Asyl-Knatsch

05. Dezember 2011 21:07; Akt: 05.12.2011 21:19 Print

Höchstens 100 Asylbewerber nach Bettwil

Nur 80 bis 100 Asylsuchende werden in Bettwil in einer Militärunterkunft einquartiert. Behörden und Gegner haben sich darauf geeinigt. Ursprünglich sollten 140 Flüchtlinge ins Dorf kommen.

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Bettwil ist voll, meinen viele Bewohner und wehren sich gegen die Aufnahme von Asylbewerbern. (Bild: Keystone)

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In der umstrittenen Asylunterkunft im aargauischen Bettwil sollen nur 80 bis 100 Asylbewerber einquartiert werden. Das wurde am Montagabend in einem Gespräch mit Behördenvertretern und Gegnern der Unterkunft vereinbart. Ursprünglich sollten bis zu 140 Asylbewerber nach Bettwil kommen.

Ein weiteres Ergebnis der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe Bettwil ist, dass vorderhand keine baulichen Massnahmen an der Militärunterkunft vorgenommen werden, wie der Kanton Aargau mitteilte. Im Gegenzug sicherte das Bettwiler Komitee gegen die Asylunterkunft zu, einstweilen keine Protestaktionen durchzuführen.

In den nächsten Wochen soll weiter die Frage geklärt werden, ob aus juristischer Sicht die militärische Anlage in Bettwil überhaupt für zivile Zwecke und damit auch für die Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werden darf. Behörden und Gegner wollen juristische Gutachten austauschen.

«Wir möchten die Unterkunft Anfang Februar in Betrieb nehmen», sagte Balz Bruder, Sprecher des Departementes Gesundheit und Soziales des Kantons Aargau, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe findet am 5. Januar 2012 statt.

An der Sitzung vom Montag nahmen teil: Roger Lang, Chef des für die Führung der Unterkunft in Bettwil zuständigen Empfangs- und Verfahrenszentrums Basel, Mark Burkhard, Generalsekretär Departement Gesundheit und Soziales, Vertreter des Bundesamts für Migration (BFM) sowie Vertreter der Aargauer Kantonsbehörden.

Die Gegner waren vertreten durch je eine Delegation des Gemeinderats von Bettwil und des Komitees gegen die Asylunterkunft. Weiter waren die Kantonspolizei und Vertreter einer Sicherheitsfirma anwesend.

Wegen der Proteste hatte sich der Bund bereits dazu entschieden, die Unterkunft nur für ein halbes Jahr zu betreiben.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schweizerin am 06.12.2011 00:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schämt euch

    Wie kann man heutzutage noch so rassistisch und diskriminierend gegenüber Menschen sein? Wo bitte bleibt in diesem Fall die wohlgeprädigte Neutralität der schweizer Mitbürger? Es ist eine Schande,dass alle Asylsuchenden in einen Topf gesteckt werden und als Kriminelle,Vergewaltiger,Diebe,etc. bezeichnet werden. Schämt euch! Man sollte alle mit dem gleichen Respekt behandeln, mit den man auch selbst behandelt werden möchte. Liebe Schweizerinnen und Schweizer seid offener!

  • Walter-R am 06.12.2011 03:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel

    Warum ist eigentlich immer die Rede von Asyl"suchenden"? AsylFORDERNDE wäre für den grössten Teil aller Asylanten zutreffender. So oder so, so viele für ein Bauerndorf mit etwas über 500 Einwohnern ist ganz klar zuviel.

    einklappen einklappen
  • H. Bader am 06.12.2011 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Die Palge

    Sind Asylsuchende eine Plage.:.oder doch auch Menschen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gast am 06.12.2011 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm

    Man stelle sich nur einmal vor die situation wäre andersrum...dann will ich sehen wieviele von "denen" geduldet werden..eine Schande diese Debatte..es handelt sich hier um Menschen die in ihrem eigenen Land nicht mehr leben können..das ist schon schlimm genug..und dann werden sie noch so empfangen.das sind Zustände..

  • H. Bader am 06.12.2011 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Die Palge

    Sind Asylsuchende eine Plage.:.oder doch auch Menschen?

  • Walter-R am 06.12.2011 03:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel

    Warum ist eigentlich immer die Rede von Asyl"suchenden"? AsylFORDERNDE wäre für den grössten Teil aller Asylanten zutreffender. So oder so, so viele für ein Bauerndorf mit etwas über 500 Einwohnern ist ganz klar zuviel.

    • hugo am 06.12.2011 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      asyl-ärger

      genau so denke ich auch.

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  • Schweizerin am 06.12.2011 00:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schämt euch

    Wie kann man heutzutage noch so rassistisch und diskriminierend gegenüber Menschen sein? Wo bitte bleibt in diesem Fall die wohlgeprädigte Neutralität der schweizer Mitbürger? Es ist eine Schande,dass alle Asylsuchenden in einen Topf gesteckt werden und als Kriminelle,Vergewaltiger,Diebe,etc. bezeichnet werden. Schämt euch! Man sollte alle mit dem gleichen Respekt behandeln, mit den man auch selbst behandelt werden möchte. Liebe Schweizerinnen und Schweizer seid offener!

  • Max Siegrist am 05.12.2011 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ob 1 oder 100 die Probleme sind jetzt schon garantiert...