TCS-Auswertung

04. Dezember 2014 18:54; Akt: 04.12.2014 21:15 Print

In Zürich und Basel bleiben Zebrastreifen gefährlich

Mehrere Grossstädte tun sich schwer mit der Sanierung von Fussgängerstreifen. Gute Noten verteilt der TCS hauptsächlich in der Romandie.

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54 Fussgängerstreifen in der Schweiz werden weiter als gefährlich eingestuft. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

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In vielen Schweizer Städten gibt es nach wie vor gefährliche Zebrastreifen. Faktoren wie Unaufmerksamkeit, frühe Dämmerung, dunkle Kleidung oder mangelnde Beleuchtung tragen dazu bei, dass es gerade im Herbst zu vielen Verkehrsunfällen mit Fussgängern kommt. Ein immer grösserer Teil der Bevölkerung tritt dieser Gefahr mittlerweile aktiv entgegen. So gibt es immer mehr Schulen, die auf dem Schulweg Leuchtwesten empfehlen oder gar zur Pflicht machen.

Dies scheint notwendig zu sein, wie eine Untersuchung des TCS ergeben hat. Der Verkehrsclub hatte zwischen 2010 und 2012 215 Fussgängerübergänge in 21 Schweizer Städten getestet und 96 als gefährlich eingestuft.

54 Zebrastreifen noch gefährlich

Wie nun aktuelle Tests der 96 gefährlichen Fussgängerstreifen ergaben, ist die Situation noch immer nicht überall befriedigend. Bei 54 der 96 Übergängen wurden seit den letzten Tests bauliche Veränderungen vorgenommen.

In 33 Fällen bewirkten diese nach Ansicht des TCS auch einen Sicherheitsgewinn. In 9 Fällen führten die Veränderungen jedoch zu keiner signifikanten Erhöhung der Sicherheit. 12 Fussgängerstreifen befanden sich gerade im Umbau oder wurden zwischenzeitlich aufgehoben und konnten deshalb nicht abschliessend beurteilt werden.

Zürich und Basel mit schlechten Noten

57 der 96 überprüften Fussgängerstreifen, also auch solche, die umgestaltet wurden, sind nach Ansicht des TCS weiterhin unzureichend und gefährlich, wie der Verband am Donnerstag mitteilte.

Als Musterschüler bezeichnet der TCS die Städte Neuenburg, Delsberg, Freiburg, Frauenfeld und Olten. Dort seien alle oder der Grossteil der als gefährlich eingestuften Zebrastreifen saniert worden.

Schlechte Noten stellt der TCS Basel, Thun, Bellinzona, Davos, Winterthur und Zürich aus, wo an keinem der gefährlichen Fussgängerübergänge Veränderungen vorgenommen wurden. In Solothurn seien noch immer drei Übergänge gefährlich, ein vierter wurde aufgehoben.

(dia/sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Die meisten Unfälle an Zebrastreifen passieren schlicht wegen Verständigungsproblemen zwischen Autofahrern und Fussgängern. Warum nicht einfach die Situation mit Ampeln klären? Und zwar kein automtisches System sondern nur auf Knopfdruck des Fussgängers. Also kein Fussgänger = freie Fahrt. Beide Parteien wüssten so immer woran sie sind und müssten sich auch weniger aufregen. Klar kostet das Geld - aber wäre dieses Projekt zur Lebensrettung in der Schweiz nicht genauso sinnvoll wie im Ausland Leben zu retten? Dann könnte man das Geld aus diesen Auslandprojekten abziehen. – Betroffene

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel F. am 22.07.2013 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Es wäre so einfach....

    Wenn die Fussgänger achtsam wären, wie wir das in der Schule gelernt haben, dann könnten etliche Unfälle vermieden werden. Und wenn der Autofahrer anhält, um die Fussgänger durch zu lassen, ein kleines Handzeichen oder Kopfnicken zum Dank. Damit zeigt man Wertschätzung gegenüber dem AF und er wird sicher beim nächsten ZS bereitwilliger anhalten. So habe ich es gelernt und , oh Wunder, ich wurde noch nie angefahren.

  • Beobachter am 21.07.2013 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beobachtender an der Strasse

    wenn die Leute über den fussgängdrstreifen gehen (und nicht sonst über) und auch schauen bevor (!) sie auf die Strasse latschen passiert nichts. ...einfach reinlatschen im Zombiemodus ist halt doof.

  • Michael Egger am 21.07.2013 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es geht auch billiger

    Jeder Verkehrsteilnehmer hat Verantwortung. Wenn mir als Lenker jemand den Vortritt nimmt, bremse ich, um einen Unfall zu verhindern, auch wenn ich Vortritt habe! Das gleiche gilt für Fussgänger und Velofahrer!! Es würde schon viel helfen, wenn an jedem Zebrastreifen ein Schild steht. Wenn es dunkel ist, regnet oder schneit, ist der Zebrastreifen oft nicht zu erkennen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Autolenker... am 05.12.2014 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...wieso kompliziert wenns einfach gehen würde...

    Lose, luege, laufe...so wurde es damals gelernt! Heute würden auch nur ein Handzeichen vor dem Überqueren von Strassen ausreichen - damit gäbe es bestimmt weniger Unfälle mit Passanten indem man die Verantwortung zwischen Verkehrsteilnehmer und Passanten teilen würde...

  • D.H am 04.12.2014 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesunder Menschenverstand

    Statt Leuchtwesten tragen, wäre es besser man würde wieder an den gesunden Meschenverstand appellieren und auf die Straße schauen

  • Glück gehabt am 04.12.2014 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fußgängerstreifen

    Ich wurde gestern auf Fussgängerstreifennin Zürich Nähe Bahnhofstraße abends auch fast angefahren. Ich war am Überqueren und ein Auto fuhr über Fußgängerstreifen und sah mich garantiert, da dort Beleuchtung war !

  • Tony Baja am 22.07.2013 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Weiterhin Tote, weniger Stromkosten? Oo

    Also wenn beleuchten dann könnte man doch eher die F.streifen mit einer noch heller fluoreszierenden Farbe aufmalen oder wie in den USA kleine Leuchtlampen (evtl. LED?) vor und hinter die F.streifen einbauen, somit sieht man als Autofahrer besser, dass da gleich ein F.streifen kommt und damit wird die Bremsbereitschaft erhöht? Dass viele Fussgänger trotzdem wie kopflose Hühner über die Strasse laufen wird aber nicht bessern, da muss man schon konsequent sein und dann auch das Fussgänger Vortrittsrecht abschaffen. Aber das man lieber weniger Stromkosten will, statt weniger Tote im Verkehr?

  • Daniel am 22.07.2013 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Politiker Schwachsinn

    Das Volk soll überall sparen. Kantone streichen überall Stellen. Und jetzt ein solcher Vorschlag. Es wird wieder einmal mehr klar ersichtlich, dass unsere Politiker nur ins blaue faseln. Woher kommt den jetzt das Geld für diesen Schwachsinn? Wird die Menge der Politiker halbiert und das Gesparte so eingesetzt? Oder werden noch einmal einige Stellen im Sozialwesen gespart? Liebe Politiker und Verantwortliche. Geht lieber in die Ferien. Es wird für uns billiger und der Nutzen ist viel grösser.