Asyl-Statistik Februar

12. März 2015 13:55; Akt: 12.03.2015 13:55 Print

Im Februar wurden weniger Asyl-Gesuche eingereicht

Im Februar sind in der Schweiz weniger Asylgesuche eingereicht worden als im Januar. Gesuche von Staatsangehörigen aus Sri Lanka und dem Kosovo gingen deutlich zurück.

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Asylsuchende in der Asylunterkunft Lindenfeld. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

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Zwar ersuchten im Februar mehr syrische und eritreische Staatsangehörige um Asyl, gleichzeitig ging aber die Zahl der Gesuche von Staatsangehörigen aus Sri Lanka und dem Kosovo deutlich zurück.

Insgesamt wurden im Februar 1424 Asylgesuche eingereicht, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem Januar ging die Zahl der Gesuche damit um 9 Prozent zurück. Im Vergleich mit Februar 2014 wurden 3 Prozent weniger Gesuche eingereicht.

Mehr Syrer und Eriträer

Deutlich zurückgegangen sind die Asylgesuche von sri-lankischen Staatsangehörigen: Die Zahl der Gesuche sank im Vergleich zum Vormonat um 40 Prozent auf 108. Im Januar war der Inselstaat mit 181 Gesuchen noch das wichtigste Herkunftsland gewesen.

Einen deutlichen Rückgang verzeichnete das SEM auch bei den Asylgesuchen aus dem Kosovo (- 29 Prozent auf 79 Gesuche) und aus Nigeria (-27 Prozent auf 60 Gesuche).

Gestiegen ist hingegen die Zahl der Asylgesuche von syrischen und eritreischen Staatsangehörigen. Insgesamt 159 Eritreer reichten im Februar ein Asylgesuch ein, 9 Prozent mehr als im Januar. Fast ebenfalls so viele Gesuche gingen von Syrern ein (155 Gesuche, 14 Prozent).

Jedes fünfte Gesuch gutgeheissen

Von den 2358 Asylgesuchen, die im Februar in erster Instanz erledigt wurden, führten 494 zu einem positiven Entscheid. Rund jedem fünften Asylsuchenden wurde somit Asyl gewährt. Weitere 724 Personen wurden vorläufig aufgenommen.

Ausgereist sind im Februar 802 Asylsuchende - 28 Prozent mehr als im Vormonat. Den Pendenzenberg konnte das SEM im Februar leicht abbauen: Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle sank um 869 auf 15'172.

(sda)