Sanktionskatalog

21. November 2010 14:36; Akt: 21.11.2010 14:45 Print

Hooligans geht es einheitlich an den Kragen

Die Schweizer Staatsanwaltschaften gehen gemeinsam gegen Fussballchaoten vor. Die Kantone haben am Freitag einen gemeinsamen Sanktionskatalog vorgestellt.

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Für Landfriedensbruch droht in Zukunft eine Strafe von 130 Tagessätzen - egal in welchem Stadion der Schweiz. (Bild: Keystone)

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Die Konferenz der Strafverfolgungsbehörden der Schweiz (KSBS) hat am Freitag einen einheitlichen Sanktionskatalog verabschiedet. «Es ist das erste Mal, dass wir eine solche detaillierte Empfehlung abgeben», sagt Felix Bänziger, KSBS-Präsident gegenüber der «SonntagsZeitung». Festgehalten wird ihm Strafenkatolog, wie Delikte von Gewalttätern an Sportveranstaltungen bestraft werden sollen. Ziel sei es, dass Straftaten zu ähnlichen Sanktionen in den unterschiedlichen Kantonen führen. Die Empfehlungen sind bereits Standard in Basel, Luzern und St. Gallen.

Inhaltlich gehört zur neuen Gangart, dass die Staatsanwaltschaften Hooligans, die eine bedingte Strafe kassieren, künftige Matchbesuche verbieten wollen. Gehen sie trotz einer solchen Auflage zum Spiel, könnte in der Folge ihre Strafe in eine unbedingte umgewandelt werden. Gemäss Strafgesetzbuch gelten solche Auflagen in einer Probezeit, die zwischen zwei und fünf Jahre dauern kann. Konkret empfielt der Katalog beispielsweise beim Mitführen von Feuerwerkskörper von 60 bis 90 Tagessätzen bedingt und eine Busse. Für aktiven Landfriedensbruch ist ein Strafmass von mindestens 130 Tagessätzen vorgeschlagen. Anführer von Ausschreitungen sollen ohne Ausnahme vor den Richter. Werden sie verurteilt, drohen ihnen bis zu sechs Monate Gefängnis.

Im Kanton St. Gallen sind laut Staatsanwalt Thomas Hansjakob schon zwei Dutzend solcher Matchauflagen, wie es die neuen Richtlinien vorschlagen, ausgesprochen worden: Sie verbieten den Betroffenen, sich zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach einem Spiel einem Stadion auf weniger als einen Kilometer zu nähern.

(amc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Unverhältnis/mässig am 21.11.2010 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichheit?

    Wie kann man jemanden der an einem Fussballspiel einen Feuerwerkskörper zündet härter bestrafen als jemand der es am 31. Dezember auf dem Bellevue tut (beides in Menschenmengen)?? Die 'Jagd' auf zündelnde Fans hat völlig unverhältnismässige Formen angenommen. In diesem Strafkatalog steht etwas betreffend Bestrafung beim Mitführen von Pyro, nur blöde das ein St.Galler Gericht Fans freigesprochen hat, welche Pyro mit sich führten. Seit Jahren (ca, 2005) fordern alle, es braucht härtere Stafen. Fast im Monats Takt werden neue, härtere Massnahmen verabschiedet. Bringen tuts nichts..

  • Bla Bla am 21.11.2010 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nur zu

    Für die Scdhäden muss aufgekommen werden auch bei Schmierereien Objektwurf Schlägereien Ich glaube die Kuscheljustiz hat ausgedient

  • Franz Bissig am 21.11.2010 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sportmuffel

    Es sollten alle Kosten der Polizei und sicherheitsbeamten den jeweiligen Fanclubs oder Sportvereinen auferlegt werden, denn nur so sorgen sie, dass ihre Fans anständig bleiben

Die neusten Leser-Kommentare

  • Xoff am 23.11.2010 06:37 Report Diesen Beitrag melden

    Machen wir es doch ...

    ...so wie die Holländer. Dort sind die Clubs für die Vergabe von Tickets für Auswärtsspiele verantwortlich - und tragen auch die vollen Kosten allfälliger Schäden. In Holland scheint das zu funktionieren - warum nicht bei uns auch? Ausserdem bin ich dafür, Pyros ins Waffengesetz aufzunehmen und deren Erwerb unter die Bewilligungspflicht zu stellen.

  • Franz Bissig am 21.11.2010 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sportmuffel

    Es sollten alle Kosten der Polizei und sicherheitsbeamten den jeweiligen Fanclubs oder Sportvereinen auferlegt werden, denn nur so sorgen sie, dass ihre Fans anständig bleiben

  • Unverhältnis/mässig am 21.11.2010 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichheit?

    Wie kann man jemanden der an einem Fussballspiel einen Feuerwerkskörper zündet härter bestrafen als jemand der es am 31. Dezember auf dem Bellevue tut (beides in Menschenmengen)?? Die 'Jagd' auf zündelnde Fans hat völlig unverhältnismässige Formen angenommen. In diesem Strafkatalog steht etwas betreffend Bestrafung beim Mitführen von Pyro, nur blöde das ein St.Galler Gericht Fans freigesprochen hat, welche Pyro mit sich führten. Seit Jahren (ca, 2005) fordern alle, es braucht härtere Stafen. Fast im Monats Takt werden neue, härtere Massnahmen verabschiedet. Bringen tuts nichts..

  • E.Michel am 21.11.2010 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Farce

    Wo her sollen die Chaoten ihr Geld nehmen? Arbeiten die überhaupt? Facit: Der Steuerzahler zahlt weiter für Schäden und Polizeisaläre, anstattdie die Millionon kassierenden Spieler.

  • John Wayne am 21.11.2010 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Pro Pyro

    Hat schon immer zum Fussball dazugehört und wird es auch in Zukunft noch!!!