Verunglückter Reisebus

24. Juni 2014 16:28; Akt: 24.06.2014 17:04 Print

Horrorunfall von Siders wird nachgestellt

Das Busunglück von Siders VS, bei dem 22 belgische Kinder starben, wird von holländischen Forensikern neu aufgerollt. Unzufriedene Eltern haben die Untersuchung in Auftrag gegeben.

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Bei dem schweren Busunglück auf der A9 bei Sierre VS sind am 13. März 2012 28 Personen ums Leben gekommen. So verlief der Unfall von Sierre. Die letzten Meter vor dem Aufprall. Der Kanton Wallis veröffentlicht am 31.1.2013 die 3D-Animation. der schwere Gang der Angehörigen: Sie mussten in der Leichenhalle in Sion ihre Kinder identifizieren. Die Leichen der verstorbenen Kinder wurden am 14. und 15. März ins Centre funériare von Sion gebracht. In Sierre sind am Abend nach dem Unglück des rund 200 Einwohner zu einem spontanen Traueranlass zusammengekommen. Im Verlaufe des Tages sind Sie hoffen, dass ihr Kind zu den Verletzten gehört und nicht zu den 28 Todesopfern. berichten vom Unglück, hier vor dem Spital in Sion. Viele Angehörige werden im untergebracht - von der Polizei gut abgeschirmt vor zu neugierigen Medien. Auch in Belgien finden noch am Abend Trauergottesdienste statt, wie dieser in sprechen den Angehörigen ihr grosses Mitleid aus und danken zugleich den Rettungskräften für ihren grossen Einsatz. Am Eingang des Tunnels der A9, in dem es am Abend des zum Horrorcrash kam, legen Menschen Blumen nieder. Bei dem schweren Verkehrsunfall im Wallis sind . Im Autobahntunnel Sierre fuhr das Fahrzeug in eine Nothaltestelle. Die Rettungsaktion im Tunnel dauerte über an. Das Wrack des Reisecars Es wurde nach Visp gebracht. Im Bus waren unterwegs. Es handelte sich dabei um zwei Schulklassen aus Flandern. Unter den Toten sind Der Car wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, zahlreiche Insassen waren Unter den Toten sind auch 24 weitere Kinder wurden bei dem Unfall eines belgischen Reisecars Eine Tragödie dieses Ausmasses habe es im Wallis , sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Christian Varone, am Mittwochmorgen vor den Medien. Der Reisebus fuhr auf der Autobahn von Sierre in Richtung Sitten. Die meisten Opfer sind Kinder , die im Val d'Anniviers in den Skiferien waren. Die verletzte Kinder wurden in vier Spitäler im Wallis gebracht; drei besonderes wurden in die Unispitäler von Lausanne und Bern geflogen. Die meisten Verunfallten kamen Sie waren auf der nach Belgien. Betroffen zeigte sich an der Medienkonferenz auch der Botschafter Belgiens in der Schweiz. «Dieses Drama wird ganz Belgien erschüttern», sagte Jan Luykx.

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Ein auf Forensik spezialisiertes privates Unternehmen aus den Niederlanden wird am 2. Juli den Horrorunfall in Siders VS nachstellen und aufzeichnen. Im März 2012 verunglückte ein belgischer Reisebus. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben, vor allem Kinder.

Nachgestellt wird der Unfall jedoch nicht in Siders, sondern an einer dafür geeignete Stelle in den Niederlanden oder Belgien, wie es seitens des Independent Forensic Servises (IFS) hiess. Der genaue Ort ist noch nicht definitiv ausgewählt.

«Dabei wird der Bus auch nicht in eine Mauer gelenkt», sagte Selma Eikelenboom, Direktorin bei IFS. Vielmehr werde ein Buschauffeur auf einem Parcours fahren, während 3D-Kameras die Bewegungen aufzeichneten.

Walliser Staatsanwalt wollte sich nicht äussern

Der von der Busfahrt hergestellte 3-D-Film soll laut IFS vor allem über die Position der Räder und des Lenkrades Aufschluss geben. Ein Experte aus Kanada wird die Analyse übernehmen. Gerne hätte man die 3-D-Aufnahmen am Original-Unfallort gemacht, doch die Schweizer Behörden hätten dies nicht erlaubt, sagte Eikelenboom.

Die Walliser Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äussern. Sie verwies lediglich auf ein Communiqué, das an die Medien verschickt werden soll. Wann dies geschehen wird, wurde nicht gesagt.

Eltern gaben private Untersuchung in Auftrag

Die Untersuchungen zu dem Busunglück wurden seitens der Schweiz eingestellt, ohne die genaue Unfallursache eruiert zu haben. Ein im Mai 2013 veröffentlichtes Gutachten war zum Schluss gekommen, dass als wahrscheinlichste Unfallursache eine Unachtsamkeit oder ein Schwächeanfall des Chauffeurs in Frage kommen.

Unzufrieden mit den Ermittlungsergebnissen hatten 14 betroffenen Eltern Mitte April bei IFS eine zusätzliche Abklärung in Auftrag gegeben. Die Kosten werden vom Unternehmen übernommen.

Suizidgedanken als Auslöser?

IFS-Direktorin Eikelenboom bezeichnete die Schlussfolgerung als «unbegreiflich». Ihr Institut verfolgt eine andere Spur. So ist bekannt, dass der Buschauffeur ein Antidepressivum eingenommen hatte.

«Es gibt Menschen mit einem Defekt im Erbgut, der dafür verantwortlich ist, dass die Einnahme von solchen Medikamenten Suizidgedanken und Aggressionen auslöst», sagte ein IFS-Sprecher zur SDA. In der Vergangenheit habe man bereits mehrere solche Fälle gehabt, bei denen dieser Zusammenhang festgestellt werden konnte.

Der Abschlussbericht des Instituts soll veröffentlicht werden. Wann dies sein wird, ist noch offen.

Beim Unfall am 13. März 2012 im Tunnel der Autobahn A9 bei Siders verloren 22 Kinder und sechs Erwachsene ihr Leben. Weitere 24 Kinder wurden teilweise schwer verletzt. Ein belgischer Reisecar war frontal in eine Nothalte-Nische des Tunnels geprallt.

(sda)