Asylgesuche

14. Februar 2013 11:18; Akt: 14.02.2013 11:24 Print

Immer mehr Tunesier wollen in die Schweiz

Allein im Januar wurden in der Schweiz 2141 Asylgesuche eingereicht. 229 davon kamen von Tunesiern. Das ist eine Zunahme von 61 Prozent.

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In der Schweiz sind im Januar 2141 Asylgesuche eingereicht worden. Das wichtigste Herkunftsland war Tunesien mit 229 Gesuchen. Die Zahl der Gesuche aus dem politisch erschütterten Land stieg gegenüber dem Vormonat um 87 - eine Zunahme von 61 Prozent.

Wie das Bundesamt für Migration (BFM) am Donnerstag mitteilte, folgten Nigeria mit 222 Gesuchen ( 72 Gesuche, 48%), Eritrea mit 219 Gesuchen (-3 Gesuche, -1,4%), Afghanistan mit 125 Gesuchen ( 27 Gesuche, 28%) und Marokko mit 110 Gesuchen ( 31 Gesuche, 39%).

Insgesamt wurden im ersten Monat des Jahres 35 Prozent mehr Gesuche gestellt als im Dezember und leicht weniger als im November 2012. Im Vergleich zum Januar 2012 gab es eine Abnahme um 24 Prozent.

Binnenwanderung Richtung Norden

Ein beachtlicher Teil der eingereichten Gesuche stamme von Personen, die sich bereits seit einiger Zeit in Europa aufhalten, schreibt das BFM. «Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme in vielen EU-Ländern erfolgt zunehmend eine Binnenwanderung Richtung Norden.»

Die Anzahl Asylgesuche von Staatsangehörigen der visumbefreiten Balkanstaaten blieb im Januar mit insgesamt 59 Gesuchen tief. Seit der Einführung des 48-Stunden-Verfahrens am 20. August 2012 wurden 1876 Asylgesuche erledigt, und 1872 Staatsangehörige dieser Länder haben die Schweiz verlassen.

Dublin-Überstellungen

Im Januar 2013 hat die Schweiz bei 947 Asylsuchenden einen anderen Dublin-Staat um Übernahme ersucht. 530 Anfragen betrafen Italien. In 727 Fällen wurde der Anfrage entsprochen. Gleichzeitig konnten 357 Personen auf dem Luft- oder Landweg an den zuständigen Dublin-Staat überstellt werden (228 nach Italien). Das sind 46 Personen mehr als im Vormonat.

Im gleichen Zeitraum wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 216 Personen ersucht: Bei 129 Personen erklärte sich die Schweiz zu einer Übernahme bereit, 86 Personen davon wurden der Schweiz überstellt. Bei ebenfalls 86 Personen wurde die Zuständigkeit der Schweiz abgelehnt.

Im Januar 2013 sind 1009 Personen behördlich kontrolliert auf dem Luftweg aus der Schweiz ausgereist. 2043 Asylgesuche konnten erstinstanzlich erledigt werden. Das ist gegenüber Dezember 2012 eine Zunahme von 23 Prozent.

(sda)