Illegaler Waffenhandel

02. März 2011 11:27; Akt: 02.03.2011 12:30 Print

Israels Ex-Militärattaché in Bern angeklagt

Wegen Verstrickung in einen illegalen Waffenhandel muss sich ein Israeli in Bern verantworten. Auch seine Frau soll mitgemischt haben.

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Ein ehemaliger israelischer Militärattaché in Bern ist wegen «Korruption und Vertrauensmissbrauch» angeklagt worden. Er soll im Rahmen seiner Funktionen für einen Schweizer Waffenhändler gearbeitet haben, um den Verkauf von Waffen und Ausrüstungen an die israelischen Sicherheitsdienste zu fördern.

Der Oberst und seine Frau werden verdächtigt, bedeutende Schmiergelder der Firma Talon erhalten zu haben, die der Schweizer Geschäftsmann gegründet hatte. Ein Gericht in Tel Aviv und das israelische Justizministerium bestätigten der Nachrichtenagentur SDA die Informationen, über die die Westschweizer Zeitung «Le Temps» am Mittwoch berichtete.

Drei Jahre in Bern gearbeitet

Der Militärattaché arbeitete von 2002 bis 2005 in Bern. Laut «Le Temps» verbietet die israelische Gesetzgebung, dass Personen in öffentlichen Ämtern zusätzlich privaten Geschäften nachgehen.

Nach Angaben der israelischen Zeitung «Yediot Aharonot» und von «Le Temps» soll die Frau des Obersts von Talon einen Toyota mit Vierradantrieb im Wert von 89 000 Dollar erhalten haben. Sie soll auch auf der Lohnliste von Talon gestanden haben, obwohl sie nie dort arbeitete, und einen geschätzte Betrag von 28 000 Dollar als Lohn erhalten haben.

(sda)