Lohnstrukturerhebung

15. Juli 2019 09:44; Akt: 15.07.2019 13:42 Print

473'700 Personen kriegen weniger als 4335 Fr Lohn

Über ein Drittel der Tieflohnstellen verteilt sich auf den Detailhandel, die Gastronomie auf die Hotellerie. Vor allem Frauen sind betroffen.

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Im Jahr 2016 gab es im privaten und öffentlichen Sektor 329'300 Tieflohnjobs. Insgesamt arbeiteten 473'700 Personen – davon zwei Drittel Frauen – an einem solchen Arbeitsplatz und verdienten hochgerechnet auf Basis eines Vollzeitpensums von 40 Wochenstunden weniger als 4335 Franken pro Monat. Während 7,6 Prozent der Männer eine Tieflohnstelle besetzen, sind es bei den Frauen 17,0 Prozent.

Ein Grossteil – nämlich ein Drittel aller Tieflohnstellen – verteilte sich auf den Detailhandel (77'000 Arbeitnehmer), Gastronomie (57'600 Arbeitnehmer) und Hotellerie (28'900 Arbeitnehmer). Einen hohen Anteil an Tieflohnstellen verzeichnen etwa auch Frisörgeschäfte oder chemische Reinigungen.

Tieflohn trotz Maturität

Drei Viertel der Arbeitnehmenden mit einem Tieflohn haben keine abgeschlossene Berufsbildung. Aber auch bei Personen mit einer Maturität (14.8%) sind die Anteile der Personen mit einem Tieflohn überdurchschnittlich hoch. Bei Uni- (2.9%) oder Hochschul-Abgängern (2.1%) ist der Anteil der Tieflohnbeziehenden dagegen klar unterdurchschnittlich.

Wichtig ist auch das Alter: Jeder fünfte 20- bis 29-Jährige – insgesamt 150'000 Personen – bezieht einen Tieflohn, verdient also weniger als 4335 Franken pro Monat. Tendenziell sinkt mit zunehmendem Alter der Anteil Tieflohnbezüger. Bei den über 64-Jährigen nimmt der Anteil jedoch wieder zu. Auch die Herkunft spielt eine Rolle: Ein Grossteil der Tieflohnstellen, nämlich 53,8 Prozent, wird von Ausländern besetzt.

Lebst auch du von einem tiefen Lohn? Wie kommst du damit über die Runden? Erzähl uns deine Geschichte!


(dk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maja am 15.07.2019 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Rentnerin

    Ich als Rentnerin habe bei weitem keine 4300. zu Verfügung, aber darf Steuern zahlen.

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  • peter am 15.07.2019 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    xxxx erhalten über 1'000'000.--

    so viel kann man gar nicht Arbeiten das man das verdient hätten. Selbst bei Bundes nahen Betrieben werden solchen summen Bezahlt.

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  • Anakina am 15.07.2019 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Sagt mal..

    ...wieviel mal wollt Ihr das Thema Lohn noch aufgreifen !?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • JackMac am 29.07.2019 21:13 Report Diesen Beitrag melden

    Sauerei im Land

    Keine Abzüge mehr, ob du 2 oder 4 Kinder grossgezogen hast. Singlebesteuerung. Grosse Sauerei ist das.

  • Stefan am 16.07.2019 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem? Jeder ist für sein Leben selbs

    Was ich nunmehr seit 17 Jahren in der Schweiz feststellen musste niemand muss hungern. Damals mit den Eltern als Kind eingewandert aus DE wurde uns schon damals beigebracht dass man es nur gut anstellen braucht. Jetzt 17 Jahre später, arbeite ich in einem Tourismus Hotspot für 4500 Franken Brutto, nach Abzug von Steuern, Krankenkasse und Miete bleibe mir immer noch knappe 3000, einfach mal die Ansprüche nach unten schrauben. Dann ist auch wieder ein Urlaub drin.

  • Chrissy Cole am 16.07.2019 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Jammerei pur

    Ich habe auch einen Tieflohn. Um die 3000.- und komme damit zurecht. Man muss sich eben einen Plan machen und nicht immer alles haben wollen.

    • alice am 16.07.2019 12:20 Report Diesen Beitrag melden

      Pläneschmieden

      hatten wir auch nur da kommt im Leben viel anderes dazu Unfall Eltern betreuung alsonicht mehr ARbeiten gehen dann mehr Kinder und alles mit Liebe durchs leben gebracht ich Wünsche ihnen ja dass der PLan Aufgeht ein Plan b ist auch immer gut

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  • Eric Cerf am 16.07.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott.

    Egal wo auf der Welt gibt es (zu) viele Menschen, die für einen miesen Lohn schaffen müssen. Hier in Westeuropa greifen Sozialhilfen, die "Wirkung poor" unterstützen. Fast in jedem Fall spielt fehlende Ausbildung gekoppelt mit nicht genügenden Sprackenntnisse des Gastlandes die entscheidende Rolle. Viele Menschen entwickeln keinen gesunden Ehrgeiz mehr, um beruflich weiter zu kommen. Selbst Arbeitnehmer mit schlechter Schulbildung können die Karriereleiter besteigen, wenn ein unbändiger Wille vorhanden ist. Bildete früher Stifte aus, und konnte deren Lage gut einschätzen.

    • alice am 16.07.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

      Gleichstellung

      ja das ist gut Heute hat man eine Chance etwas weiter zu kommen aber es braucht auch Menschen wie Eltern die helfen dass alle weiter kommen aber es braucht auch Verkäuferinnen und Handwerker und da kigt der Hase im Pfeffer ein AHV Systeme für alle

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  • alice am 16.07.2019 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Rattenschwanz

    grosses Problem ich war Verkäuferin hatte 1958 500.- Fr, und später 1800.- das war in den 70 Jahren ein guter Lohn aberes blieb nichts fürs alter èbrig und die AHV ist auch die niedrigste 1740.- es ist ein Rattenschwanz mein Tip AHV müsste besser unterstützt werden bei kleinem Einkommen denn niemand geht gerne in Ergänzungsleistung