Millionen in Sand gesetzt

17. Oktober 2009 23:29; Akt: 12.11.2009 15:03 Print

Hooligans behindern «normale» Polizeiarbeit

Die Schweizer Steuerzahler zahlen jährlich mehr als 25 Millionen für Einsätze ihrer Polizeien zur Überwachung gewaltbereiter Hockey- und Fussballfans. Doch nicht nur die monetären Kosten sind hoch: wenn Polizisten am Wochende Hooligans jagen müssen, haben sie während der Woche weniger Zeit für Kontrollen und Präventionsarbeit.

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Deshalb sind für die St. Galler Regierugnsrätin Keller-Sutter nicht nur die hohen Kosten problematisch. Für gravierender hält sie die Auswirkungen auf die normale Polizeiarbeit: «Machen wir uns nichts vor: Die zusätzlichen Einsatzstunden können nur kompensiert werden, weil wir Abstriche bei der polizeilichen Grundversorgung in der Folgewoche machen», sagte sie zur «SonntagsZeitung».

Hört man sich bei Polizeikorps um, wird klar, was das heisst: Nach Sportwochenenden muss die Präventionsarbeit ruhen, bleiben Polizeiposten in Gemeinden unbesetzt, werden Grosskontrollen abgesagt. Im Schnitt sind 900 Polizisten pro Woche im Einsatz, wenn Fussball- und Hockeyliga ihre Spiele parallel austragen. Die Vollkosten für einen Polizisten betragen 1000 Franken pro Tag. Gemäss dem Bericht der «SonntagsZeitung» kostet jede Woche, in der Fussball- oder Eishockeyspiele statt finden, im Durchschnitt eine Million Franken.

Laut Keller-Suter leisten Polizeikorps fast jede Woche Sondereinsätze, die sich kaum von ausserordentlichen Ereignissen wie dem WEF unterscheiden. Die Überstunden werden später abgebaut. Davon betroffen sind nicht nur die Korps mit erfolgreichen Sportclubs. Da die peronellen Ressourcen in den Zentren fehlen, werden Polizisten von Nachbarkantonen aufgeboten.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B.Hensler am 18.10.2009 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Glücklich das Land, das keine anderen Probleme als Fussballfans kennt.

  • georg binz am 18.10.2009 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    tststs

    hört doch mal auf mit dem blödsinn! der zustand in der schweiz ist nicht mal halb so schlimm wie dargestellt. das polizeiaufgebot an superleague-spielen ist jenseits von gut und böse und in diesem ausmass völlig überflüssig.

  • Peter Rufer am 19.10.2009 07:03 Report Diesen Beitrag melden

    Frechheit

    Jede andere Sportart,(ausser Fussball) wird zur Rechenschaft gezogen oder verboten, aber diesem traurigen Sport wo Verletzte und Tote einfach hingenommen werden. bezahlen (wir) noch Millionen. Pfui Teufel!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul B. am 29.10.2009 23:43 Report Diesen Beitrag melden

    Polizei

    Ich war noch nie gewalttätig. trotzdem bekomm ich Pfefferspray ab und werde mit Gummischrot beschossen, grundlos. Die Polizei will auch Action, die stacheln das alles noch an. Klar dass es dann mehr Randalierer gibt.

  • Roli am 29.10.2009 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Immer dieselben

    War beim Match ZH - Basel. Nach Spielschluss, versammelten sich ca. 100 vorw. Jugendliche mit Migrationshintergrund vor dem Stadion. Diese Typen waren nicht einmal beim Spiel! Es ging primär darum, die Polizei anzugreifen und ihren "Spass" zu haben. Man sollte konsiquenter gegen diese Assis vorg.

  • Maus am 29.10.2009 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Gästefans mehr

    Muss es erst Tote geben, bis die Politik erwacht ? Sorry, so kann es nicht weitergehen, wenn der wirtschaftliche Standpunkt höher gewertet wird als die Sicherheit ! Die Vereine müssen endlich zur Verantwortung gezogen werden (auch finanziell) und ihre Fans in den Griff bekommen.

  • kudi ke am 29.10.2009 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Vergleiche

    Aus vielen Kommentaren ist zu entnehmen, dass immer auf der Polizei herum gehackt wird. M.E. fehlt es an der Erziehung. Chaoten müssten 2-3 Tage eingesperrt werden und gleichzeitig muss der Arbeitgeber orientiert werden. Dann Entlassung und Streichung der Arbeitlosenentsch. und der Sozialhilfe.

  • ich am 19.10.2009 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    @papa moll.

    nur werden die wenigschten zerstörungen innerhalb des stations begannen! Fenster einschlagen, Autos kaputt machen, unbeteiligte leute zusammenschlagen, fremdes eigentum kaputt machen... das habe ich noch nie IM stadion erlebt, aber ausserhalb genug!