereinstimmend berichteten. Die Trockenperiode hat damit genau einen Monat gedauert.

So regnet es in Bubendorf:

Hagel in Tramelan:

«So etwas kommt sicher nicht alle Jahre vor, auch nicht alle zehn Jahre», sagte Ludwig Zgraggen von MeteoSchweiz. Eine so lang anhaltende Trockenheit im Sommer habe es bestimmt seit 2003 nicht mehr gegeben. Normalerweise dauerten Trockenperioden zehn bis zwölf Tage. Die beiden Hitzewellen auf der Alpennordseite dauerten vom 1. bis zum 7. Juli sowie vom 15. bis zum 22. Juli.

Schwitzen im Tessin

Während die Alpennordseite von der Hitze erst einmal Pause hat, tangiert die Abkühlung das Tessin kaum. Dort wird es auch am Donnerstag wieder deutlich über 30 Grad warm.

Mit dem Sommer ist es aber auch im Norden nicht vorbei. Am Freitag bleibt es im Flachland verbreitet freundlich und auch das Wochenende bleibt weitgehend stabil. «Stahlblauen Himmel darf man zwar nicht erwarten, aber ins Wasser fällt es garantiert nicht», sagt Schnyder. Im August seien dann sogar wieder Hitzewellen möglich.

(kko/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pff am 22.07.2015 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm

    Sie sagten letztes mal schon das es heftigster sturm wird und was passierte? Im Haslithal wurde villeicht 1ml regen gemessen.

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  • sunny guy am 22.07.2015 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    sommer rules, aber bitte endlich regen!

    mal sehen, die diesen sommer bislang angekündigten schauer(chen) und gewitter haben bisher konsequent einen schönen umweg um uns herum gemacht. um die hütte sieht es inzwischen aus wie in der savanne... regen ist also sehr willkommen, ich hoffe das ganze geht ohne hagel, obwohl: viel kann nicht mehr hops gehen...

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  • Zitrone am 22.07.2015 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Mir reichts

    Befinde mich gerade zwischen "Liter zwei und drei" bei der Wasserzufuhr und habe trotzdem Kopfschmerzen. Bäh, mir bekommt die Hitze einfach nicht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mr.Ash am 23.07.2015 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Alles falsch

    Wo bitteschön bleiben die angeblich heftigen Gewitter mit Starkregen? Hier in Obergerlafingen nahe Solothurn gabs ein paar Tröpfchen, das war's dann auch schon. Abkühlung? Fehlanzeige! Schon bei den letzten Gewittermeldungen mit Hagel und Abkühlung lagen die Wetterfuzzies falsch, hier hat's seit Wochen kein Regen oder Abkühlung gegeben. Soviel zum Thema Schweizweit...

  • Susanne Jenni am 23.07.2015 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Trockenheit

    Also wirklich vorbei ist die Trockenheit bei uns in Winterthur nicht - das bitzeli Regen war nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Erde ist so trocken, da brauchts definitiv mehr Regen......

  • Nordic Fan am 23.07.2015 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jedes Grad weniger

    Ist für mich wohltuend und Grund zur Dankbarkeit, bin soo froh über die Abkühlung, den Regen! Man fühlt sich wieder als Mensch. Es war tagtäglich ein Ausharren, habe es bald nicht ausgehalten, ein Albtraum. Hoffentlich wird es nie mehr > 30 Grad diesen Sommer.

    • Susanne am 23.07.2015 12:37 Report Diesen Beitrag melden

      Abkühlung, wie wohltuhend!

      ...da kann ich Dir nur beipflichten...! Es reicht mit über 30 Grad Hitze!

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  • luckyluke am 23.07.2015 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sommer, sonne, sonnenschein

    am dienstag hab ich noch so für mich gedacht: jetzt wärs schön wenn es mal regnen würde, damit meine wohnung mal wieder abkühlen kann. jetzt wenn ich das graue wetter sehe, will ich unverzüglich "meine" 33 grad und sonnenschein zurück! :-)

  • Liz Wen am 23.07.2015 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Regen bitte...

    Hier am Zürisee ist es nicht besser. Es bitzeli Räge und chli Wind .

    • Sibylle Pohlig am 23.07.2015 18:45 Report Diesen Beitrag melden

      Regen bitte

      Am Bodensee gabs auch nicht viel, aber es hat sich doch etwas abgekühlt.

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