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Schweizer ausgeschlossen
Ist nicht nur in der Liebe so. Viele aus dem Ausland wollen nichts am Hut haben mit uns Schweizern. Bei uns auf der Arbeit sind diese Ländergruppierungen klar ersichtlich.
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16. Januar 2020 09:46; Akt: 16.01.2020 10:43 Print
Wenn unter 40-Jährige gefragt werden, ob sie gegenüber anderen Kulturen aufgeschlossen seien, sagen fast alle Ja. Die entsprechenden Werte liegen bei allen Gruppen – Ausländern und Schweizern mit und ohne Migrationshintergrund – bei 70 Prozent und mehr. Das zeigen Zahlen des Bundes. Doch im Beziehungsleben zeigt sich genau das Gegenteil.
Das zeigt auch der «Club» des Schweizer Fernsehens vom Dienstag mit einer Sekundarschule aus Klingnau AG. «Ein Schweizer Ehemann würde nicht in Frage kommen», sagte dort eine kosovarische Schülerin. «Wir sind halt so aufgewachsen, und mir gefällt das auch.» Eine andere Schülerin pflichtete ihr bei. Es sei ihr wichtig, einen Mann aus demselben Kulturkreis zu haben: «Wir haben dieselbe Sprache und können uns so verständigen.»
Affinität zu Personen gleicher Herkunft
In Daten des Bundes zeigt sich ein Trend: Immer weniger der neu geschlossenen Ehen sind zwischen Partnern mit verschiedenen Nationalitäten. Im Jahr 2018 war etwas mehr als jede zweite neue Ehe bei 20- bis 24-Jährigen gemischtnational, bei den 25- bis 29-Jährigen jede dritte. Im Vergleich zum Jahr 2011 gingen die Anteile insbesondere bei den in den Schweiz geborenen Ausländern stark zurück. Sie heiraten immer noch deutlich häufiger als andere Gruppen einen Partner einer anderen Nationalität, aber der Anteil sank deutlich.
Dirk Baier, der an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) forscht, hat in einer Befragung untersucht, ob und wieso Jugendliche unter sich bleiben wollen. Dabei hat er grosse Unterschiede festgestellt. «Grundsätzlich haben alle Menschen eine Affinität zu Personen gleicher Herkunft», sagt er. «In Beziehungsfragen gilt: Gleich und gleich gesellt sich gern.» Die jüngeren Generationen seien zwar so tolerant wie keine zuvor, doch diese Offenheit ende bei der Paarfindung und der Heirat (siehe unten).
Gruppen, die stärker unter sich bleiben möchten
Allerdings: Während sich einige Gruppen stärker abkapseln, sind bei anderen Beziehungen über kulturelle Grenzen hinweg häufiger. Um die Unterschiede festzustellen, haben Baier und sein Team die sogenannte Segregationswahrnehmung untersucht. Die Jugendlichen wurden gefragt, ob sie der Meinung seien, Leute ihrer Nationalität sollten nur unter sich heiraten und Leute ihrer Nationalität sollten stärker unter sich bleiben. Eine hohe Zustimmung zu beiden Fragen wurde als Zustimmung zur Segregation, also dem Unter-sich-Bleiben, interpretiert.
Insgesamt teilten 11 Prozent der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund diese Einstellung. Deutlich offener sind hingegen Jugendliche aus Österreich, Portugal, Deutschland, Frankreich, Spanien, Brasilien und Italien. Eine stärkere Abkapselung beobachteten die Forscher wiederum bei Kroaten, Türken, Serben, Bosniern und Sri Lankern. Bei den mazedonischen und kosovarischen Jugendlichen gehört gemäss der Studie gar ein Drittel zur Gruppe, die unter sich bleiben will.
Nicht alle Betroffenen sehen das so. Aline H. ist Schweizerin und seit vier Jahren mit ihrem kosovarischen Freund zusammen. Natürlich gebe es immer wieder Unterschiede, sagt sie. «Aber genau das kann interessant sein und die Augen für Neues öffnen.»
Herr Baier, welche Rolle spielen Kulturunterschiede heute?
Heutige Generationen sind gegenüber anderen so offen wie keine zuvor. Bei der Paarfindung und Heirat hat die Offenheit aber ihre Grenzen. Hier bewegen sich viele lieber in vertrauten Kreisen.
Warum ist das so?
Wir alle haben eine Affinität für Personen gleicher Herkunft. Gleich und Gleich gesellt sich bei der Paarfindung gern, Gegensätze ziehen sich nicht automatisch an. Eine Beziehung ist ein grosser Schritt und für das weitere Leben relevant.
Ist das eine Art Naturgesetz?
Nein. Wir haben in unserer Befragung gesehen: Wer generell besser mit Personen aus anderen Gruppen klarkommt, der geht auch eher eine Beziehung über kulturelle Grenzen hinweg ein. Es gibt Gruppen, die sich eher abkapseln als andere.
Welche sind das?
Vor allem Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien kapseln sich stärker ab. In einigen Kulturen sind Beziehungen nicht nur Privatsache, sondern auch eine Sache der Familie, die mitentscheidet. Dann wird eher an traditionellen, konservativen Entscheidungen festgehalten.
(ihr)
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Ist nicht nur in der Liebe so. Viele aus dem Ausland wollen nichts am Hut haben mit uns Schweizern. Bei uns auf der Arbeit sind diese Ländergruppierungen klar ersichtlich.
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Muss ja jeder selber wissen. Mir ist jedoch aufgefallen, dass gerade bei Albabisch-Stämmigen oftmals die Familie zufest mitredet. Oft sind dies Zweckbeziehungen und keiner der beiden Betroffenen ist wirklich glücklich! Das ist schade und tut mir leid für die Betroffenen. Diese Illusion der "Alten", dass sich über Generationen die Nationen nicht mischen werden ist falsch. Wird ein Kind (Secondo) hier geboren, wird es automatisch "andere Ansichten" kriegen, als eines das im Herkunftsland geboren wird. Sowas kann nicht gesteuert werden und überträgt sich dann von Generation zu Generation. Da hilft es auch nichts einen Partner aus dem Heimatland via Familiennachzug reinzuholen um irgendwelche Traditionen krampfhaft am Leben zuerhalten. Am Ende sind die zwei trotzalllem nicht auf einer Wellenläge undcdas ist für eine glückliche Ehe das A&O. Ich appelliere den Jungen, dies ihren Eltern klarzumachen. Am Schluss muss jeder glücklich sein.
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Vielleicht hängt es teilweise auch zusammen, dass insbesondere bei balkanstämmigen Secondes, vielfach die Frau/Tochter kein / ein beschränktes Mitspracherecht hat und der Vater, das Familienoberhaupt, entscheidet, mit wem sie eine Beziehung eingehen darf und mit wem nicht
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Alle 325 Kommentare
Glücklich mit Kosovare
Ich (Schweizerin) bin seit 3 Jahren in einer glücklichen Beziehung mit einem Kosovo-Albaner. Ich mag andere Kulturen und finde es interessant neues zu Entdecken, auch andere Meinungen oder Bräuche. Leider sehe ich auch, dass bei anderen aus dem Balkan stammenden Familien, die ältere Generation oft "mitreden" will und Beziehungen mit Schweizern oder anderen Religionen nicht toleriert werden. Es ist wohl eine Feage der Zeit (Generationenwechsel), bis sich dies ändert... Auch meine schweizer Familie musste meine Wahl erst akzeptieren. Nun sind alle happy :-)
Nicht nur in der Schweiz so.
Gewisse Volksgruppen bleiben unter sich, egal wo sie sich aufhalten. Dies ist vor allem bei vielen aus dem Balkan so. Traditionen sind hier auch bei der dritten Secondogeneration noch tief verwurzelt, man bleibt unter sich. Die Familie redet mit, die Alten bestimmen, die Jungen haben sich zu fügen.
Reversed Snobism
Nach meiner Erfahrung akzeptieren 90% der Zugewanderten nicht, wenn ihre Tochter einen Schweizer als Partner hat. Besonders die erste Generation aus dem Balkan ist extrem rassistisch, was ich (Schweizer) regelmässig im Umfeld meiner Freundin (Balkan) erlebe.
Wiedersprechen
Also ich komm aus dem Kosovo bin aber mit ein Schweizer verheiratet. Find es traurig das viele kosovaren von ihren Kindern verlangen sich wie ein Schweizer zu benehmen, arbeiten , studieren usw. aber wenn es darum geht mit ein Schweizer zusammen Dan drehen alle durch und verbieten dies. Ehre hin oder her, man sollte mit dem Zusammensein den man liebt , sind alle Menschen und von jeder Nation gibt gute und schlechte. Also man sollte das Festhalten was einem glücklich macht.
Gleich
In der Berufsschule wurde uns beigebracht das sich jeder zweite schweizer scheiden lässt. also wen ich ein bund fürs leben eingehe dan möchte ich nicht die 50% 50% chance haben. aus diesem grunde entscheide ich mich für gleichgesinnte, und diese beziehungen halten deutlich länger...