Ranking

20. September 2019 20:05; Akt: 20.09.2019 20:05 Print

In diesen Vorlesungen sitzen fast nur Frauen

Bei den Lehrberufen gibt es typische Männer- und Frauenjobs. Doch auch bei der Studienwahl spielt das Geschlecht eine Rolle, wie ein Ranking zeigt.

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Laut einer neuen Analyse des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung wirken die Rollenbilder bei der Wahl des Lehrberufs immer noch stark: So sind 99 Prozent der Dentalassistenten weiblich und 99 Prozent der Maurer männlich.

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Haben Sie sich vor Ihrer Lehre überlegt, ob Sie einen Frauen- oder einen Männerberuf wählen?

Doch nicht nur bei der Lehre, sondern auch bei der Studienwahl ist das Geschlecht ein entscheidender Faktor – #MeToo oder dem Frauenstreik zum Trotz. Das zeigen die Zahlen 2018 des Bundesamts für Statistik. Mit einem Frauenanteil von über 85 Prozent sind Sonderpädagogik, Genderstudien und Veterinärmedizin typische Frauenstudienrichtungen an den Unis. Auch in der Psychologie und der Kunstgeschichte gibt es überwiegend Studentinnen.

Umgekehrt sind Männer in den naturwissenschaftlichen Fächern überrepräsentiert: Den höchsten Männeranteil findet sich in den Militärwissenschaften, im Maschinenbau und in der Informatik.



Betrachtet man die 20 beliebtesten Fächer an den Unis, zeigt sich in vielen Fächern ein Geschlechtergraben: Während Männer in den Wirtschaftswissenschaften dominieren, sind die Sozialwissenschaften und die Juristerei eher eine Frauendomäne.

«Es fängt mit dem Spielzeug an»

Für Yvonne Schärli, Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, sind die Unterschiede per se kein Problem. Aber: «Wenn sie dazu führen, dass Frauen sich gegen naturwissenschaftliche Studien entscheiden, weil man es von Anfang an ausschliesst, ist das falsch.»

Sie gehe davon aus, dass sich die Verhältnisse in Zukunft verschieben dürften. «Früher gab es fast nur Männer im Arztberuf. Heute sind Ärztinnen normal.» Entscheidend sei die Sozialisierung zu Hause, in der Schule und in der Ausbildung: «Das Umfeld muss die Chancengleichheit leben und unterstützen. Es fängt zum Beispiel mit dem Spielzeug an: Wenn Buben mit Autos spielen, entwickeln sie vielleicht eher eine Affinität zu technischen Studiengängen.»

(daw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sven Deutsch am 20.09.2019 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es nervt

    Ich, Mann, habe vor vierzig Jahren Pharmazie studiert. Männeranteil dazumal ca. 10%. Wir hatten jedoch NIE Gender Diskussionen. Heute sieht man diese täglich in der Presse, hört es im Radio etc. So langsam nervt es und es ist völlig überflüssig. ...... sonst sollten wir auch Männerquoten einfordern, diese könnten auch durch Ausschluss von einigen Frauen vom Studium erreicht werden

  • benno am 20.09.2019 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    studienrichtung

    Und dann zeigt die statistik das frauen nach dem studium weniger verdienen oder keinen job finden! Könnte das evtl. an der studienrichtung liegen. Nur mal so laut gedacht?

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  • Peter am 20.09.2019 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Aber dann jammer, wenn man nach dem Abschluss in Sozialheilpädagogie mit Zusatzfach Genderdiversität nichts verdient

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Die neusten Leser-Kommentare

  • MG am 20.09.2019 23:36 Report Diesen Beitrag melden

    Lohn

    Du weisst schon, was Heilpädagoginnen und -pädagogen verdienen? ;) Mit deren Lohn (berechtigt ein hoher Lohn) können die sich gut durchschlagen.

  • Fritz Fortschritt am 20.09.2019 23:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschlechtertrennung warum nicht?

    Bin in meinem letzten Lebensabschnitt und sehr froh, mich mit diesem Mumpitz nicht mehr Auseinandersetzen zu müssen. Habe eine Lehre gemacht und 4 Ing. Titel. Die Lehre in einem Männerberuf wo es bis dato keine Frau gab. Und das war das effektivste, coolste und brutalste arbeiten was ich je erlebt habe. Vielleicht sollte man beiden Geschlechtern die gleichen arbeiten anbieten. Aber eine Frauenabteilung und eine Männerabteilung. Vielleicht eine neue Diskussionsgrundlage. Warum immer alles vermischen?

  • Realist am 20.09.2019 23:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lohngleichheit

    Logisch werden Frauen im Schnitt schlechter bezahlt bei diesen Studiengängen. Wenn sie mehr verdienen möchten, sollten sie ihre Studienwahl überdenken.

  • Annatol Gerfal von Gunten am 20.09.2019 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kruzinesen

    Ja Kruzinesen, in der Frauenquote sitzen nur Damen. Von hinten sehen sie ja ganz schön aus. Man könnte einen kleinen Teil der Arbeit und der Schweiz gestalten. Echt nicht, so gewöhnt man sich an die Leute, deren Namen der Teil der Gefallenheit ist. Es gibt aber auch Emanzen, die dringen vor und werden siegreich!

  • Daniela Valsecchi am 20.09.2019 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frauenquote

    Die SP ist im Berner Stadtrat mit 15 von 22 Sitzen vertreten....ein Ungleichgewicht Sondergleichen, für eine Partei die sich angeblich für Gleichberechtigung einsetzt....aber ja, jeder ist sich selbst am nächsten.