Drei Iraker in Haft

24. September 2014 00:45; Akt: 24.09.2014 09:32 Print

IS-Anhänger planten Anschlag in der Schweiz

Giftgas und Sprengstoff: Die drei in der Schweiz verhafteten Anhänger der Terrormiliz IS planten gemäss einem Medienbericht einen Anschlag in der Schweiz.

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Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) erhielt den entscheidenden Tipp zu den Irakern aus dem Ausland. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

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Drei Iraker sitzen seit dem Frühling in Untersuchungshaft in verschiedenen Berner Anstalten. Die drei Männer sollen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv unterstützt haben. Was zur Verhaftung führte, war jedoch der Tipp eines «befreundeten» ausländischen Geheimdiensts.

Dieser hatte die Telekommunikation der Iraker in der Deutschschweiz überwacht. Und irgendwann ergaben sich Hinweise, dass das Trio einen Anschlag mit «Sprengstoffen und giftigen Gasen» plante, wie der «Tages-Anzeiger» am Mittwoch berichtet.

Der Nachrichtendienst meldete den Terror-Verdacht gemäss der Zeitung der Bundeskriminalpolizei weiter, welche ebenfalls begann, die drei Verdächtigen zu überwachen. Als es Hinweise gab, dass das Material für die Terror-Akte beschafft werden sollte, schlugen die Behörden zu. Ende März kam es zu Razzien und den Verhaftungen.

Details zu den Verfahren machen die Gerichte jedoch nicht öffentlich. Ermittelt wird laut der Zeitung jedoch nicht nur wegen der Planung der Anschläge, sondern auch zum Vorwurf illegaler Pornografie mit Minderjährigen.

Der «Tages-Anzeiger» berichtet weiter, dass die Verdächtigen zwischen 28 und 33 Jahre alt sind. Einer von ihnen sei Asylbewerber. Einer der Männer lebte laut der Zeitung vor der Verhaftung im Kanton Aargau, ein Zweiter in der Nähe von Schaffhausen. Der Dritte habe als letzten festen Wohnsitz die syrische Hauptstadt Damaskus angegeben.

(num/sda)