Nach Niederlage

26. Februar 2012 09:07; Akt: 26.02.2012 12:31 Print

Jacqueline Fehr will nicht mehr

Nach der Niederlage im Kampf um das Fraktionspräsidium der SP läuft die Zeit von Nationalrätin Jacqueline Fehr ab. Sie tritt bei den nächsten Parlamentswahlen in vier Jahren nicht mehr an.

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Jacqueline Fehr hat genug von der nationalen Politik. (Bild: Keystone)

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Die SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr will zurücktreten. «In vier Jahren höre ich auf, das ist meine letzte Legislatur», sagte sie der «Sonntags Zeitung». Sie werde dann 17 Parlamentsjahre in Bundsbern hinter sich haben. «Ich bin der Meinung, dass man auch mal wieder gehen und anderen Platz machen muss», sagt Fehr.

Der Rücktritt sei aber für alle Parlamentarier ein schwieriges Thema. «Man ist sich gewohnt, dass man immer im Zentrum steht und überall offene Türen hat.» Das falle bei einem Rücktritt von einem Tag auf den andern weg.

«Machoides Balzen um Wählerstimmen»

Fehr hatte die Wahl als Fraktionspräsidentin in der vergangenen Woche nicht geschafft. Sie war als klare Favoritin ins Rennen gegangen, musste sich dann aber Andy Tschümperlin geschlagen geben. Das habe sie «enttäuscht». Politik sei «ein raues Geschäft», da gebe es «die eine oder andere Verletzung». Wer nicht «kaputt» gehen wolle, brauche immer wieder Distanz und ein wohlwollendes kritisches Umfeld.

Das gelte insbesondere auch für die parlamentarischen Jungstars. Diese dürften den «Verführungen» des Parlamentbetriebs nicht erliegen, warnt die 48-jährige Politikerin. «Für Junge ist die Verankerung im realen Leben extrem wichtig, damit sie nicht abheben und sich bedeutungsvoller fühlen, als sie sind.»

Ferner macht Fehr klar, dass sie kein Interesse am SP-Parteipräsidium hat, das nach einem Rücktritt von Christian Levrat frei würde. Das «machoide Balzen um Wählerstimmen» liege ihr nicht.

(aeg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Noldi Schwarz am 26.02.2012 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ja das Leben ist manchmal hart

    Das ist eine einsichtige Frau. Sie scheint verbraucht. Das erstaunt, hat sie doch Psyochologie studiert und müsste wissen was in ihr vorgeht. Sie lebt getrennt von ihrem Mann. Der hat genügend Geld. Also: Scheidung und Neuanfang. Oder will sie mit 48 Jahren bis ans Lebensende in Selbstmitleid versinken? Andere Leute haben auch ein schweres Leben und schauen trotzdem nicht so frustriert in die Welt.

  • Werner Bieri am 26.02.2012 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht sofort zurücktreten?

    Warum nicht sofort zurücktreten und eine Firma gründen und somit Arbeitplätze schaffen?

    einklappen einklappen
  • Wurde Zeit am 26.02.2012 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich sieht sie es ein 

    . Nun,hätte sie das auch getan wenn sie gewählt worden wäre? Eher nicht. Schade dass sie nicht mal zum schluss ihre verbissenheit ablegen und dazu stehen kann dass sie mit einem platz auf den rängen nicht leben kann. Sie wird eingesehen haben dass ihre art wohl mehr ablehnung als Zuspruch findet.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom T. am 27.02.2012 00:02 Report Diesen Beitrag melden

    Selber Macho

    Kritik an machoidem Balzen um Wählerstimmen? Vielleicht balzt Jacqueline Fehr nicht, aber machoid kommt sie schon rüber. Oder heisst das bei dominanten Frauen frachoid?

  • Markus am 26.02.2012 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Besser Heute als erst in vier Jahren

    Dieses Aussitzen / Abzocken macht wirklich keinen Sinn -

  • ShanaMeier am 26.02.2012 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    SP-Pantoffelhelden

    Dann können die SP-Pantoffelhelden ja aufatmen..... Schade ist nur das sie nicht sofort zurücktritt.

  • Jeanclaude am 26.02.2012 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    frustrierender Abschied von der Bühne

    war das wirklich eine demokratische Wahl? Oder hat das Faustrecht zu einem blauen Auge geführt?

  • Tom G. am 26.02.2012 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    na, ja

    Mein Bedauern hält sich in sehr engen Grenzen.