Schweiz

07. Februar 2020 10:19; Akt: 07.02.2020 12:05 Print

Alarmstufe Rot wegen Vogelgrippe-Gefahr

Der Bund gibt eine Warnung wegen Vogelgrippe heraus. Wegen bestätigter Fälle aus Trutenmastbetrieben in Polen wird die Gefahr als gross erachtet.

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Der Bund erachtet die Vogelgrippe-Gefahr in der Schweiz als gross. Er empfiehlt konkrete Massnahmen zum Schutz der Tierbestände. Auslöser für die Hochstufung sind bestätigte Fälle von hochansteckender Vogelgrippe in kommerziellen Trutenmastbetrieben in Polen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bekanntgab. Auch aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Tschechien liegen bestätigte Fälle bei Puten, Legehennen, Enten, Gänsen und Perlhühnern aus Mastbetrieben oder Hobbyhaltungen vor.

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Bei der neusten hochpathogenen Geflügelpest handelt es sich um den Subtyp H5N8. Das BLV geht von einem neu assortierten Virus mit mutmasslichem Ursprung in Russland aus. Auch bei einem Wildvogel in Deutschland wurde das hochansteckende Virus diagnostiziert.

Zugverhalten von Wildvögeln

Ob von den Wildvögeln eine Gefahr für das hiesige Nutzgeflügel ausgeht, hängt vom Zugverhalten der Wildvögel ab. Sollte in den nächsten Tagen eine Kältewelle auftreten, könnten die aufgrund der milden Witterung stationär gebliebenen Vögel doch noch südwärts ziehen und auf den Mittellandseen der Schweiz ankommen.

Verbreitet werden könnte das Virus auch wegen der intensiven europäischen Handelsbeziehungen im Geflügelsektor. Die betroffenen Staaten haben unterdessen die erforderlichen Massnahmen getroffen. Dabei wird namentlich der Handel mit Tieren aus betroffenen Gebieten unterbunden.

Erhöhtes Einschlepp-Risiko

Das BLV schreibt, wegen der Zugvögel im Überwinterungsgebiet in der Schweiz müsse derzeit von einem erhöhten Risiko ausgegangen werden, dass das Virus eingeschleppt werde. Die Geflügelhalter werden aufgefordert, die Hygiene- und Biosicherheitsmassnahmen in ihren Betrieben zu überprüfen und nötigenfalls zu verbessern.

Die Früherkennung ist laut BLV zentral. Es bittet die Bevölkerung, wachsam zu sein und tote beziehungsweise kranke wildlebende Wasservögel einem Wildhüter oder dem zuständigen Veterinäramt zu melden. Die Untersuchung von toten und kranken Wildwasservögeln sei nötig, damit ein aktuelles Seuchengeschehen möglichst früh erkannt werden könne.

Seit Mitte Dezember 2019 wurden gemäss einer Aufstellung des BLV insgesamt sechs tote Wildwasservögel, meist Höckerschwäne, aus dem Genfer-, Bieler- und Wohlensee untersucht. In allen Fällen war der Befund negativ, die Tiere waren also nicht an Vogelgrippe erkrankt beziehungsweise gestorben.

Betreiber von Geflügelmastbetrieben wird die Durchführung einer Ausschlussuntersuchung empfohlen. Seit Dezember 2019 hat laut BLV kein Betrieb eine solche durchgeführt. Verdächtig sind Tiere, die ausgeprägt an Atemproblemen leiden und deren Legeleistung sinkt. Hinweis auf einen Vogelgrippe-Befall kann zudem eine hohe Mortalität sein.

Letzte Welle Anfang 2017

Letztmals hatte der Bund am 18. März 2017 nach rund viermonatiger Dauer Präventionsmassnahmen zur Vogelgrippe aufgehoben. Zuvor waren mehrere Wildvögel am Virus verendet, beim Hausgeflügel wurden dagegen keine Fälle bekannt.

Insgesamt gab es 121 bestätigte Fälle auf 376 analysierte Tiere. Es handelte sich vorwiegend um Reiherenten, Möwen und Schwäne. Der letzte bestätigte Fall von Vogelgrippe stammt von Ende
Dezember 2017 aus Erlach BE am Bielersee.

Die Vogelgrippe ist für den Menschen deutlich weniger ansteckend als die normale Grippe. Für den Menschen ist vor allem der Subtyp H5N1 bedeutsam. In wenigen Fällen kam es zu einer Ansteckung, die dann auch tödliche Folgen hatte.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christoph am 07.02.2020 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selber Schuld

    Wir müssen uns auch nicht wundern solange wir so unmenschliche Mastbetriebe haben.

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  • E M M am 07.02.2020 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ANFANG ....

    Wann werden die Menschen ENDLICH VERNÜNFTIG. Man kann Tiere und auch die Natur nicht bis aufs Blut ausbeuten und auspressen ....FRÜHER ODER SPÄTER kommt die Rechnung. Die Arroganz der Mensch gegen das schwächste Lebewesen/Tiere ist grenzenlos

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  • Ljubi am 07.02.2020 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Ende naht

    Überall Seuchen, Krankheiten.... Das Ende naht meine lieben Weltbürger.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • motzer am 09.02.2020 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schweizerfleisch??

    blablaa... kein Fleisch essen, oder nur CH-Ware. Da sieht man wieder mal wie wir Konsumis ticken. All die schönen Flattertiere die so rum fliegen und sich in Schwärmen ansammeln, gehen in der Menge dieser beschränkten Kommentare vergessen.

  • edelweiss am 09.02.2020 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vogelgrippe

    ja gerade in der EU sind diese Massentirhaltungen erlaubt. und wir in der Schweiz haben das strengste Tierschutz Gesetz weltweit. also liebe Konsumenten kauft schweizer Fleisch und bezahlt etwas mehr dafür. Und etwas weniger Fleisch die Woche essen dann kann man sich das leisten. Wir haben nicht jeden Tag Fleisch. Aber wenn dan nur Schweizer Fleisch vom Bauer direkt.

  • edelweiss am 09.02.2020 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vogelgrippe

    jetzt das Corona Virus nun die Vogel Grippe und nun auch noch BSE ja ja wir sind auf dem schnellsten Weg uns selber zu vernichten. was bleibt ist dan nur noch die Natur. wir Menschen haben das nicht mehr im Griff wir rotten uns selber aus. Schöna Sunntig.

    • gingin am 09.02.2020 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @edelweiss

      das realisierts du erst jetzt???

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  • Keine Angst aber es nervt am 08.02.2020 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Beflügelte Grippe

    Vogelgrippe in Anmarsch? Jetzt wo auch Corona Virus grassiert? Also Leute, nur noch Fleisch von eierlegenden-milch-woll-Sauen essen. Und das grad um die Ecke.

  • Rita Monika am 08.02.2020 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Vogelgrippe....

    Vogelgrippe, neu BSE , 1 Fall in der Schweiz, arme Schweine, seit die nächsten. Coronarovirus etc.........Hört entlich mit der Panikmacherei auf!!!!