Totalrevision

04. April 2019 10:35; Akt: 05.04.2019 07:54 Print

Ju-Air bleibt zwei Sommer in Folge am Boden

Die Flugzeuge der Ju-Air bleiben bis 2021 am Boden. Die Maschinen werden komplett revidiert.

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Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat der Dübendorfer Ju-Air die Gehnemigung für kommerzielle Passagierflüge entzogen. Es dürfen nur noch Vereinsmitglieder im privaten Rahmen transportiert werden. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit dem tragischen Absturz einer Ju-Air im August 2018. Die von der Sust entdeckten Mängel stehen nicht im Zusammenhang mit dem Absturz der Ju-52 im August. Doch die Mängel sorgen für das weitere Grounding der Ju-Air. Die Ju-52 darf vorerst nicht mehr fliegen. Hier ist Rost beim Flügelanschluss zu erkennen (rot). Auffällig ist ausserdem der morsche Holzboden (gelb). Die Korrosionen blieben bei Wartungen unentdeckt. Das Bild zeigt Rost im Bereich des Flügelanschlusses. Die Treibstoff- und Ölschläuche wiesen erhebliche Altersschädigungen auf. Die Schläuche waren bis zu 30 Jahre alt. Risse im Holmrohr sind zu erkennen. Ein Bild aus dem Inneren des Holmrohrs. Der Flügelkasten wurde zwar repariert, doch die Risse blieben. Solange diese technischen Mängel nicht behoben sind, darf die Tante Ju allerdings auch nicht mit Vereinsmitgliedern fliegen. «Flims wurde zu einer Helikopter-Basis»: Ein Leser-Reporter beobachtet den Bergungsseinsatz. (5. August 2018) Die Bergungsarbeiten der verunglückten Maschine. Die Kantonspoliizei Graubünden veröffentlichte Bilder ... ... des Fluzgeuwracks. Das Flugzeug stürzte am Piz Segnas ab. Die Polizei sperrte das Unglücksgebiet ab. Die Rega befand sich im Einsatz. Beim verunglückten Flugzeug handelt es sich um die Ju-52 HB-HOT. Beim Absturz starben allen 20 Insassen des knapp 79-jährigen Nostalgieflugzeuges. Besonders die Beschriftung der Maschine ist auf dem Unglücksfoto gut erkennbar. Ein Leser-Reporter hat die Maschine fünf Minuten vor Absturz in der Gemeinde Trun GR fotografiert. Ein Superpuma fliegt über Flims ... ... weitere Helikopter standen im Einsatz. Die Fahnen standen beim Air Force Center in Dübendorf auf halbmast. Das Museum des Air-Force-Center-Teams blieb geschlossen.

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Die Ju-Air revidiert ihre drei historischen JU-52 so umfassend, dass sie technisch gesehen wieder wie neuwertige Flugzeuge in Dienst gestellt werden können. Zahlreiche Teile werden vorsorglich ersetzt und müssen dazu neu hergestellt werden. Deshalb wird der Flugbetrieb bis 2021 ausgesetzt.

Zahlreiche Teile werden vorsorglich durch neue Teile ersetzt. Viele müssen deshalb neu und in aufwändiger Einzelfertigung hergestellt werden.

Nächster Flug im Frühling 2021

CEO Kurt Waldmeier sagt: «Wir investieren in die Sicherheit und die Zukunft der Ju-Air. Die Totalrevision macht unsere Flugzeuge fit für einen erneuten, langfristigen Betrieb. Zudem wird sie helfen, allfällige Zweifel an der Sicherheit der JU-52 auszuräumen.»

Geplant war, dass die Flugzeuge im Herbst gewartet werden und im kommenden Sommer wieder im Einsatz stehen. Doch aufgrund des grossen Aufwands der Revision, wird auch im nächsten Sommer keine Tante Ju in die Lüfte steigen. Der nächste Flug steht im Frühling 2021 auf dem Programm.

(fss)