Richtungswechsel

10. Juli 2016 11:49; Akt: 10.07.2016 13:25 Print

Jeder dritte Zahnmedizin-Student bricht Studium ab

Eine neue Studie zeigt, wie viele Personen ihr Studium aufgeben und ein neues beginnen. Spitzenreiter sind Studenten der Zahnmedizin.

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Kein anderes Studium wird so oft abgebrochen wie das der Zahnmedizin. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung hat in einer neuen Studie untersucht, wie viele Personen ihr Studium aufgeben und ein neues begonnen haben. Für diese Studie wurden Daten von 50'000 Bachelor-Studenten ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass jeder Fünfte ein Studium beginnt, von dem er erst später merkt, dass es nichts für ihn ist.

Umfrage
Haben Sie Ihr erstes Studium abgebrochen, um ein neues zu beginnen?
27 %
12 %
8 %
53 %
Insgesamt 2812 Teilnehmer

Laut der Studie wird kein anders Studium so oft wie die Zahnmedizin abgebrochen. Jeder dritte Student wechselt vor Abschluss die Fachrichtung, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt. Diese hohe Anzahl Abbrüche habe einen besonderen Grund: Wer ein Studium in Zahnmedizin beginnt, muss beim Numerus clausus weniger Punkte erreichen als die Bewerber für ein Studium der Humanmedizin.

«Buebetrick» führt zum Traumstudium

Falls dann Medizinstudenten später Prüfungen nicht bestehen oder keine Lust mehr auf das Studium haben, dürfen Studenten der Zahnmedizin nach einem weiteren Eignungstest nachrücken, weil die ersten Semester praktisch identisch seien. So würden sie doch zu dem Studium kommen, dass sie ursprünglich gewollt hätten, schreibt die Zeitung. Diesen «Buebetrick» würden die meisten Universitäten tolerieren.

Dominic Schmid, Präsident des Verbands der Schweizer Medizinstudierenden, sagt, dass es durchaus möglich sei, dass einige Studenten auf Nummer sicher gehen und sich für die Zahnmedizin einschreiben. Dies sei aber sicherlich nicht bei allen der Fall. Natürlich könne sich das Interesse an einer Fachrichtung während dem Studium ändern.

Neben Studenten der Zahnmedizin wechseln laut der «Schweiz am Sonntag» auch jene der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Studenten der Historischen- und Kulturwissenschaften oft das Fach.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H. Werker am 10.07.2016 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wiedo studieren?

    Ich habe nie studiert, das Land braucht auch Handwerker.

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  • Student am 10.07.2016 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    Dass man den Numerus Clausus umgehen kann, stimmt definitiv nicht...

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  • asdf am 10.07.2016 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder dritte...

    Jeder dritte Zahnmedizinstudent bricht Zähne ab. Beim ersten Mal drüberlesen :D

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wenli am 11.07.2016 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten tut gut

    Geht Arbeiten dann müsst ihr nicht das Studium abbrechen sondern werdet Erwachsen.

  • Pietro Zapemo am 11.07.2016 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst prüfen, dann studieren

    Dies ist die Folge unseres System. Grundschule, Matura und was dann? Einfach mal ein Studium beginnen, man kann es ja abbrechen und ein neues beginnen! Und dies alles zu Lasten des Steuerzahlers!

    • Rhinow Werner am 11.07.2016 08:49 Report Diesen Beitrag melden

      Genetik

      Ja, ist schon schlimm. Man sollte die Studienrichtung eben genetisch codieren.

    • Gustav Gans am 11.07.2016 23:22 Report Diesen Beitrag melden

      @ Pietro Zapemo

      Es gibt nicht wenige, die studieren 3 Jahre, was sie nachher 4 Jahre lang studieren werden!!

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  • Éclipse von Egisheim am 11.07.2016 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aspekt

    Das ist schon ok! Wir haben in unserem Land Lernfreiheit! Besser ist es zudem, wir bilden unsere eigenen Ärzte aus, anstatt sie im Ausland zu "rekrutieren", was nichts anderes bedeutet, als die gesamte Ausbildung dem Ausland aufzuhalsen! Sehr soziale PFZ!

  • Aargauer am 10.07.2016 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Studium vereinfachen

    Ohne jemanden zu beleidigen sind aber die Prüfungskriterien in diesem Studium übertrieben. Ein Zahnarzt ist kein Chirurg oder sonnst ein Spezialist in der Humanmedizin. Besser ausgedruckt, es ist ein Handwerker Im Dentalbereich und nicht mehr. Daher sollten hier nicht die gleichen Kriterien wie in der Medizin herschen.

    • Raggii am 10.07.2016 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aargauer

      Die Anforderungen müssen möglichst hoch sein, trotzdem tief genug, dass es ausreichend Absolventen gibt.

    • Skeptiker am 11.07.2016 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Aargauer

      Anbetracht dessen wieviel Pfuscher unterwegs sind, denn davon kann ich ein Lied singen, scheinen die Anforderungen viel zu gering zu sein.

    • Andy am 11.07.2016 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      @Aargauer

      Ich hoffe ihr Zahnarzt macht ihnen mal eine Füllung bis auf den Nerv. Viel Spass bei den Schmerzen die sie dann ertragen müssen. Und ich wette, in dem Moment werden sie sich wünschen, dass ihr Zahnarzt ein Medizinstudium gemacht hätte

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  • Susanne am 10.07.2016 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer hat dafür Geld

    Die Leute haben keine Kohle mehr zum Zähne flicken,nur noch Zugewanderte Können das dank Spende vom Steuerzahler

    • Wolfgang am 11.07.2016 07:47 Report Diesen Beitrag melden

      @ Susanne

      Definieren Sie mal Zugewanderte. Bin Deutscher, Steuerzahler und muss meine Arztrechnung selbst berappen. Oder gibt es da ein Formular, dass ich nicht kenne?

    • Bartli am 11.07.2016 15:47 Report Diesen Beitrag melden

      Definition ok?

      Zugewandert heisst; Zugang in sämtliche Sozial- und Bildungssysteme, zu allen mehr oder minder gefüllten Töpfen, ohne darin mindestens 30 Jahre einbezahlt zu haben. Inklusive Nachzug der Eltern wo möglich. Einkaufen denn aber enet der Grenzen.

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