Keine Spur vom Bären

13. Mai 2012 23:20; Akt: 14.05.2012 01:19 Print

Ist M13 tot?

von Janko Skorup - Seit einer Woche ist Jungbär M13 verschwunden. Experten spekulieren über den Verbleib des Tieres. Dass er gar nicht mehr am Leben ist, kann nicht ausgeschlossen werden.

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Der Jungbär M13, der auf dem Weg vom Nasch- zum Problembären war, ist möglicherweise tot. «M13 war ein sehr präsenter Bär. Dass es plötzlich so ruhig um ihn ist, das macht mich schon etwas stutzig», sagt der Tiroler Bärenbeauftragte Martin Janovski in der «SonntagsZeitung». Tatsächlich: Nachdem M13 die Schweiz wochenlang in Atem gehalten hat, gibt es mittlerweile «seit einer Woche keine bestätigte Sichtung mehr», wie der Zernezer Wildhüter ­Guolf Denoth meldet. Laut Joanna Schönenberger, Projektleiterin Bär beim WWF, könnte es sein, dass sich M13 schwer verletzt mit Aussicht auf einen langsamen Tod zurückgezogen hat: «Wenn ein Bär geschwächt ist, exponiert er sich unter Umständen nicht mehr.»

Möglich ist allerdings auch, dass der Unfall mit dem Zug der Rhätischen Bahn dem Jung­bären die nötige Angst vor dem Menschen beigebracht hat – und damit viel mehr ­bewirkte als alle Vergrämungs-Aktionen zuvor. «Der Zusammenprall mit dem Zug hat M13 wohl einen gehörigen Schrecken eingejagt», sagt Schönenberger dazu. «Das hat sicher geholfen, den Bären scheuer zu machen.»

Auch Denoth geht eher davon aus, dass M13 nun die Menschen meidet: «Seit dem Zusammenprall ist er deutlich distanzierter geworden, er ist nie mehr in der Nähe von Dörfern gesichtet worden.» Es sei aber auch möglich, dass sich M13 weiter in die Höhe zurückge­zogen hat, weil er dort etwas zu fressen gefunden hat.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steven P. am 14.05.2012 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Das glaubt ihr wohl selber nicht...

    Wie kann es sein, dass man keine Spur mehr von einem Bären hat, obwohl man ihm einen Chip verpflanzt hat? Weil er ja als "Problembär" deklariert wurde, hatte man diese Massnahme ergriffen, um ihn zu beobachten, falls er den Menschen wieder zu nahe kommen sollte...

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  • Petz am Morgen am 14.05.2012 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mord vs. Unfallszenario

    M13 abknallen - dann Tatort-mässig und pressewirksam mit der RhB in Verbindung bringen (Unfallszenario) und dann stillschweigend Fragen ins Unterland schicken... Die neue Touristik-Bärenfrei-Strategie - quasi Polemikfrei! NB: Ein Bär hat in der CH keinen Unfall - in Jagdkreisen ist das Abknallen wie ein Elfmeter im Final der Champions League. Einmalig im Leben des Schützen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steven P. am 14.05.2012 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Das glaubt ihr wohl selber nicht...

    Wie kann es sein, dass man keine Spur mehr von einem Bären hat, obwohl man ihm einen Chip verpflanzt hat? Weil er ja als "Problembär" deklariert wurde, hatte man diese Massnahme ergriffen, um ihn zu beobachten, falls er den Menschen wieder zu nahe kommen sollte...

    • Thomas Peter am 14.05.2012 11:48 Report Diesen Beitrag melden

      Unterschied...

      Soviel Ich weiss hatte der Bär keinen Chip!!!!Nur einen Sender;der soll beim zusammenprall mit dem Zug "kaputtgegangen" sein!!!

    • karma1969 am 14.05.2012 12:03 Report Diesen Beitrag melden

      wurde zerstört

      der wurde bei der Kollision zerstört und sendet schon seit längerer Zeit keine Signale mehr, so zumindest seht es in der Presse.

    • M.S. am 14.05.2012 14:07 Report Diesen Beitrag melden

      @Steven

      Man hat ihm weder einen Chip eingepflanzt, noch wurde er zum Problembär deklariert. Der GPS-Sender, welcher an einem Halzband angebracht war, wurde beim Zusammenprall mit dem Zug zerstört

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  • Petz am Morgen am 14.05.2012 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mord vs. Unfallszenario

    M13 abknallen - dann Tatort-mässig und pressewirksam mit der RhB in Verbindung bringen (Unfallszenario) und dann stillschweigend Fragen ins Unterland schicken... Die neue Touristik-Bärenfrei-Strategie - quasi Polemikfrei! NB: Ein Bär hat in der CH keinen Unfall - in Jagdkreisen ist das Abknallen wie ein Elfmeter im Final der Champions League. Einmalig im Leben des Schützen.